13.01.2011,06:20
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.09.2021,12:06 von Coq de Bresse.)
2002 kauften meine Frau und ich in Deutschland Bresse- Bruteier. Da aus diesen Eiern keine reinrassigen Tiere schlüpften, beschloss meine Frau (Französin) die Initiative nach Frankreich zu ergreifen.
Nach zahlreichen Telefonaten landete sie im französischen Selektionscenter in der Bresse. Nach einem freundlichen Telefonat verwies man uns an einen in der Bresse ansässigen Züchter/Mäster. Nachdem der Kontakt zu diesem hergestellt war bestellte meine Frau dort 25 Stück 4 Wochen alte, 10 Stück 8 Wochen alte Bressehennen und 50 Bruteier.
Auf unserer Rückfahrt, aus unserer Urlaubswohnung in Frankreich, wollten wir unsere neuen Hühner und Bruteier mitnehmen. Wir informierten unseren Vermittler aus dem Selektionscenter. Erfreulicherweise begleitete er uns sogar dorthin.
Als ich diese ungepflegten, zerrupften Tiere sah verging mir fast das Interesse an Bresse. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Als dann noch die älteren Bresse den Schnupfen hatten, wurde mir mulmig. Ich nahm nur die jüngeren Tiere und die Bruteier. Schließlich wollte ich ja unbedingt „reinrassige“ Bresse. Auch dem Mitarbeiter aus dem Selektionscenter waren kritische Blicke anzusehen.
Dann wurden noch einige Bilder von dem Verkäufer, des SC- Angestellten mit meiner Frau und den Hühnern gemacht. So was musste man ja für immer festhalten. Es waren ja unsere ersten reinrassigen Bressehühner, direkt aus der Bresse.
Die jüngeren Tiere bekamen nach unserer Ankunft logischer weise sofort den Schnupfen. Sie standen ja damals neben den bereits infizierten Tieren.
Aber es sollte noch sehr viel schlimmer kommen.
Später als die Küken aus den Bruteiern schlüpften starb eine der mitgebrachten Hennen. Als die zweite Henne starb brachte ich diese zum Tierarzt.
Unser Tierarzt, Dr. Erdös, wollte es anfangs kaum glauben und meinte es sei eindeutig.
Diagnose: Leukose!
Es gäbe keinen Zweifel. Wir mussten tatenlos mit ansehen wie ein Tier, auch die bei uns geschlüpften Küken, eins nach dem anderen erkrankte und starb. Sobald ein Tier die ersten Anzeichen hatte erlöste ich dieses. Bis auf 2 Tiere, wurden alle von Leukose befallen bevor sie geschlechtsreif wurden. Die beiden scheinbar nicht befallenen Tiere tötete ich später auch, weil mir die Sache zu mulmig war. Gegen Leukose gibt es keine Arznei.
Zum Glück hatten wir eine Betonplatte in unserer Voliere, welche mit Einstreu belegt war. So konnten wir leicht eine Desinfektion durchführen.
Unser Elend, Wut und Enttäuschung haben wir dann unserer Kontaktperson aus dem Selektionscenter mitgeteilt. Seit diesem Zeitpunkt hatten wir einen neuen guten Freund im SC, welcher uns großzügigerweise Bruteier oder auch Eintagsküken für unsere Hobbyzucht besorgt hat.
Wir waren 2002 die zweiten Privatpersonen, welche Bruteier oder Eintagsküken direkt aus dem französichen Selektionscenter aus der Bresse erhalten haben. Ein älterer Herr aus Wadgassen war der Erste.
Später lernten wir auch einen deutschen Züchter, aus Süd- West- Deutschland (der ältere Herr aus Wadgassen und die Bresse- Hühner) kennen, welcher mit dem SC- Angestellten eine langjährige Freundschaft verband. Es entstand zwischen uns allen ein freundschaftliches Verhältnis. Leider verstarb der ältere Herr aus Wadgassen 2013.
FRANCE.GIF (Größe: 1,16 KB / Downloads: 3.685)
GERMANY.GIF (Größe: 1.013 Bytes / Downloads: 3.666)
Das nenne ich deutsch- franz. Freundschaft. Ich hoffe, dass sie noch viele Jahre anhält.
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Das ist wohl mit das erste Bild (1999) von Bresse gauloise im deutschen Internet. Es stammt von dem Hobbyzüchter Jens. Durch seine damalige Forumsberichte begann das Interesse, in Deutschland, an dieser Rasse zu wachsen.
Die Abstammung der Tiere war, wie konnte es auch anders sein, von dem älteren Herrn aus Wadgassen.
Dieses Bild (und noch ein paar) wurde mir freundschaftlicher Weise von Jens, zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Nach zahlreichen Telefonaten landete sie im französischen Selektionscenter in der Bresse. Nach einem freundlichen Telefonat verwies man uns an einen in der Bresse ansässigen Züchter/Mäster. Nachdem der Kontakt zu diesem hergestellt war bestellte meine Frau dort 25 Stück 4 Wochen alte, 10 Stück 8 Wochen alte Bressehennen und 50 Bruteier.
Auf unserer Rückfahrt, aus unserer Urlaubswohnung in Frankreich, wollten wir unsere neuen Hühner und Bruteier mitnehmen. Wir informierten unseren Vermittler aus dem Selektionscenter. Erfreulicherweise begleitete er uns sogar dorthin.
Als ich diese ungepflegten, zerrupften Tiere sah verging mir fast das Interesse an Bresse. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Als dann noch die älteren Bresse den Schnupfen hatten, wurde mir mulmig. Ich nahm nur die jüngeren Tiere und die Bruteier. Schließlich wollte ich ja unbedingt „reinrassige“ Bresse. Auch dem Mitarbeiter aus dem Selektionscenter waren kritische Blicke anzusehen.
Dann wurden noch einige Bilder von dem Verkäufer, des SC- Angestellten mit meiner Frau und den Hühnern gemacht. So was musste man ja für immer festhalten. Es waren ja unsere ersten reinrassigen Bressehühner, direkt aus der Bresse.
Die jüngeren Tiere bekamen nach unserer Ankunft logischer weise sofort den Schnupfen. Sie standen ja damals neben den bereits infizierten Tieren.
Aber es sollte noch sehr viel schlimmer kommen.
Später als die Küken aus den Bruteiern schlüpften starb eine der mitgebrachten Hennen. Als die zweite Henne starb brachte ich diese zum Tierarzt.
Unser Tierarzt, Dr. Erdös, wollte es anfangs kaum glauben und meinte es sei eindeutig.
Diagnose: Leukose!
Es gäbe keinen Zweifel. Wir mussten tatenlos mit ansehen wie ein Tier, auch die bei uns geschlüpften Küken, eins nach dem anderen erkrankte und starb. Sobald ein Tier die ersten Anzeichen hatte erlöste ich dieses. Bis auf 2 Tiere, wurden alle von Leukose befallen bevor sie geschlechtsreif wurden. Die beiden scheinbar nicht befallenen Tiere tötete ich später auch, weil mir die Sache zu mulmig war. Gegen Leukose gibt es keine Arznei.
Zum Glück hatten wir eine Betonplatte in unserer Voliere, welche mit Einstreu belegt war. So konnten wir leicht eine Desinfektion durchführen.
Unser Elend, Wut und Enttäuschung haben wir dann unserer Kontaktperson aus dem Selektionscenter mitgeteilt. Seit diesem Zeitpunkt hatten wir einen neuen guten Freund im SC, welcher uns großzügigerweise Bruteier oder auch Eintagsküken für unsere Hobbyzucht besorgt hat.
Wir waren 2002 die zweiten Privatpersonen, welche Bruteier oder Eintagsküken direkt aus dem französichen Selektionscenter aus der Bresse erhalten haben. Ein älterer Herr aus Wadgassen war der Erste.
Später lernten wir auch einen deutschen Züchter, aus Süd- West- Deutschland (der ältere Herr aus Wadgassen und die Bresse- Hühner) kennen, welcher mit dem SC- Angestellten eine langjährige Freundschaft verband. Es entstand zwischen uns allen ein freundschaftliches Verhältnis. Leider verstarb der ältere Herr aus Wadgassen 2013.
FRANCE.GIF (Größe: 1,16 KB / Downloads: 3.685)
GERMANY.GIF (Größe: 1.013 Bytes / Downloads: 3.666)
Das nenne ich deutsch- franz. Freundschaft. Ich hoffe, dass sie noch viele Jahre anhält.
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Das ist wohl mit das erste Bild (1999) von Bresse gauloise im deutschen Internet. Es stammt von dem Hobbyzüchter Jens. Durch seine damalige Forumsberichte begann das Interesse, in Deutschland, an dieser Rasse zu wachsen.
Die Abstammung der Tiere war, wie konnte es auch anders sein, von dem älteren Herrn aus Wadgassen.
Dieses Bild (und noch ein paar) wurde mir freundschaftlicher Weise von Jens, zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

