Zum Inhalt

Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Alte und besondere Bäume
#81
Eine Ergänzung zu Beitrag 61 dieses Threads  - siehe https://www.youtube.com/watch?v=i_Dq_BvK...e=youtu.be


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                   
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#82
Um die seltene Efeu-Seidenbiene https://de.wikipedia.org/wiki/Efeu-Seidenbiene zu schützen und zu fördern, wäre
auch der Erhalt und Schutz ganz besonderer Bäume, der Efeu-Bäume (siehe Beiträge 77 und 79 in diesem Thread),
wünschenswert.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#83
Auf der Landzunge zwischen der neu verlegten Ülfe und dem Ülfe-Altarm in Radevormwald-Dahlhausen, direkt am Ülfe-Ufer , 
steht ein Blauglockenbaum Paulownia tomentosa    https://de.wikipedia.org/wiki/Blauglockenbaum
Dieser Baum hat folgende Geschichte. Vor etwa 60 Jahren pflanzten Schüler (u.a. auch ich) der Volksschule Dahlhausen
unter Anleitung des Försters Putzke, zwischen dem damaligen Kirmesplatz und einer Fichtenschonung an der "Heubude"
(Heuschober mit Heu für die Wildfütterung), junge Bäume, die durch die weltweiten Kontakte der Familie Hardt, Inhaber
der Firma HPC, ins Bergische Land  gefunden haben. Neben Kastanien, diversen Eichen auch einen Blauglockenbaum.
Vor der Neugestaltung des Ülfe-Bereiches wurden die dortigen Bäume gefällt. Vor einigen Jahren bemerkte ich
auf der Landzunge zwischen den Ülfen den Blauglockenbaum-Sämling. In Bezug auf den geschichtlichen Hintergrund und
auch auf den Klimawandel ("Neue Bäume braucht u.U. das Land") sollte dieser Baum bei etwaigen Forst- u. Pflegearbeiten
erhalten bleiben und Bestandsschutz genießen. Den Wupperverband, den OBK, den Forst und die Stadt Radevormwald
habe ich bereits vor einigen Jahren diesbezüglich informiert.
Standortkoordinaten:
51°12'49.1"N 7°18'40.3"E
51.213642, 7.311191


 


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#84
Herbstlaub


Die wunderschöne herbstliche Färbung unserer heimischen Laubwälder bedeutet für den Baum eine Zeit höchster chemischer Aktivität. Gesteuert von Tageslänge, Temperatur und pflanzlichen Hormonen bereitet sich der Laubbaum auf den Winter vor. Der grüne Blattfarbstoff wird abgebaut und übrig bleiben, jetzt für uns sichtbar, rote und gelbe Farbstoffe.
Das Blattgrün oder Chlorophyll befindet sich in den Chloroplasten genannten Strukturen der Zellen aller grünen Pflanzenteile und ist die „Nahrungsbeschaffungszentrale“ der Pflanze. Hier werden aus der Lichtenergie der Sonne, Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate zum Aufbau von Blättern, Holz, Wurzeln und anderen Baumbestandteilen hergestellt und als „Abfallprodukt“ Sauerstoff an die Außenluft abgegeben.
Chlorophyll ist ein komplexes Molekül, das unter anderem aus Phosphor, Eisen, Kalium und Stickstoff besteht. Diese Bestandteile, besonders der Stickstoff, sind für den Baum zu wertvoll, um sie beim Laubfall zu opfern. Das Chlorophyll wird abgebaut und seine Bestandteile für eine spätere Verwendung in Rinde, Wurzeln oder Holz gelagert.
Carotinoide (gelb/orange), Xanthophylle (gelb) und Anthocyane (rot/violett/bläulich), die als Nebenprodukt beim herbstlichen Umbau im Blatt neu entstehen, sind weniger wichtig und dürfen zu Boden fallen.
Bevor das Blatt zu Boden fallen kann, bildet der Baum an der Ansatzstelle zwischen Zweig und Blattstiel ein Trenngewebe aus Kork, eine Sollbruchstelle, die auch die kleine Verletzung, die beim Blattfall entstehen würde, verhindert. Buchen, Eichen und Hainbuchen bilden „Thyllen“, Zellwucherungen, die in die Nährstoffbahnen hinein wuchern und diese verstopfen. Blieben diese offen, hätte eine große Buche durch den Blattabwurf über 500.000 kleine Wunden, in die Bakterien, Pilzsporen oder Krankheitserreger eindringen könnten.
Der Abwurf der Blätter ist für den Laubbaum in vieler Hinsicht sinnvoll.
Er entledigt sich der Blätter, die durch ihren Wassergehalt bei Frost geschädigt würden, entzieht ihnen vorher wertvolle Bestandteile und betreibt durch Knospenbildung im Spätsommer/Frühherbst bereits Vorsorge für den Frühling. Er verhindert die sogenannte „Frosttrocknis“, die einträte, wenn der Boden gefroren ist, über die Spaltöffnungen der Blätter immer noch Wasser verdunstet, aus dem Boden aber kein Wasser nachgeliefert wird. Der Baum würde vertrocknen.
Er entledigt sich der alten Blätter, in denen Stoffwechsel-Endprodukte und Umweltgifte abgelagert sind, und entfaltet im Frühjahr frische, neue Blätter ohne Verletzungen und Fraßspuren. Außerdem hält ein Baum ohne Laub Schneelasten besser stand.
Der herbstliche Laubabwurf ist also einem aktiven Vorgehen des Baumes geschuldet, der Wind reißt die Blätter nicht von den Bäumen, er hat durch die Sollbruchstellen leichtes Spiel. Auch das Eigengewicht der Blätter lässt sie fallen.
Einen besonders schönen Farbverlauf zeigen Roteiche, Ahorn oder Weinblätter. Werden die Nährstoffbahnen, z.B. durch eine Miniermade, durchbrochen, entstehen kleine Farbkunstwerke: das Chlorophyll kann an diesen Stellen nicht abtransportiert werden, sie bleiben grün.
Auch der komplette Ahornbaum zeigt den herbstlichen Farbverlauf, die Farbe der Blätter wechselt vom Gipfel zum Boden hin gesehen über braun, rötlich und gelb nach grün, in den unteren Blattregionen ist der Chlorophyllabbau noch im Gange.
Immergrüne Pflanzen wie Ilex, Tannen oder Kiefern, schützen sich durch dicke Zellwände und Wachsschichten sowie kleine Oberflächen (Nadelblatt). Auch Nadelbäume wechseln ihr Kleid, werden aber nicht komplett nackt (Ausnahme wäre z.B. die Lärche), sondern verlieren immer mal wieder eine Nadel. Kiefernadeln können fünf Jahre, Tannennadeln sogar bis elf Jahre alt werden.
Und für die herbstliche Stimmung empfehle ich Rainer Maria Rilke (1875/1926), „Herbsttag“ von 1902. Aus der dritten Strophe: „…Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben. …“
Achten Sie beim nächsten Waldspaziergang doch einmal auf die Vielfalt der bunten Blattkunstwerke.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
               
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#85
Steineiche Quercus ilex

Vor einigen Tagen erhielt ich aus Frankreich von einer lieben Bekannten ein Paket mit Saateicheln der immergrünen 
Steineiche Quercus ilex https://de.wikipedia.org/wiki/Steineiche   Bedingt durch Klimawandel und das Wald- bzw. Sterben
bestimmter Baumarten, könnte die Steineiche eine Art der "Zukunftsbäume" sein.
Ein weiterer Bekannter aus Schwabach teilte mir mit,  daß man dort in der Stadt die erste Steineiche pflanzt:
Die Steineiche kann man bei uns in ausgesuchten Baumschulen schon kaufen. Die erste in Schwabach (siehe Bild), wird demnächst in der Innenstadt gepflanzt.
Der Klimawandel macht es möglich…
Interessant (auch für die Forst- und Holzwirtschaft) dürften später einmal Mischformen der Stein- x Stieleiche sein.
Aus Frankreich erhielt ich außer den Saateicheln noch mehrere Gläschen erlesener Honige. Es war fast wie Weihnachten.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                       
       
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#86
Linden sind im Oberbergischen vor allem als Straßen-, Hof- und Parkbäume sowie als Dorflinden bekannt. In Bierenbachtal, einem Ortsteil von Nümbrecht, steht eine alte Winterlinde deren Gestalt nicht dem natürlichen Wuchs entspricht. Durch Rückschnitt und Führung der Äste ist einige Meter über dem Boden eine sogenannte Hohlkrone entstanden.
Der etwa 350 Jahre alte Baum ist 25 Meter hoch und hat einen Kronendurchmesser von 13 Metern. Ab einer Höhe von 2,50 Meter setzen etliche, senkrecht in die Höhe gewachsene Stämmlinge an, die aus statischen Gründen vor Jahren eingekürzt wurden. In zwei Ebenen wurden Stahlseilverankerungen zur Stützung dieser Stämmlinge angebracht. In früheren Zeiten war eine Podestebene eingezogen, die als Terrasse diente. Dabei wurden die Äste der Bäume mithilfe von Reifen und Speichen zu einer „Etage“ flach gelegt. lm Oberbergischen begnügte man sich gewöhnlich mit nur einem Obergeschoss, zu dem eine Holzstiege hinaufführte. Es wurde durch Stützen und Bretterböden verstärkt. In luftiger Höhe wurde dann auf einem Podest ein Sitzplatz eingerichtet. So entstand im Bergischen Land, das für seine Kaffeetafel und die Dröppelminna - eine bauchige zinnerne Kaffeekanne mit drei Füßen - bekannt ist, die Kaffeetrinkerlinde.

Unmittelbar neben der Kaffeetrinkerlinde verläuft als schmale Straße der Lindenweg. Da die Linde in der Vegetationsperiode weiter in die Breite wächst und die Wurzeln die Straße bereits hochgedrückt haben, kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Fahrzeugkollisionen bei denen der Baum beschädigt wurde. Zum Schutz der Linde wurde daher ein Verkehrskonzept erarbeitet, der großen Lastwagen seitdem die Durchfahrt verbietet.

(Biologische Station Rhein-Berg, erstellt im Rahmen des Projektes „KuLaCaching - Digitale Schatzsuche im Bergischen“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege, 2016)


www.starke-bäume.de: Alte Linde in Bierenbachtal (abgerufen 21.10.2016)
www.baumkunde.de: Tilia cordata (abgerufen 24.10.2016)


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
               
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#87
Weihnachten  -  ohne ökologischen Schaden anzurichten
Natur-Schule Grund weist auf Öko-Weihnachtsbäume hin

Die Adventszeit steht vor der Tür. Und damit in vielen Haushalten auch der Wunsch nach einem Weihnachtsbaum. Hier ein Natur-Tipp der Natur-Schule Grund zum Thema.
Jährlich werden rund 25 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft. 90% davon stammen aus Plantagen-Anbau mit intensivem Gebrauch von Pestiziden und Düngemitteln: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Läuse, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs und Mineraldünger für einen gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- oder Blaufärbung der Nadeln (Quelle: www.nabu.de). „Das bekommt Tieren, Pilzen und Pflanzen ebenso wenig wie Gewässern und Boden, zumal Weihnachtsbaum-Kulturen oft im Mittelgebirge zu finden sind, wo all diese Umweltbereiche eng miteinander verwoben sind„, sagt Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund in Remscheid.

Als der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (www.bund.de) im vergangenen Jahr „stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testete, wurde man bei 76 Prozent der analysierten Bäume fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von welchen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden.“ Und solche Bäume holen wir uns dann in unser Wohnzimmer?
Angesichts der aktuellen Waldschäden ist auch die Fläche der Weihnachtsbaum-Monokulturen nicht zu verantworten, die alleine in Deutschland rund 50000 Hektar ausmacht. Kaum auszumalen, wenn hier naturnahe Wälder stünden oder auf eigentlich landwirtschaftlichen Anbauflächen Nahrungsmittel angebaut würden.
Rund 10 % der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume stammen aus Nachbarländern wie Dänemark oder Polen. Schon alleine wegen der teilweise weiten Transportwege sind diese Bäume äußerst fragwürdig.
Einen Weihnachtsbaum in die Wohnung zu holen, ist also auch eine Frage der ökologischen Belastung, die wir der Umwelt (und uns) damit aufhalsen. Doch es gibt Alternativen, die diese Belastung deutlich verkleinern und unser Wohnzimmer von Schadstoffen frei halten.
Die Natur-Schule Grund in Remscheid weist vor allem auf folgende Alternativen zum konventionelle Weihnachtsbaum hin:
Wer nicht auf den grünen Baum verzichten will, sollte nur Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen kaufen.
Dies sind FSC-zertifizierte Forstbetriebe und Baumschulen, Gärtnereien und Biohöfe, die nach den Richtlinien des Naturland-, Bioland- oder des BIO-Siegels (sechseckiges Logo) produzieren. Auch einige Gartencenter haben inzwischen Bäume mit BIO-Siegel im Angebot.
Im Jahr 2017 hat die Umweltorganisation Robin Wood eine Liste von Verkaufsstellen für ökologische Weihnachtsbäume veröffentlicht, die auch für Remscheid und das Bergische Städtedreieck Bezugsquellen beinhaltete.
Ein besonderes Erlebnis v.a. für Familien mit Kindern ist es, einen Weihnachtsbaum selbst im Wald zu fällen. Interessierte können sich hierfür an das örtliche Forstamt wenden. Fragen Sie gleichzeitig auch nach dem Einsatz von Pestiziden. I.d.R. werden im Forst Pestizide eher nicht angewendet, anders halt als auf Weihnachtsbaum-Kulturen.
Wer kein eigenes Auto hat, kann sich den Baum von regionalen Anbietern liefern lassen oder das Angebot von www.bio-weihnachtsbaum-versand.de nutzen.
Gibt es weitere Alternativen?
Ständig beworben, aber ökologisch höchst fragwürdig sind Plastikbäumchen. Auch bei mehrjährigem Gebrauch bessert sich deren Ökobilanz nur unwesentlich.
Den Weihnachtsbaum mit Ballen möchte die Natur-Schule ebenfalls nicht empfehlen, da dieser – nach Weihnachten in den Garten gepflanzt – dort wertvolle Fläche verbraucht, die dann für eine insekten- und vogelfreundliche Gestaltung Ihres Gartens fehlt.
Aber es gibt auch natürliche Alternativen zu den üblichen Nadelbäumen. So holten sich unsere Vorfahren um die Wintersonnenwende neben Tannen auch immergrüne Sträucher wie Buchsbaum, Mistel oder Wacholder als festlichen Schmuck in die Häuser. Später dienten Obstbäume, Eichen oder Birken als Gabenbäume, behängt mit Gebäck, Wurst, Obst, Geschenken und Papierblumen.
Auch so manche große Zimmerpflanze eignet sich als Alternative zum Weihnachtsbaum.
Aus Naturmaterialien lassen sich Bäume und Christbaumschmuck leicht selber basteln. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
Schnee- oder Glitzersprays als Deko sollten bitte niemals auf Weihnachtsbäumen landen, da Glitzer häufig aus PET besteht und sich dieses Mikroplastik in der Umwelt nur sehr langsam abbaut. Außerdem können Nadelbäume mit Glitzerspray nicht kompostiert werden.


Natur - Schule - Grund
Grunder Schulweg 13
42855 Remscheid

Fon: (0 21 91) 374 82 39
alle Termine auf www.remscheid-live.de



info@natur-schule-grund.de
www.natur-schule-grund.de
www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/

https://www.instagram.com/naturschule_grund/



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#88
Die Blutbuche im Park Novy Targ in Radevormwald wurde jetzt von dem Austernseidling besiedelt. Nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1802  pflanzte die luth. Gemeinde in dem mit einer Ziegelsteinmauer umgebenen Garten des Pastoratsgebäudes diese Blutbuche zum Andenken an die vielen Opfer des Stadtbrandes. Bereits in den 70er Jahren 
des letzten Jahrhunderts trug man sich mit dem Gedanken diesen eindrucksvollen Baum zu fällen. Dem Heimat- und
Verkehrsverein gelang es glücklicher Weise diesen Frevel zu verhindern. Hoffentlich schadet der Pilz dem Baum
nicht zu sehr, zumal der Klimawandel durch andauernde Hitze und Trockenheit  ihn zusätzlich beeinträchtigt.
Ein befreundeter Baumkenner empfahl nach Ansicht der Fotos: " Handelt sich wahrscheinlich um einen Austernseidling und wäre damit ein guter Speisepilz. Auch die Jahreszeit der Fruchtkörperbildung spricht dafür. Ist wahrscheinlich über einen Schaden am Stamm in den Baum gelangt.
Führt zur Weißfäule die sich auch zügig ausbreiten kann, meist aber auf abgestorbenen Holz. Je nachdem wie gut der Baum abschottet, auf dem Bild sieht er recht vital aus, können sie länger miteinander leben. Noch sehe ich da überhaupt kein Problem. Bei der regelmäßigen Baumkontrolle sollte man ein Auge darauf haben."

 Hoffentlich überlebt diese Blutbuche alle diese Gefahren und prägt noch lange das dortige Stadtbild.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                       
       
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#89
Der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), gelegentlich auch Berg-Mammutbaum oder Wellingtonie genannt, ist die einzige Art in der monotypischen Pflanzengattung Sequoiadendron in der Unterfamilie der Mammutbäume (Sequoioideae) innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Sie ist an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien beheimatet.

Im Englischen wird als redwood (deutsch „Rotholz“) nicht allein der Riesenmammutbaum – giant redwood –, sondern auch der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) – coast redwood – und der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) – dawn redwood – bezeichnet.

Der Riesenmammutbaum ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 95 Meter und einen Stammumfang von über 34 Meter an der sehr weit ausladenden Basis erreichen kann. Bei den größten Exemplaren kann der Stammdurchmesser knapp über dem Boden gemessen über 10 Meter, in 1,30 m Höhe gemessen als Brusthöhendurchmesser über 8 Meter betragen. Der Baum bildet eine hohe, schmal kegelförmige Krone aus, wobei die Stämme in hohem Alter auf bis zu 50 Meter Länge astfrei sein können. Die Kronen der berühmten größten, bis über drei Jahrtausende alten Exemplare zeigen oft Spuren erlittener Sturm- und Blitzschäden.
Der Wuchs junger Bäume geht nur mäßig rasch in die Höhe, dafür nimmt der Stammumfang außergewöhnlich schnell zu. In forstlichen Versuchsanbauten wurden jährliche Zuwächse von über 30 Festmeter je Hektar verzeichnet. Der Riesenmammutbaum wird mit bis zu 95 m nicht so hoch wie sein Verwandter, der Küstenmammutbaum, der bis zu 115 m hochwachsen kann. Dafür erreicht der Riesenmammutbaum größere Stammdurchmesser und wird dadurch deutlich massereicher. Der General Sherman Tree ist mit einem Stammvolumen von 1486,9 Kubikmetern (52.508 Kubikfuß),[2] nach früheren Angaben 1489 Kubikmeter,[3] der größte lebende Baum der Erde. 

Soweit Wikipedia.
 
Gleich 3 dieser Urzeitzeugen findet man in dem Park von Schloß Drachenfels in Königswinter.  Schon seit Generationen ist der
Drachenfels ein sagenhaftes und beliebtes Ziel für Tagesausflügler
Weitere interessante Hinweise zur Geschichte und Legenden des Drachenfelsens findet man hier Der Drachenfels -märchenhafter Ort am Rhein – Zeitenreise.net 

Bei einem Besuch des Museums zur Naturkundegeschichte Stiftung Naturschutzgeschichte sollte man sich Zeit lassen. Das Museum 
wurde auch bereits hier Museen bilden (fluegelvieh.de) in diesem Forum vorgestellt, siehe die Beiträge 87, 194, 216 und 224

Baumfotos: Rainer Lippert


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                   
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#90
Zitat:Waldkiefer (Pinus sylvestris) kennt sicherlich jeder,
denn diese Art ist die häufigste in unserem Land. Aufgrund der großen geografischen Reichweite zeichnet es sich durch eine hohe Variabilität aus. Verschiedene Umgebungen, in denen Kiefern vorkommen, ermöglichen die Entwicklung zahlreicher Formen und Sorten
innerhalb dieser Art. Waldkiefer zeichnet sich durch eine einzigartige Rindenfarbe aus - an der Basis des Stammes hat sie einen graubraunen Farbton und je höher sie ist, desto rötlicher wird sie. Bei älteren Bäumen ist die Rinde dick und rissig in Bodennähe,
während sie näher an der Krone dünn und abblätternd ist. Eine interessante Rinde wird durch die sogenannte dargestellt Kragenkiefer (Pinus sylvestris L. annulata), von der ein Exemplar im Waldgebiet Olchówka wächst. Bäume in dieser Form von Rinde sind sporadisch,
und die Rinde in Wirbeln ragt in einer gekachelten Form hervor und bildet eine Halskrause um den Stamm. Bisher ist der Ursprung der Schälschuppen unbekannt, obwohl bekannt ist, dass einer der Gründe das vermehrte Wachstum des Baumes in der Dicke ist. Die ersten
polnischen dendrologischen Notizen zu dieser Kiefernsorte wurden in den Zwischenkriegsjahren erstellt und von Jerzy Karpiński und Szymon Wierdak verfasst. In den Wäldern Białowieża und Sandomierz wurden Exemplare der Kragenkiefer gefunden. Wir empfehlen Ihnen,
die Waldwälder des Browsk Forest District zu besuchen - neben interessanten Exemplaren von Kiefern werden Sie auch viele andere interessante natürliche Besonderheiten kennenlernen!

Die Bäume stehen etwa auf 40 m über NHN im Landkreis Stendal, altmärkische Sandbüchse, Niederschlag 513 mm im Jahr. In den letzten Jahren natürlich weniger.  Landkreis Stendal – Wikipedia


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
               
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#91
Die Mischlingseiche Quercus turneri Wintergrüne Eiche Details - Baumbestimmung, Laubhölzer bestimmen (Quercus x turneri) (baumkunde.de) hat auch im Ohlendorffs-Park  Ohlendorffs Park - hamburg.de in Hamburg eine Heimat gefunden. Sicherlich
wird diese Eiche, bedingt durch den Klimawandel, zukünftig häufiger angepflanzt.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
               
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#92
Figurenbeuten, dort, wo Bienen und Mensch eins sind.
Nehmen wir an, ein Baum muß weichen. Das Laub, welches er jedes Jahr abwirft ist zu viel, die Gefahr, welche von ihm für Haus und Hof ausgeht zu groß. Welche Erleichterung ist es dann, wenn dann das Holz, oder der ganze Stamm noch genutzt werden kann. 
Bienen wohnen ursprünglich in Bäumen. Es gibt eine Volkskunst, welche sich das zu nutze macht. Die Baumstämme werden ausgehöhlt und von außen beschnitzt, das sind Figurenbeuten.
Beuten werden alle Arten von Bienenbehausungen genannt und weil der Mensch in früheren Zeiten sich noch sehr mit der Natur verwoben fühlte, lag es ihm auch nahe, Skulpturen mit Bienen zu befüllen, um sich selbst und alles, was ihm wichtig schien darzustellen. Es entstanden mannshohe Heiligenfiguren, wie auch alle Arten von Wächterfiguren mit Bienen 'im Bauch'. Das Flugloch der Bienen befand sich zumeist im Schritt der Skulptur, denn die Bienen bringen Fruchtbarkeit und dem gilt es Ausdruck zu verleihen, mit Humor und Erotik, wie es in der Volkskunst oft üblich ist.
Das galt und in meiner Werkstatt für Figurenbeuten gilt das immer noch. Ich schnitze diese Volkskunst seit knapp 30 Jahren hauptberuflich. Meine Auftraggeber hatten viele Ideen, die es galt im Baumstamm umzusetzen. Das Beutensystem im inneren der Skulptur ist auf eine artgerechte Haltung der Honigbienen ohne Honigertrag optimiert. Durch Türe und Fenster im Rücken der Skulpturen wird der Blick in die Honigmanufakur frei. Das Notwendigste kann gemacht werden, um sie bestmöglichst zu betreuen, denn die Bienen unterstehen dem Seuchenschutz und das muß ernst genommen werden. Diese Volkskunst, hat es im frühen 18. Jahrhundert gegeben, vereinzelt in Gebieten des mittleren Osteuropas, dann ist sie in Vergessenheit geraten. Heute ist die Volkskunst der Figurenbeuten weiter auf dem Vormarsch Richtung Westen. Ich habe Pionierarbeit in Frankreich und Luxemburg geleistet, auch nach Japan konnte ein Bär, als Vertreter dieser Volkskunst von Nürnberg aus verschifft werden. Ich halte Vorträge zur 'Vergesseneren Volkskunst der Figurenbeuten' und arbeite im Rahmen einer Öffentlichkeitsarbeit auch direkt vor Ort.

Die Bildhauerin für Bienen, Birgit Maria Jönsson

Bienenhäuser zum Schwärmen
NEU Instagram: figurenbeuten
mobil 01714170591
Nürnberg

Figurenbeuten sind charmante Bienenstöcke - Figurenbeuten, Zeidler Art, trees for bees, beehive sculptures, ruches d'art, vom Baum zur Beute (bienenimbauch.de)


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                       
   
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#93
Erklärvideo: Klimawandel, Borkenkäfer und Fichtensterben

FÖJlerinnen der Natur-Schule Grund stellen das erste eigene Video vor
Die Natur-Schule Grund, Umweltbildungsstation in Remscheid, ist in Lockdown-Zeiten auf neuen Wegen unterwegs. Dazu gehört u.a. die Gestaltung digitaler Medien, die im Unterricht oder auch in vielfältigen anderen Zusammenhängen genutzt werden können.
Eines der ersten Ergebnisse ist ein Erklärvideo zum Zusammenhang von Fichtensterben, Borkenkäfern, sommerlicher Dürre und Klimawandel, das jetzt auf den YouTube-Kanal der Natur-Schule Grund hochgeladen wurde. Erstellt wurde das Video von den Freiwilligen im Ökologischen Jahr (FÖJ) der Natur-Schule. Die Redaktion übernahm neben den FÖJlerinnen Miriam und Amrei der Pädagogische Leiter der Einrichtung, Diplom-Biologe Jörg Liesendahl.
Das Video ist einerseits eine Reaktion auf viele Fichtenbestände, die nahe der Natur-Schule Grund inzwischen absterben, aber auch ein Beitrag zum Bündnis Remscheid, in dem sich zahlreiche Jugendliche und VertreterInnen von Organisationen und Vereinen zusammengefunden haben, um die Zukunftsfragen Remscheids und des Bergischen Landes zu thematisieren.
Weitere Videos sind in Vorbereitung und werden sukzessive im YouTube-Kanal der Natur-Schule Grund, aber auch auf Instagram, Facebook und natürlich auf www.natur-schule-grund.de zu finden sein.
Hier der Link zum Video: https://youtu.be/TpiOVIALVyA
FreundInnen der Natur-Schule Grund sind herzlich eingeladen, den YouTube-Kanal zu abonnieren, um auf dem Laufenden zu bleiben:
https://www.youtube.com/channel/UCZ2xJsT...5Ux1VW0k0A

Natur - Schule - Grund
Grunder Schulweg 13
42855 Remscheid

Fon: (0 21 91) 374 82 39
alle Termine auf www.remscheid-live.de


info@natur-schule-grund.de
www.natur-schule-grund.de
www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/

https://www.instagram.com/naturschule_grund/
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#94
Im Anhang ein Bericht aus der Jagdzeitschrift "Wild und Hund".
Fast erinnert der Unfall dieses Jagdhundes an die Bauopfer Bauopfer – Wikipedia


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#95
Frohe Ostern und bleibt gesund.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#96
Welches Tier könnte diesen Baum in etwa 2 m Höhe so zugerichtet haben? Evtl. ein Schwarzspecht?


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#97
Nachfolgend einige Antworten aus dem  Fachbereich:

anhand des Bilds kann man nur noch Vermutungen anstellen.
Ahorn würde ich wohl bestätigen. Bereits länger abgestorben mit Weißfäule auf der gesamten Oberfläche. Vom Specht möglicherweise so zerhackt. Ob da noch andere Pilze im Spiel sind, kann ich nicht sagen.

leider ist auf dem Bild nicht so gut zu erkennen um was für ein Baum es sich handelt.
Meine persönliche Meinung ist aber, das die Schäden durchaus von einem Specht stammen können,
ich denke, dass es ein toter Baum ist und der Specht nach Nahrung gesucht hat.
Es könnte sich um ein Ahorn handeln, ist aber wie gesagt auf dem Bild nicht richtig zu sehen.
Ich glaube nicht, das es sich um die Rußrindenkrankheit handelt und wodurch der Baum abgestorben ist, kann mehrere Gründe haben.
Wie gesagt, dies ist meine persönliche Meinung.

da waren wohl eine Menge Spechte bereits länger am Werk ...

sieht mir nach abgestorbenem Baumstamm aus, der sehr stark durch Weißfäule zersetzt ist. Der Pilz der die Rußrindenkrankheit verursacht, ist kein typischer Weißfäuleerreger. Hier dürfte ein Specht nach Nahrung gesucht haben.

Viel kann ich da nicht sagen dazu, ich habe das noch nie in dieser Art gesehen…
Für mich sieht es so aus, als ob der Baum bereits tot und ziemlich morsch war, bevor dann irgend ein Tier sich wohl an den Maden im Holz zu schaffen machte. In Nordamerika wärs ziemlich sicher ein Schwarzbär gewesen! Ein Pilz war natürlich am Morschwerden des Holzes beteiligt, nach der Russrindenkrankheit sieht das jedoch nicht aus, der geht v.a. nur unter die Rinde.
Viele Grüsse



 


 


 
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#98
Hallo,

diese Seiten Das Buffet ist eröffnet - Insekten willkommen! (qm-wupperorte.de) und
Pflanzen tauschen leicht gemacht - am Pflanzenkiosk Wupper (qm-wupperorte.de)
zur Information und als Anregung.......
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
#99
Frau Birgit Jönsson stellt Figurenbeuten https://www.bienenimbauch.de/ her. Für mich fertigte sie
aus "alter" Freundschaft einen weiblichen Dompfaff, den ich zu einer Wildbienen-Nisthilfe weiter bearbeitete.
Diese Nisthilfe wird in der kommenden Woche meine beiden vorhandenen Nisthilfen ergänzen.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren
FERTIG....

...... und die ersten Wildbienen sind auch schon eingezogen.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
[Bild: attachment.php?thumbnail=8103]

Grundsteinlegung NSG- u. FFH-Gebiet
Wupper bei Radevormwald
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste