Kein geführter Waldspaziergang im Lockdown Natur-Schule Grund sagt Termine ab
Durch die Verlängerung des vorweihnachtlichen Corona-Lockdown muss auch die Natur-Schule Grund mehrere geplante Termine absagen. Betroffen sind die drei Waldspaziergänge am 05., 12. und 19. Dezember 2020, bei denen Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Remscheider Umweltbildungsstation, Winterpilze, Sträucher und Bäume im Winterzustand sowie ausgewählte Tierarten bzw. deren Spuren gezeigt hätte. Das ist nun nicht erlaubt, so dass die Natur-Schule Grund Familien empfiehlt, gemeinsam mit den Kindern in den Wald zu gehen und dort mal nach den kleinen Dingen zu schauen, die an Bäumen oder auch auf dem Boden zu finden sind. Naturerlebnis-Tipps gibt es auf der Facebook-Seite der Natur-Schule (@umweltbildungsstation.remscheid) und unter www.natur-schule-grund.de. Als Grundausrüstung für moderne NaturfreundInnen empfiehlt sich neben Fernglas und Lupe auch eine Reihe von apps für das Smartphone, mit denen sich z.B. Pflanzen (Flora incognita) oder eine Vielzahl anderer Lebewesen (obsidentify) bestimmen lassen.
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Umweltfreundlich durch den Winter Das gilt für die Schneeräumung
Der Winter meldet sich zur Zeit auch in Remscheid und den Bergischen Großstädten immer mal wieder, so vermutlich auch rund um die Feiertage. Wenn Schnee und Eis auftreten, dann müssen Gehwege z.B. in Remscheid auf einer Breite von 1 Meter geräumt werden, bei Bedarf auch mehrmals am Tag. Und der Gehweg muss gestreut werden. Dann werfen leider sehr viele Mitmenschen Salz auf den Gehweg und verstoßen so - i.d.R. ohne es zu wollen - gegen die Regeln umweltfreundlichen Winterdienstes. Und gegen Gesetze Wieso, das erklärt Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter in der Natur-Schule Grund: "Salz in der Umwelt verunreinigt v.a. in den Außenbereichen die Gewässer, den Boden, Kleidung und Füße von Lebewesen. Das ist so ziemlich Allen bekannt, doch was folgert daraus?" Zum Streuen dürfen zum Schutz der Umwelt grundsätzlich nur abstumpfende Stoffe wie Sand oder Splitt verwendet werden. Diese können meist in Baumärkten oder Baustoffhandlungen gekauft werden. Nur wenn aufgrund der besonderen Gegebenheiten (z. B. bei oder nach Eisregen), in besonders steilen Gehwegabschnitten oder auf Treppen hiermit keine sichere Begehbarkeit hergestellt werden kann, ist die sparsame Anwendung von Streusalz ausnahmsweise gestattet. Sämtliche anderen Auftaumittel sind komplett verboten! Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz bestreut, salzhaltiger Schnee darf auf ihnen nicht abgelagert werden. Wichtig aber auch: Der vom Gehweg geräumte Schnee darf nicht auf die Straße geworfen werden, sondern soll am Gehwegrand oder im eigenen Vorgarten abgelagert werden. Hierbei sind Hydranten und Regeneinläufe von Eis und Schnee freizuhalten. Beim Ablagern von Schnee im eigenen Vorgarten wäre es natürlich ratsam, darin so wenig Salz wie möglich zu haben, um z.B. die eigene Rasenfläche / Wildblumenwiese dort nicht zu vergiften.
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Naturerlebnis-Tipp „Grünspecht“
Die Natur-Schule Grund hat den "lachenden Specht" zum Thema des ersten Naturerlebnis-Tipps im Neuen Jahr gemacht. Gehört habt Ihr ihn bestimmt schon, den Grünspecht. Sehen ist deutlich schwieriger, denn er ist ziemlich scheu.
Er ist ein scheuer Geselle, aber auch in Gärten wieder regelmäßig zu beobachten, der Grünspecht (auch Grasspecht, Erdspecht oder „Fliegender Zorro“).
Rote Kappe, grünes Gefieder, schwarze Augenmaske und ein Gesang, der an das Lachen eines Menschen erinnert, so kennt man den lachenden Specht, den Grünspecht, Picus viridis, aus der Familie der Erdspechte, der Picidae.
Er wird bis 32cm lang und hat eine Spannweite von etwa 52 cm.
Bereits Ende Januar beginnen die Balzgesänge; gebrütet wird zwischen April und Mai. Als Wohnraum braucht der Grünspecht dicke, alte Bäume, mit möglichst schon weichem, morschem Holz, um hier eine Bruthöhle anzulegen. Das Brutpaar, das meist nur für eine Saison zusammenbleibt, zimmert gemeinsam, was die Paarbindung festigt.
Das Weibchen legt fünf bis acht weiße Eier auf die durch die Bauarbeiten entstandenen Späne, es wird kein Nistmaterial eingebracht. Weibchen und Männchen teilen sich das Brutgeschäft, die Jungen schlüpfen nach 14 bis 17 Tagen, sind nach 23 bis 27 Tagen flügge und beginnen bereits im darauffolgenden Jahr selber zu brüten.
Bevorzugte Bäume für Bruthöhlen sind Weiden, Pappeln und Obstbäume.
Verlassene Höhlen sind begehrt bei Nachmietern wie Staren, Meisen, Kleibern, Gartenrotschwanz, aber auch bei Fledermäusen, Hornissen oder Siebenschläfern.
Lieblingsspeise des tagaktiven Grünspechts sind Ameisen, notfalls auch Insekten, Regenwürmer, Schnecken oder Obst.
Unter den Spechten ist der Grünspecht der mit der längsten Zunge. Um an die begehrte Beute zu gelangen, wird der Schnabel als Axt oder Zange eingesetzt, um Löcher in Ameisennester zu bohren. Dann stochert die bis zu zehn Zentimeter lange, klebrige Zunge, ein empfindliches Tastorgan, in die offenen Gänge hinein und fördert Ameisen, Puppen, Larven und Eier zu Tage.
So vertilgt der Grünspecht bis zu 2000 Ameisen pro Tag.
Der Grünspecht verlässt uns über Winter nicht. Er ist ein Stand- oder Strichvogel. Während er im Sommer kleine Ameisenarten, zu erkennen an kleinen Erdhäufchen an der Erdoberfläche, bevorzugt, dienen ihm im Winter oft auch die großen Nesthügel der größeren Waldameisen als Nahrungslieferanten.
Grünspechte können auch unter dem Schnee versteckte Ameisennester wiederfinden. Problematisch wird es, wenn die Schneedecke sehr dick wird oder die Erde sehr fest gefroren ist.
Auf Grund seiner Ernährungsweise bevorzugt der Grünspecht als Lebensraum baumbestandene Gärten, Parkanlagen, Waldränder und die immer seltener werdenden Streuobstwiesen.
Um diesem hübschen Vogel, dem lachenden Specht, Lebensraum und Futterquellen zu erhalten, sollte im eigenen Garten auf den Einsatz von Pestiziden und Dünger verzichtet werden.
Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp
Eure / Ihre Stefanie Barzen
Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet Wupper bei Radevormwald
Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Natur-Schule Grund
Ein Platz muss ab Anfang Februar nachbesetzt werden
Die Natur-Schule Grund teilt mit, dass ab dem 01. Februar ein Platz im laufenden Freiwilligen Ökologischen Jahr 2020 / 2021 nachbesetzt werden muss. Um kurzfristige Bewerbungen werden junge Menschen in Remscheid, Wuppertal und der unmittelbaren Umgebung gebeten, die evtl. keinen Ausbildungsplatz bekommen haben oder sich noch beruflich orientieren. Für diesen Nachrückerplatz im FÖJ können BewerberInnen mit Abschluss in der Sekundarstufe I (Haupt- oder Realschule) oder mit Fachhochschulreife oder Abitur berücksichtigt werden. Möglich ist auch eine Bewerbung für Menschen ganz ohne Schulabschluss.
Das FreiwilligeÖkologische Jahr bietet Einblicke in die ökologischen Berufsfelder und hilft bei der beruflichen Orientierung. Es bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit, sich ein Jahr lang konkret für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen und dabei ihre Kenntnisse über Nachhaltigkeit, Klima-, Natur- und Umweltschutz zu verbessern. Zum FÖJ gehört u.a. die Teilnahme an mehreren Seminaren, an Praktika und vielem mehr. Auch seit August des vergangenen Jahres leisten wieder engagierte Freiwillige ihr FÖJ in der Remscheider Umweltbildungsstation. Da eine der Freiwilligen jetzt leider gekündigt hat, ist eine Nachbesetzung für das laufende FÖJ erforderlich, das ein halbes Jahr bis Ende Juli 2021 dauern wird. Interessierte können sich aber auch direkt bei der Natur-Schule Grund in Remscheid für die freiwerdende FÖJ-Stelle melden (02191 3748239 oder info@natur-schule-grund.de). BewerberInnen sollten sich auf der Internetseite des Landschaftsverbandes Rheinland, der für Remscheid zuständigen FÖJ-Zentralstelle, unter www.foej.lvr.de über das FÖJ informieren. Jörg Liesendahl, Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Wir laden alle ein, die nach der Schule eine berufliche Orientierung in ökologischen Berufsfeldern suchen, sich für das FÖJ in der Natur-Schule zu bewerben." In der Natur-Schule Grund versorgen die FÖJler u.a. die Hühner und sind für Pflege, Pflanzung und Planung konkreter Flächen im Garten und der Außenanlage verantwortlich. Im Winterhalbjahr erstellen sie z. B. umweltpädagogische Materialien, die dann in den Veranstaltungen der Natur-Schule Anwendung finden. Im Frühjahr jäten sie Wildkräuter, säen Salat, Kräuter und Gemüse und pflegen die Staudenbeete. Dabei sind die jungen Leute bei Wind und Wetter draußen aktiv.
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27.01.2021,14:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.01.2021,14:50 von Lupus † 20.10.2022.)
Naturerlebnis-Tipp "Knospen" aus der Natur-Schule
Die Natur-Schule Grund hat auf ihrer Facebook-Seite (@umweltbildungsstation.remscheid) einen jahreszeitlich höchst aktuellen Naturerlebnis-Tipp veröffentlicht, der sich mit den Knospen der Bäume und Sträucher befasst. Enthalten ist für alle, die im Lockdown mal was Neues sehen möchten, ein schöner Beobachtungstipp. Autorin ist die Diplom-Biologin Stefanie Barzen. Die beste Zeit zur Betrachtung von Knospen und deren Formenvielfalt ist der Winter, wenn kein Laub unsere Beobachtung stört. Sehen kann man sie bereits im späten Sommer, da die mehrjährigen Pflanzen Knospen dann anlegen müssen, wenn sie die Kraft dazu haben, also wenn die Laubblätter noch hängen und Photosynthese betreiben können.
Photosynthese heißt, die Pflanze produziert mit Hilfe von Wasser, Kohlendioxid und der Energie der Sonne Kohlenhydrate (und Sauerstoff), mit deren Hilfe und einiger anderer Baustoffe sie Knospen bilden kann. Die Pflanze ist somit lange vor dem Winter schon für den Frühling gerüstet. Es herrscht Knospenruhe, bis pflanzliche Hormone und entsprechende Witterungsverhältnisse diese beenden.
Bei näherer Betrachtung ähneln Knospen den geschlossenen Zapfen eines Nadelbaumes. Die Knospenschuppen, umgebildete Laubblätter, liegen dicht an dicht wie Dachziegel. Wasser kann gut ablaufen, das Innere ist geschützt vor Kälte, Schnee, Austrocknung und Schädlingen. Sie sind hart, ledrig, glatt oder behaart, häufig auch klebrig, dann mit einer dünnen Harzschicht überzogen, und von dunkler Farbe. In ihnen befinden sich, dicht gepackt und gut geschützt, die bereits fertig angelegten Laub- oder Blütenblätter. Es gibt auch Knospen ohne Knospenschuppen. Sogenannte „nackte“ Knospen haben z.B. Schneeball und Faulbaum.
Knospenbildung findet hauptsächlich am Sprossende oder in den Blattachseln statt. Man unterscheidet zwischen Blattknospen, Blütenknospen und gemischten Knospen, aus denen Blätter und Blüten entstehen. Blütenknospen entfalten sich häufig, wie z.B. bei den Obstbäumen, vor den Blattknospen. So sind sie für besuchende Insekten besser sichtbar. Knospen sind für die jeweilige Pflanzenart so charakteristisch, dass sie als Bestimmungsmerkmal herangezogen werden können. Neben den genannten Knospenarten findet man noch Adventiv- und Proventivknospen.
Bei Adventivknospen bilden sich Knospen nicht an Spross- oder Blattachse, sondern an altem Holz oder Wurzeln.
Proventivknospen sind „schlafende Augen“, ruhende Knospenanlagen, die für lange Zeit unter der Rinde ruhen können und z.B. zur Wiederherstellung verlorener Pflanzenteile dienen. Menschen nutzen diese Fähigkeit der Gehölze, wenn Bäume geschnitten werden und danach wieder austreiben.
Beide Knospenarten sind also eine Art „Reserve“ für die Pflanze.
Der Tipp zur Beobachtung: Verschiedene Zweige frisch angeschnitten in eine Vase stellen, Wasser nicht vergessen, und beobachten, wie sich Blätter oder Blüten entfalten. Besonders geeignet sind Kastanienzweige mit haarigen Blättern. Auch Obstbaum- oder Forsythienzweige eignen sich gut. Hierbei denke man auch an die sogenannten Barbarazweige, die am 4.12., dem Tag der heiligen Barbara, geschnitten werden, um am Heiligen Abend den Raum mit ihren Blüten zu schmücken und Glück für das kommende Jahr zu bringen. Also vielleicht beim nächsten Spaziergang mal an diesem oder jenem Baum oder Strauch stehen bleiben um die Vielfalt der Knospenformen zu betrachten und ihre Beschaffenheit, vorsichtig, zu fühlen.
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Der häufigste Trommler im Wald Naturerlebnis-Tipp "Buntspecht" aus der Natur-Schule Mit einem aktuellen Naturerlebnis-Tipp macht die Natur-Schule Grund auf den Buntspecht aufmerksam, dessen Balz an sonnigen Tagen auch jetzt schon beobachtet und vor allem gehört werden kann. Stefanie Barzen, Biologin in der Natur-Schule, stellt darin einige Aspekte aus dem Leben unseres häufigsten Spechtes vor. Der Buntspecht aus der Familie der Spechte (Picidae) heißt mit lateinischem Namen Dendrocopos major, was treffenderweise mit „großer Baumhämmerer“ übersetzt wird. Hört man sein Hämmern bei einem spätwinterlichen Spaziergang, weiß man, der Frühling ist nicht mehr weit.
Der Buntspecht ist, passend zu seiner Lebensweise, ein Waldbewohner. Außer in Laub- und Nadelwäldern findet man ihn auch in baumreichen Gärten und Parkanlagen. Ein Buntspecht wird 23 bis 26 cm groß und hat bei achtzig Gramm Gewicht eine Spannweite von 34 bis 39 Zentimetern.
Der auffallend gefärbte Vogel erscheint von oben schwarz, beide Flügel zeigen große, weiße Flecken. Der Bauch ist hell, unter dem Schwanz haben beide Geschlechter einen kräftig orangeroten Fleck. Nur beim Männchen zeigt sich ein roter Nackenfleck (Geschlechtsdimorphismus). Der Buntspecht ernährt sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven, die er mit seinem großen, spitzen Meißelschnabel unter Baumrinden hervorholt. Zu seinem Speisezettel gehören auch Vogeleier, Jungvögel, Beeren, Samen und Früchte. Als sogenannter „Wintersteher“ ist er gerne Gast am Vogelfutterhäuschen, wo er an Meisenknödeln und Nusssäckchen nascht.
Um an das begehrte Innere von Nuss oder Nadelbaumzapfen zu gelangen, bedient er sich geeigneter Astgabeln oder hackt sich Spalten in Äste. In die so entstandenen „Spechtschmieden“ klemmt der Specht die Beute, um sie aufhacken zu können. Gute Spechtschmieden werden mehrfach verwendet, sie verraten sich durch die Hinterlassenschaften, Schalen und Zapfenteile, am Boden. Im Frühjahr wird der Specht zum Trommler; mit zehn bis fünfzehn Schnabelschlägen innerhalb von zwei Sekunden markiert er sein Revier und balzt um ein Weibchen, das, um die Aufmerksamkeit des Männchens zu erregen, ebenfalls trommelt. Besonders wirksam trommeln lässt sich auf einem guten Resonanzkörper wie z.B. hohlem oder totem Holz, Fensterläden, Wärmedämmungen, Regenrinnen oder Sirenen. Damit diese Aktivität dem Specht keine Gehirnerschütterung beschert, gibt es ein federndes Gelenk zwischen Schnabel und Schädel, was die Stöße abfängt. Zudem ist der Schädel mit einer besonders dicken Knochenhülle ausgestattet. Damit sich der Specht gut an der Baumrinde festhalten kann, sind seine Krallen spitz und gebogen; zwei der Krallen stehen nach vorne, zwei nach hinten. Auch der Schwanz hilft, er dient als Stütze. In zwei bis zehn Metern Höhe betätigt sich der Buntspecht als Zimmermann, wenn er für die künftige Familie eine Bruthöhle in einen Baumstamm mit weichem oder bereits morschem Holz hackt. Während der von April bis Juni dauernden Brutzeit legt das Weibchen vier bis sieben weiße Eier, die etwa elf Tage bebrütet werden. Die Jungvögel werden drei bis vier Wochen gefüttert und sind mit ihrem lauten Gezeter gut zu hören. Die Bruthöhle wird jedes Jahr neu angelegt. Die frei gewordenen Bruthöhlen sind bei Nachmietern wie Blau- und Tannenmeisen, Star, Sperlingskauz, Fledermaus, Siebenschläfer oder Hummeln sehr begehrt. Ein Buntspecht kann zehn und mehr Jahre alt werden. Seine Feinde sind Uhu, Habicht, Sperber und Mensch, der ihm den naturnahen Lebensraum mit dem notwendigen Alt- und Totholz nimmt. Der sprichwörtliche „Schluckspecht“ ist der Specht, der im Frühjahr besonders Ahorn oder Birke so mit dem Schnabel bearbeitet, dass er an den zucker- und somit kalorienreichen Baumsaft gelangen kann. Dieser enthält allerdings keinen Alkohol.
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12.02.2021,17:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.02.2021,17:56 von Lupus † 20.10.2022.)
Winterwunderland
Ist der Winter ein Problem für Pilze, Tiere und Pflanzen?
In dieser Woche ist es besonders kalt geworden. Und auch das sonnige Wetter trägt dazu bei, dass die Temperaturen nachts bis weit unter -10° C fallen, da Wolken die nächtliche Auskühlung zumindest mindern könnten.
So etwas wie den Eisregen am Wochenende 06./07. Februar 2021 hat das Bergischen Land lange nicht erlebt. Da gab es nicht nur eine Schneedecke wie im Januar (Foto 1), sondern ganze Bäume und Sträucher waren innerhalb weniger Stunden von Klareis überzogen, vor allem auf den Höhenlagen (Fotos 4 bis 6). Und dieses Eis ist bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt extrem standhaft.
Da stellt sich die Natur-Schule Grund, Umweltbildungsstation in Remscheid, die Frage, wie die Natur mit dem Winter umgeht. Sterben jetzt ganz viele Lebewesen oder haben sie Anpassungen, die sie gegen die Kälte widerstandsfähig macht? Jörg Liesendahl von der Natur-Schule kennt die Antwort: "Viele Lebewesen haben sich frühzeitig geschützt und andere in der herrschenden Kälte kein Problem. Einige haben die mutmaßlich kalt werdende Landschaften aber auch im Herbst verlassen, darunter die Zugvögel, die Wanderfalter und einige mehr." Die meisten Laubbäume haben ihre Blätter im Herbst abgeworfen oder zumindest soweit abgeschnürt, dass diese nicht mehr mit dem Wasserhaushalt des Baumes in Verbindung stehen. Es entsteht also weder ein von der Wurzel in die Blätter führender Wasserstrom noch der Transport von Photosynthese-Produkten des Baumes in Richtung der Wurzel. Solche Bäume sind vor Frostschäden weitgehend geschützt, da mehr oder weniger „stillgelegt“. Andere Pflanzen und auch die Pilze haben ihr Leben unter die Bodenoberfläche verlagert und verhalten sich ähnlich unauffällig wie die laubabwerfenden Bäume. Nadelbäume oder immergrüne Gehölze wie die Stechpalme sind durch besondere Oberflächenstrukturen der Blätter / Nadeln vor Kälte und Frost geschützt. Pflanzen, deren Blätter noch erhalten sind, liegen (z.B. die meist zweijährigen Rosettenpflanzen) dem Boden eng an. Sie würden unter einer schützenden Schneedecke überdauern können und nach der Schneeschmelze ihre Entwicklung fortsetzen. Dafür haben Moose und auch viele andere Pflanzen die Möglichkeit, auf eigene „Frostschutzmittel“ im Zellsaft zurückzugreifen, die starke Schäden in den Zellen verhindern. Das können bestimmte Zucker sein, die im Inneren der Zellen vor Frost schützen. Auch bei Tieren ist ein körpereigenes Frostschutzmittel (z.B. Glycerin) dafür verantwortlich, dass z.B. Mücken zeitweilig Temperaturen bis -30° C überstehen können. Solche Anpassungen sind vor allem für Tiere erforderlich, die wie der Zitronenfalter in freier Natur als erwachsenes Insekt überdauern wollen. Schneeglöckchen oder auch die Elfenkrokusse, die jetzt schon Blüten angesetzt haben, müssen im Schnee überdauern und werden danach „einfach weiterblühen“ (Fotos 2 und 3).
Einige Tiere (z.B. Fledermäuse, Igel oder Siebenschläfer) haben sich im Spätsommer und Herbst eine dicke Fettschicht angefressen, die es ermöglicht, einen mehrmonatigen Winterschlaf zu überstehen. Wer das nicht kann (Vögel, Mäuse, Spitzmäuse, Rehe u.v.a.), muss ständig aktiv sein und nach Nahrung suchen, was bei Eis und Schnee zeitintensiver und anstrengender ist. Oder macht es wie die Eichhörnchen, die besonders kalte Tage in Ruhe verbringen, aber spätestens dann wieder unterwegs sind, wenn der Magen knurrt. Da kann es dann auch passieren, dass Tiere, Pflanzen oder Pilze die kalte Jahreszeit nicht überleben. Für die Natur ist so eine „Auslese“ sinnvoll, da sie vor allem kranke und schwache Exemplare trifft, während gesunde und kräftige Artgenossen nach dem Winter für den Arterhalt sorgen. Jörg Liesendahl: "Wir Menschen versuchen gerne, vor allem den Tieren über den Winter zu helfen. Das kann mit einer ausgewogenen Fütterung z.B. für die Wintervögel erfolgen, die zumindest hier im Bergischen Land nicht ganzjährig angeboten werden muss, da wir noch einige naturnahe Nahrung in den Wäldern haben. Ganz anders natürlich in ausgeräumten Landschaften oder in dichten Siedlungen, wo es kaum noch natürliche Nahrungsquellen gibt. Allerdings dann nach dem Winter oft auch keine geeigneten Brutplätze!"
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20.02.2021,14:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.02.2021,14:08 von Lupus † 20.10.2022.)
Gartenvögel beobachten Ein Naturerlebnis-Tipp aus der Natur-Schule Grund
Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen während des andauernden Corona-Lockdown hat die Natur-Schule Grund einen tollen Naturerlebnis-Tipp:
Wie wäre es mal damit, die Vögel im Garten zu beobachten?
Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Der Vorteil ist, dass das während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald.Jetzt in der beginnenden Brutzeit gibt es viel zu sehen." Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen. Deshalb wird die Natur-Schule Grund in den kommenden Wochen an jedem Wochentag einen typischen Gartenvogel mit Bestimmungsmerkmalen vorstellen.
Warum also nicht mal gucken und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen.
Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang sicher gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem nicht beleuchteten Raum aufzuhalten, damit die Vögel die sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen.
Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden. Tagsüber wird sich sicherlich das Balzverhalten einiger Arten gut beobachten lassen.
Auf www.natur-schule-grund.de sowie auf Facebook und Instagram stellt die Natur-Schule zudem die "Topographie" der Vögel und charakteristische Schnabeltypen vor, die für die Zuordnung bestimmungsrelevanter Merkmale besonders wichtig sind.
Dabei beschreibt die "Topographie" jene Stellen eines Vogelkörpers, die richtig angesprochen werden sollten, um mit App oder Buch erfolgreich zu bestimmen.
Bestimmungsergebnisse nicht so häufiger Arten, dann aber mit Angabe des Ortes, können gerne auch an die Natur-Schule gemeldet werden.
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Den Frühling mit allen Sinnen erleben Natur-Schule Grund liefert Ideen
Die Natur-Schule Grund fordert in einem aktuellen Naturerlebnis-Tipp dazu auf, den Frühling mit allen Sinnen zu erleben: „Frühling“ könnt Ihr hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken!" sagt Stefanie Barzen, Biologin in der Natur-Schule. Und gibt gleich einige Beispiele. Ohren auf im Wald, einfach einmal innehalten und lauschen. Nach dem eher stillen Winter können wir jetzt, zur Balz- und Brutzeit, die unterschiedlichsten Vogelstimmen hören, wie z.B. die der aufgeregten Meisen auf Inspektionsflug zu Baumhöhlen oder zu den im Wald hängenden Nistkästen. Der Specht hämmert in schneller Folge an einen Baum, er fordert damit die Aufmerksamkeit einer Spechtin und grenzt sein Revier ab. Gerne nimmt er hohle Bäume und totes Holz, wegen des besseren Resonanzkörpers. Häufig vernimmt man in der Ferne eine geklopfte Antwort.
Augen auf und Frühling sehen, eine Wiese mit Schneeglöckchen, frisch geworfenen Maulwurfshügel, die ersten Krokusse, Knospen an Bäumen und Sträuchern kurz vor dem Aufgehen, bereits mit grünen Spitzen. Die Kätzchen der Haselnüsse lassen den Blütenstaub frei. Geht doch einmal hin zu solch einem Kätzchen und schüttelt es vorsichtig (bitte nur für Nicht-Allergiker). Zu sehen ist die gelbe Blütenstaubwolke der männlichen Blüte.
Vielleicht findet Ihr auch die viel schwieriger zu entdeckende weibliche Blüte. Sie ähnelt einer rundlichen Blattknospe, aus deren oberem Ende rosa Pinselchen herauswachsen. Geht doch mal auf die Suche! Märzfliegen (schwarz behaarte Haarmücken) tanzen in auf und ab steigenden Schwärmen. Keine Angst, sie haben es nicht auf uns abgesehen, es sind keine Stechmücken, sondern Blütenbesucher, die sich von Nektar und Pflanzensäften ernähren. Die ersten Zitronenfalter sind auf Blütensuche. Ab Februar/März lösen sie sich aus der Winterstarre, nachdem sie den Winter, geschützt an Bäumen hängend oder verborgen im Laub, überstanden haben. Nach Paarung und Eiablage im April sterben sie meist, noch bevor die Raupen geschlüpft sind. Schön zu beobachten sind auch, gerne auf Krokussen, die ersten, besonders dicken und großen Hummeln. Es sind bereits begattete, junge Königinnen, die Nester anlegen und Eier legen werden. Sind die ersten Arbeiterinnen geschlüpft, sieht man die Königinnen nicht mehr.
Wer eine Hummelkönigin auf einer Blüte sieht: Genau hinschauen, vielleicht entdeckt Ihr außer dem dichten Pelz ja auch ein kleines Krönchen... Frühling lässt sich fühlen, z.B. indem man von Knospe zu Knospe geht und spürt, wie spitz Rotbuchenknospen, wie klebrige Kastanienknospen und wie flauschig Magnolienknospen sind. Sehr zu empfehlen hierfür sind auch die „Kätzchen“ der Salweide mit ihrem „Fell“, aber bitte vorsichtig, sie sind für viele Insekten die erste Nahrung im Frühling. Sie sollten nicht abbrechen und daher auch nicht zu Dekozwecken mit nach Hause genommen werden. Für lange anhaltende Fühlerlebnisse: auch die ersten Brennnesseln wachsen bereits... Frühling kann man besonders gut riechen, wenn die Sonne schon Kraft hat und die Umgebung erwärmt. Aber auch ohne Sonne kann man sich von Blüte zu Blüte schnuppern. Macht das Gänseblümchen seinem Namen alle Ehre? Riecht Löwenzahn nach Löwe oder eher doch nach Blume? Wie riecht eine Hand voll Waldboden oder das Harz, das an einem Baum austritt?
Frühling schmeckt lecker! Probiert doch einmal Gänseblümchenblüten, etwas scharf und gleichzeitig schleimlösend. Junge Löwenzahnblätter, leicht bitter, aber mit viel Vitamin C. Die mild schmeckende Vogelmiere, die würzigen, jungen Blätter des Gundermanns, Giersch, Sauerampfer, Knoblauchsrauke oder die nach frischen Champignons schmeckenden Knospen des Spitzwegerichs, um nur einige zu nennen. Macht / Machen Sie den nächsten Spaziergang zu einem Erlebnis für die Sinne! Vielleicht lässt sich so die ganze Familie vor die Tür locken... Verteilt Aufgaben: wer findet... wer sieht... Einfach nur vor sich hin laufen kann jeder...
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01.03.2021,15:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.03.2021,15:20 von Lupus † 20.10.2022.)
Den Frühling mit allen Sinnen erleben Natur-Schule Grund liefert Ideen
Die Natur-Schule Grund fordert in einem aktuellen Naturerlebnis-Tipp dazu auf, den Frühling mit allen Sinnen zu erleben: „Frühling“ könnt Ihr hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken!" sagt Stefanie Barzen, Biologin in der Natur-Schule. Und gibt gleich einige Beispiele. Ohren auf im Wald, einfach einmal innehalten und lauschen. Nach dem eher stillen Winter können wir jetzt, zur Balz- und Brutzeit, die unterschiedlichsten Vogelstimmen hören, wie z.B. die der aufgeregten Meisen auf Inspektionsflug zu Baumhöhlen oder zu den im Wald hängenden Nistkästen. Der Specht hämmert in schneller Folge an einen Baum, er fordert damit die Aufmerksamkeit einer Spechtin und grenzt sein Revier ab. Gerne nimmt er hohle Bäume und totes Holz, wegen des besseren Resonanzkörpers. Häufig vernimmt man in der Ferne eine geklopfte Antwort.
Augen auf und Frühling sehen, eine Wiese mit Schneeglöckchen, frisch geworfenen Maulwurfshügel, die ersten Krokusse, Knospen an Bäumen und Sträuchern kurz vor dem Aufgehen, bereits mit grünen Spitzen. Die Kätzchen der Haselnüsse lassen den Blütenstaub frei. Geht doch einmal hin zu solch einem Kätzchen und schüttelt es vorsichtig (bitte nur für Nicht-Allergiker). Zu sehen ist die gelbe Blütenstaubwolke der männlichen Blüte.
Vielleicht findet Ihr auch die viel schwieriger zu entdeckende weibliche Blüte. Sie ähnelt einer rundlichen Blattknospe, aus deren oberem Ende rosa Pinselchen herauswachsen. Geht doch mal auf die Suche! Märzfliegen (schwarz behaarte Haarmücken) tanzen in auf und ab steigenden Schwärmen. Keine Angst, sie haben es nicht auf uns abgesehen, es sind keine Stechmücken, sondern Blütenbesucher, die sich von Nektar und Pflanzensäften ernähren. Die ersten Zitronenfalter sind auf Blütensuche. Ab Februar/März lösen sie sich aus der Winterstarre, nachdem sie den Winter, geschützt an Bäumen hängend oder verborgen im Laub, überstanden haben. Nach Paarung und Eiablage im April sterben sie meist, noch bevor die Raupen geschlüpft sind. Schön zu beobachten sind auch, gerne auf Krokussen, die ersten, besonders dicken und großen Hummeln. Es sind bereits begattete, junge Königinnen, die Nester anlegen und Eier legen werden. Sind die ersten Arbeiterinnen geschlüpft, sieht man die Königinnen nicht mehr.
Wer eine Hummelkönigin auf einer Blüte sieht: Genau hinschauen, vielleicht entdeckt Ihr außer dem dichten Pelz ja auch ein kleines Krönchen... Frühling lässt sich fühlen, z.B. indem man von Knospe zu Knospe geht und spürt, wie spitz Rotbuchenknospen, wie klebrige Kastanienknospen und wie flauschig Magnolienknospen sind. Sehr zu empfehlen hierfür sind auch die „Kätzchen“ der Salweide mit ihrem „Fell“, aber bitte vorsichtig, sie sind für viele Insekten die erste Nahrung im Frühling. Sie sollten nicht abbrechen und daher auch nicht zu Dekozwecken mit nach Hause genommen werden. Für lange anhaltende Fühlerlebnisse: auch die ersten Brennnesseln wachsen bereits... Frühling kann man besonders gut riechen, wenn die Sonne schon Kraft hat und die Umgebung erwärmt. Aber auch ohne Sonne kann man sich von Blüte zu Blüte schnuppern. Macht das Gänseblümchen seinem Namen alle Ehre? Riecht Löwenzahn nach Löwe oder eher doch nach Blume? Wie riecht eine Hand voll Waldboden oder das Harz, das an einem Baum austritt?
Frühling schmeckt lecker! Probiert doch einmal Gänseblümchenblüten, etwas scharf und gleichzeitig schleimlösend. Junge Löwenzahnblätter, leicht bitter, aber mit viel Vitamin C. Die mild schmeckende Vogelmiere, die würzigen, jungen Blätter des Gundermanns, Giersch, Sauerampfer, Knoblauchsrauke oder die nach frischen Champignons schmeckenden Knospen des Spitzwegerichs, um nur einige zu nennen. Macht / Machen Sie den nächsten Spaziergang zu einem Erlebnis für die Sinne! Vielleicht lässt sich so die ganze Familie vor die Tür locken... Verteilt Aufgaben: wer findet... wer sieht... Einfach nur vor sich hin laufen kann jeder...
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04.03.2021,17:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.03.2021,18:02 von Lupus † 20.10.2022.)
Natur-Schule Grund sucht nach Frühlings-Pilzen
Pilzkundler erforschen Verbreitung der Kelchbecherlinge
Jetzt im März erscheinen die Fruchtkörper einer Pilzgattung, die im Bergischen Land offenbar sehr selten ist: Kelchbecherlinge.
Die Natur-Schule Grund, die eng mit dem Mykologischen Arbeitskreis Bergisches Land (MAB) zusammenarbeitet, sucht jetzt öffentlich nach Fundorten dieser Pilze, um pilzökologische Fragen zu klären.
Jörg Liesendahl, Biologe an der Natur-Schule, erläutert die Charakteristika der gesuchten Arten: "Die Arten der Gattung Sarcoscypha gehören zu den Schlauchpilzen und produzieren ihre Sporen anders als die meisten der als Speisepilze begehrten Ständerpilze. Den drei möglichen Arten gemeinsam ist, dass ihre Fruchtkörper einen gestielten Becher bilden, der innen orangerot ausgekleidet ist. Hier findet sich auch die Fruchtschicht, in der sich die Schläuche mit den Sporen befinden."
Abbildungen von Kelchbecherlingen sind auf der Facebook-Seite der Natur-Schule Grund (@umweltbildungsstation.remscheid) und ab Freitag, 05.03., auf der Homepage unter www.natur-schule-grund.de zu finden.
Die PilzkundlerInnen des Mykologischen Arbeitskreises Bergisches Land (MAB) konnten mindestens die häufigste Art, den Österreichischen Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca), in den letzten Tagen an zwei bisher unbekannten Standorten (je einmal in Wuppertal und Wermelskirchen) nachweisen; ein weiterer Standort in Wermelskirchen und einer nahe Wuppertal-Beyenburg müssen noch untersucht werden. Dazu ist es notwendig, reife Fruchtkörper zu mikroskopieren.
Alle Arten der Kelchbecherlinge leben an totem Laubholz, das gerne auf kalkhaltigem Boden liegen darf. Vielleicht erklärt das auch die Seltenheit der Arten im kalkarmen Bergischen Land. Gerne wachsen sie auf Totholz, das schon weiter fortgeschritten morsch ist und von Moos überwuchert wurde. Eine Art wächst nur an Lindenholz, die anderen an verschiedenen Holzarten, v.a. an Weide.
Erste Fruchtkörper bilden sich bei milden Temperaturen bereits im Herbst, reif werden sie allerdings erst im Endwinter oder im zeitigen Frühjahr. Reife Fruchtkörper können bis zu 5 cm Durchmesser erreichen und strahlen dann mit zahlreichen kleineren Exemplaren rotorange vom Boden aus. Dennoch werden sie gerne übersehen, da es außer den MAB-Mykologen kaum jemanden gibt, der Kelchbecherlinge im Bergischen Land sucht.
Die Natur-Schule Grund, in deren Räumen der MAB seit 2016 Zusammenkünfte abhält, veröffentlicht deshalb jetzt eine Suchanfrage an Menschen, die mit offenen Augen durch das Bergische Land streifen und dabei ggf. auch Kelchbecherlinge finden könnten.
Wo haben Sie / habt Ihr Kelchbecherlinge gefunden und wie sah es da vor Ort aus (bitte zunächst nur die Stadt angeben und gerne ein zwei Fotos in den Kommentaren posten)? Bitte keine Fruchtkörper ausgraben oder vom Holz reißen. Fundorte mit möglichst genauen Angaben können auch per Mail an die Natur-Schule gemeldet werden: info@natur-schule-grund.de.
Jörg Liesendahl zeigt sich hoffnungsvoll: "Die Jagd ist eröffnet (Mushroom-Hunting)"
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Internationaler Klimastreik am kommenden Freitag Natur-Schule Grund beteiligt sich
Die Natur-Schule Grund wird sich am kommenden Freitag (19.03.2021) am internationalen Klima-Streik der Fridays for Future-Bewegung und zahlreicher Naturschutzverbände beteiligen. Verbunden mit der Bitte an zukunftsbewusste Menschen in allen drei Bergischen Großstädten und darüber hinaus, an diesem Tag ebenfalls deutlich sichtbare Zeichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu setzen.
Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Es geht darum, das 1,5°-Ziel endlich tatkräftig zu verfolgen. Derzeit aber sieht es eher so aus, als würden viele PolitikerInnen in trügerischer Hoffnung auf eine nicht vorhandene technische Rettung eine Erderhitzung von deutlich mehr als 2° billigend in Kauf nehmen."
Die Natur-Schule wird an diesem Tag geschlossen sein, weil die MitarbeiterInnen sich an diesem Streik beteiligen wollen. Und sich dann voraussichtlich an Orten aufhalten, die eine Demonstration live vor Ort ermöglichen.
Da das aber nicht überall möglich sein wird, gibt es auf der Facebook-Seite der Natur-Schule unter @umweltbildungsstation.remscheid eine kleine Übersicht über die Aktivitäten im Bergischen Städtedreieck, die ggf. auch aus dem Homeoffice verfolgt werden können.
Das Bündnis Remscheid, an dem die Natur-Schule Grund beteiligt ist, wird eine Aktion in Remscheid durchführen.
"Wir möchten auf dem Rathausplatz Farbe bekennen. Diesmal leider nicht mit Menschen, dafür aber mit Plakaten. Die markanten und individuell gestalteten Plakate haben sich weltweit zu einer Art Markenzeichen für die Freitagsdemonstrationen entwickelt und waren auch auf den Remscheider Demos oft im Fokus. Mit anderen Worten: es soll bunt und auffällig werden auf unserem Rathausplatz.", so Daniel Pilz, Initiator und Organisator des Bündnis Remscheid.
Dazu sollen bitte alle RemscheiderInnen Plakate malen und für die Aktion zur Verfügung stellen. Diese Plakate können bis Mittwoch dieser Woche, 12:00 Uhr, z.B. in der Natur-Schule Grund abgelegt werden. Weitere Ablageorte sind angefragt und werden, sobald bekannt, hier mitgeteilt werden.
Jörg Liesendahl: "Bitte beteiligt Euch / machen Sie mit bei der Aktion in Remscheid auf dem Rathausplatz."
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So wird der Garten insektenfreundlicher Pflanzen, Insekten und Vögel gehören zusammen
Viele Menschen beklagen, dass immer weniger Insekten zu sehen seien. Dabei ist es relativ leicht möglich, Insekten zu fördern!
Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund in Remscheid: "JedeR, die / der im Besitz eines Balkons oder Gartens ist, kann dazu beitragen, gute Lebensbedingungen für Schmetterlinge, Käfer und viele andere zu schaffen."
Wir brauchen dazu:
Einheimische Pflanzen im Garten und auf dem Balkon. Auf diese sind unsere Insekten spezialisiert. Absolut unerlässlich ist es für viele Insekten, geeignete Futterpflanzen für ihren Nachwuchs zu finden.
Und wenn es denn schon Zierpflanzen sein müssen, dann sollten diese eher dem natürlichen Zustand entsprechen und nicht dem Lob der gärtnerischen Zuchtleistung dienen. Gefüllte Blüten z.B. gehen gar nicht!
Geben wir der Natur mindestens eine "wilde Ecke" unseres Gartens ab und lassen dort der Natur freien Lauf. Und verschieben wir die "Aufräumarbeiten" im Ziergarten auf Ende März / Anfang April. Lassen wir die Reste der Stauden bis zum Winterende stehen!
Viele Schmetterlinge überwintern als Puppe, fest eingesponnen an Pflanzenstengeln. Aber auch in den Stängeln überwintern oft kleine Insekten oder deren Larven. Werden diese nun abgemäht oder gar gemulcht, sterben oft auch die Tiere darin.
Totholzstapel sowie dichte, möglichst artenreiche Hecken, die sich frei entfalten können und nicht mehrfach im Jahr geschnitten werden.
Rücksichtnahme: Wenn Raupen und Blattwespenlarven an Stauden, Bäumen oder Sträuchern ein Blatt nach dem anderen fressen, dann können wir das aushalten, wenn wir wollen!
Die Pflanzen aber sind darauf eingestellt und treiben oft danach wieder aus.
Absoluten Verzicht auf Gifte und künstliche Düngemittel. Zu gut gedüngte Pflanzen sind oft für Insekten und ihre Larven nicht essbar. Und Gift töten i.d.R. auch viele Arten ab, die gar nichts gemacht haben oder sogar nützlich sein könnten.
Dieses sind nur ein paar Tipps zur Förderung von Insekten. Noch viel mehr solcher Tipps gibt es bei der Natur-Schule Grund, die für Fragen per Mail, über Facebook oder Instagram angesprochen werden kann. Und regelmäßig Naturerlebnis-Tipps veröffentlicht, die dieses Thema behandeln.
Übrigens: Erdkröten und Molche, Eidechsen an der Trockenmauer, viele Arten von Vögeln und natürlich Fledermäuse zeigen uns, dass unsere Maßnahmen Erfolg hatten.
Jörg Liesendahl: "Lasst uns gerne auch teilhaben an den guten Ergebnissen Eurer ganz eigenen Insektenförderung."
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Ostern, Corona und kein Ferienprogramm Natur-Schule Grund sagt Osterferienprogramm ab
Schweren Herzens sagt die Natur-Schule Grund auch die zweite Woche ihres Osterferienprogramms ab. Leider, so der Leiter der Remscheider Umweltbildungsstation, Jörg Liesendahl, wurden nicht genug Kinder für das viertägige Programm angemeldet, so dass die erforderliche MindestteilnehmerInnenzahl nicht erreicht werden konnte. Liesendahl sieht in der geringen Zahl von Anmeldungen einen Hinweis auf die Unsicherheit, die in Zeiten des Corona-Lockdown bei vielen Eltern herrschen dürfte. Auch das Team der Natur-Schule habe lange überlegt, ob ein Programmangebot überhaupt verantwortbar wäre. Aufgrund der Tatsache, dass das Programm komplett draußen und natürlich unter Wahrung von Hygiene, Abstand und mit Maskenpflicht ein überzeugendes Hygienekonzept hatte, sei das Team aber zu der Meinung gelangt, dass ein solches Naturerlebnisangebot "sicher" umsetzbar sei. Gleichwohl hat Jörg Liesendahl größtes Verständnis für Eltern, die bei der derzeit hohen Inzidenz in Remscheid und anderen Unsicherheiten ihr Kind nicht angemeldet haben. Das Team der Natur-Schule Grund hofft inständig, dass nach dem aktuellen Lockdown die Zahlen wieder sinken und im Sommerferienprogramm auch wieder Kinder an Kursen in der Natur-Schule werden teilnehmen können.
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Das Bergische Land zählt - Gartenvögel Ein Naturerlebnis-Tipp aus der Natur-Schule Grund
Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen während des anhaltenden Corona-Lockdowns hat die Natur-Schule Grund einen tollen Naturerlebnis-Tipp: Wie wäre es mal damit, Vögel zu beobachten? Da bietet sich u.a. die kommende Woche an, denn dann ist vom Himmelfahrts-Tag bis zum folgenden Sonntag wieder die "Stunde der Gartenvögel" angesagt.
Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Der Vorteil ist, dass Vogelbeobachtung während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald.Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen." Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.
Warum also nicht "mal gucken" und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen. Anleitungen für die Zählung zur "Stunde der Gartenvögel" gibt es beim Naturschutzbund im Internet unter https://www.nabu.de/news/2021/04/29795.html; die Methode kann natürlich auch außerhalb der viertägigen Aktion genutzt werden.
Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen; das Raumlicht sollte dabei aus sein. Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.
Wer mag, kann bereits am kommenden Wochenende für die Aktion zwischen dem 13. und 16. Mai "trainieren". Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise.
Apropos Meise: Da im vergangenen Jahr auch in den Bergischen Großstädten und den umliegenden Städten Meisen an einem bakteriellen Erreger erkrankten und verstarben, wird es besonders interessant sein, vor allem die letztendliche Zahl beobachteter Blaumeisen im Städtedreieck zu erfahren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass eine große Zahl von Beobachtungen aus Remscheid, Solingen, Wuppertal und den umliegenden Städten zusammen kommt, um aussagefähige Zahlen zu ermitteln. Diese Zahlen für alle Vogelarten sollten an den NABU gemeldet werden. Wie es geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten.
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29.06.2021,18:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2021,18:42 von Lupus † 20.10.2022.)
Ferienprogramm "Natur" in den Startlöchern Erste Anmeldungen noch in dieser Woche nötig
Pünktlich zum Beginn der Sommerferien wird auch das Team der Natur-Schule Grund in das Ferienprogramm "Natur" starten. Schon am Samstag dieser Woche (03.07.) findet um 21:00 Uhr eine ca. dreistündige Nachtwanderung für Familien und interessierte Einzelpersonen statt, die Geheimnisse der Nacht lüften wird. Unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl wird Ausschau v.a. nach den Tieren gehalten, die ihre Aktivität in die Nacht verlegt haben, wie z.B. Fledermäuse, Kröten, Schnecken, Laufkäfer u.v.a. Die Kosten betragen 6,50 Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder; Familien mit mehr als einem eigenen Kind erhalten einen Rabatt.
Ab Montag, 05.07.2021, veranstalten der Leiter der Natur-Schule, Biologe Jörg Liesendahl, und sein Kollege Tobias Marsch dann ein vielfältiges Ferienprogramm für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Immer vormittags von 10:00 bis 13:00 Uhr gibt es spannende Naturerlebnisse und manchmal sogar leckere Dinge aus Naturprodukten. Montag geht es in den Wald, am Dienstag wird die Natur-Schule Grund mit all ihren Möglichkeiten erforscht, am Mittwoch finden "Experimente mit Wasser" und die Herstellung eines Kräutersalzes statt; am Donnerstag werden die Tiere im Garten der Natur-Schule untersucht und am Freitag geht es zu den vielfältigen Lebewesen auf der Wiese. Kosten jeweils zwischen 10,- und max. 12,- Euro.
Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen sind zu finden auf www.natur-schule-grund.de unter dem Menüpunkt "Programm".
Treffpunkt bzw. Ort der Veranstaltung ist jeweils die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund.
Anmeldungen sind für alle Veranstaltungen erforderlich, für die ersten Veranstaltungen sogar schon bis Freitag dieser Woche (02.07.), 12:00 Uhr. Noch sind in allen Programmen Plätze frei.
Anmeldungen nimmt die Natur-Schule wegen der Corona-Einschränkungen und der Rückverfolgbarkeit NUR per Mail unter info@natur-schule-grund.de entgegen. Vor der Anmeldung sollten die grundsätzlichen Corona-Regeln auf der Startseite der Homepage "www.natur-schule-grund.de" gelesen werden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung unbedingt pro Person außer dem Namen auch die Anschrift und eine Telefon-Nr. an.
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06.07.2021,09:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.07.2021,09:34 von Lupus † 20.10.2022.)
Ferienprogramm "Natur" - die zweite Woche Natur erleben mit der Natur-Schule Grund
Die Natur-Schule Grund ist erfolgreich in die Sommerferien gestartet.
Die spannenden Erlebnisse in der Natur, die Kinder im Grundschulalter hier haben, gehen nun schon bald in die zweite Ferienwoche. Die Kinder-Ferienkurse finden von Montag bis Freitag immer von 10:00 - 13:00 Uhr in der Natur-Schule und deren Außengelände statt.
Näheres zu den einzelnen Kursen, z.B. auch Informationen zu den Kosten, ist zu finden auf www.natur-schule-grund.de.
So können die Kinder am Montag und Dienstag, 12. und 13.07., interessante Dinge aus dem Leben der Pflanzen entdecken. Wieso "brennt" eine Brennnessel, wie windet sich eine Winde und viele andere Fragen können sich die Kinder u.a. unter der Stereolupe selbst beantworten, natürlich angeleitet von erfahrenen Naturpädagogen.
Am Mittwoch, 14.07., geht es dann um die "kleinen Krabbeltiere", die im Gelände der Natur-Schule zu finden sind.
Donnerstag, 15.07., werden die Kinder eigene vegane Flammkuchen kreieren, den Teig herstellen und das gebackene Ergebnis genussvoll aufessen.
Am 16.07. (Freitag) heißt es "Grunder Tierleben". Hier geht es dann u.a. um die Hühner und die Bienen, aber auch sonstige Kleintiere, die zu finden sind.
Am Samstag, dem 17.07., endet die zweite Ferienwoche mit einer Nachtwanderung für Familien, die um 21:00 Uhr beginnt und zwischen 2,5 und 3 Stunden dauern wird.
Es gelten wegen der Corona-Pandemie geringe Einschränkungen (s. Homepage). Anmeldungen müssen per Mail erfolgen (info@natur-schule-grund.de) und sollten je angemeldetem Kind / Familie folgende Daten umfassen: Name, Anschrift und eine Telefon-Nr., um im Falle eines Corona-Ausbruches die Rückverfolgung der Teilnehmenden durch das Gesundheitsamt zu ermöglichen.
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Kräuterkunde in Corona-Zeiten Natur-Schule Grund bietet Kräuterspaziergänge
Es ist Sommer und die Kräuter sprießen. Einige blühen, andere sind in der Mitte des Jahres zur Ernte bereit. Die Natur-Schule Grund bietet deshalb in den nächsten Wochen drei Kräuterspaziergänge an, bei der die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, Kräuter kennen zu lernen und Vieles über ihre Nutzbarkeit zu erfahren. Kräuterfachfrau Sandra Krawetzke wird zunächst ein Kräuterquiz durchführen und dann ca. 1,5 Stunden durch das Gartengelände der Natur-Schule Grund führen und Kräuter probieren lassen. Dazu gibt es Geschichten und natürlich die Möglichkeit, viele Fragen zu stellen. Sandra Krawetzke wird den Kräuterspaziergang im Juli und August zunächst dreimal anbieten, nämlich am Samstag, 17.07.2021, um 10:30 Uhr
am Sonntag, 25.07.2021, um 10:30 Uhr
sowie am Montag, 02.08.2021, um 15:00 Uhr, Ort der Veranstaltung ist die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund.
Wegen der Einschränkungen in Corona-Zeiten muss die Teilnehmenden-Zahl begrenzt werden. Der TeilnehmerInnen-Beitrag beträgt 15,00 Euro pro Person.
Die Verwendung einer Mund-Nase-Bedeckung (bitte mitbringen) und i.d.R. ein Mindestabstand von 1,5 m sind sinnvoll. Ggf. muss ein Nachweis als GeneseneR, vollständig GeimpfteR oder ein Corona-Negativtest vorgelegt werden.
Eine verbindliche Anmeldung per Mail (info@natur-schule-grund.de) unter Angabe der Anschrift und einer Telefon-Nr. ist zwingend erforderlich. Damit ist auch die Einwilligung zum Datenschutz verbunden, denn die Daten der Veranstaltung müssen zum Zweck der Rückverfolgbarkeit ggf. für das Gesundheitsamt verfügbar gemacht werden. Im Einklang mit dem Hygienekonzept der Natur-Schule findet die Veranstaltung (fast) vollständig im Freien statt, dem Wetter angepasste Kleidung und wetterfestes Schuhwerk wird empfohlen.
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Auf geht's in die 3. Woche Ferienprogramm der Natur-Schule Grund mit tollen Angeboten
Nach einer gut besuchten 2. Ferienwoche freut sich das Team der Natur-Schule Grund nun schon auf die dritte Woche mit tollen Kindern. Frisch aus dem Urlaub zurück wird Biologin Stefanie Barzen das Team verstärken, aber auch Tobias Marsch und der Leiter der Natur-Schule, Jörg Liesendahl, sind wieder am Start. "Fleißig wie eine Biene" heißt das Angebot an Kinder von 6 - 12 Jahren, das Stefanie Barzen am Montag, 19.07.2021, zum Start in die neue Woche veranstalten wird. Alles rund um Bienen, Blüten und natürlich den Honig zeigt sie und die Kinder werden viel erleben können. Am Dienstag geht es dann um das leibliche Wohl. Die Kinder stellen Teig für eine Pizza her und gestalten ihre Pizzen selber, die dann im Holzofen gebacken werden. Jörg Liesendahl wird am Mittwoch, 21.07., mit den Kindern eine Waldolympiade durchführen. Viele schlaue und einige "dumme" Fragen sowie interessante Aufgaben rund um Tiere, Pilze und Pflanzen werden den Wald erlebbar machen. Für Donnerstag und Freitag, 22. und 23.07., hat sich Tobias Marsch einen Doppeltermin unter dem Motto "Natur ist lecker" einfallen lassen. Ein veganes Müsli, Jogurt, Früchte und vieles mehr zum Thema "Essen und Naschen in der Natur" sind die Inhalte. Die Anmeldung nur für einen dieser beiden Tage ist leider nicht möglich.
Alle Veranstaltungen finden in der Natur-Schule Grund und ihrem Außengelände statt und dauern immer von 10:00 - 13:00 Uhr. Die Kosten bewegen sich pro Kind und Tag zwischen 10,00 € und 12,00 €. Nähere Angaben zu allen Kursen gibt es auf www.natur-schule-grund.de/programm. Die Kinder müssen wetterfest angezogen sein und gutes Schuhwerk tragen. Auf kurze Hosen, Röcke oder Kleider muss verzichtet werden, um maximale Beweglichkeit zu gewährleisten.
Wenn Sie Ihr Kind anmelden wollen, dann braucht die Natur-Schule Informationen zum Namen des / der Kinder sowie jeweils die Anschrift und eine Telefon-Nr. für eine evtl. erforderliche Corona-Rückverfolgung per Mail unter info@natur-schule-grund.de. Wegen der großen Nachfrage sollten auch Rückfragen zu den Ferienkursen möglichst per Mail erfolgen. Bitte beachten Sie, dass es auch in diesen Sommerferien gewisse Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gibt, so dass die Kinder mindestens eine Alltagsmaske mitführen und möglichst zweimal in der Woche getestet werden sollten.
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Abwechslungsreiche Zugänge zu Natur und Umwelt im Ferienprogramm der Natur-Schule Grund
Die abwechslungsreichen Programme, mit denen Kinder zwischen 6 und 12/13 Jahren in den Ferien Natur und Umwelt erleben können, gehen schon bald in die zweite Halbzeit der Ferien. Das Team der Natur-Schule wird in der nächsten Woche folgende Themen im Angebot haben: Am Montag, 26.07., befassen sich die Kinder unter Anleitung der Biologin Stefanie Barzen mit Kräutern und deren Anwendung. Dabei wird u.a. ein eigener Tee gemischt und probiert. Der Dienstag, 27.07. steht dem Backen kleiner Brötchen zur Verfügung. Woher kommt überhaupt Mehl, wie wird es gemahlen, was können wir daraus machen? Am Mittwoch, 28.07., geht es mit dem Biologen Jörg Liesendahl in den Wald, der sich nach den Regenfällen der letzten Wochen schon wieder anders präsentiert als noch zu Beginn der Ferien. Tobias Marsch bastelt am Donnerstag (29.07.) mit Naturmaterialien. Für alle Altersstufen ist was dabei, bin hin zur LandArt. Und am Freitag, 30.07. beschließen Experimente mit Hefe, mit Efeu und anderen Naturmaterialien die 4. Ferienwoche.
Jeder Kurs findet von 10:00 - 13:00 Uhr in der Natur-Schule am Grunder Schulweg 13 in Remscheid-Grund oder deren unmittelbarer Nähe statt. Die Kosten belaufen sich üblicherweise auf 10,- Euro je Kind und Tag; an Tagen mit größerem Materialbedarf (z.B. Backen) wird zusätzlich ein Materialkosten-Anteil in Höhe von 2,- Euro erhoben.
Näheres zu den Kursen findet sich auf www.natur-schule-grund.de/Programm/. Die Kinder müssen per Mail angemeldet werden. Je Kind sind anzugeben: Name, Anschrift und Telefon-Nr (für evtl. erforderlich werdende Rückverfolgung von Corona-Fällen).
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