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Marek und Verzehr
20.07.2017, 10:04
Beitrag #1
Marek und Verzehr
Liebe Hühner-Profis,
ich bin neu hier in diesem Forum und hoffe auf eine gezielte Antwort auf eine Marek-Frage. Das sage ich deshalb, weil ich eines Eurer Mitglieder in einem Thread die gezielte Frage gestellt hat, ob der Verzehr von Eiern und Fleisch aus Marek-Hühnerbestand in irgendeiner Form bedenklich ist. Es kam aber in dem ganzen langen Thread keine einzige passende Antwort dazu. Kennt sich da jemand von Euch aus?
Anmerkend dazu: Wenn man über die Mareksche Lähmung recherchiert, bekommt man rasch den Eindruck, wie wenn diese Krankheit - weil unheilbar, Impfung nur Symptombekämpfung – eigentlich überall verbreitet ist. Wenn auch auf vielen, vor allem großen Höfen nicht ersichtlich, weil die Symptome eben durch die Impfung unterdrückt werden. Kann man aus dieser Vermutung schließen, dass Fleisch und Eier aus Marek-Beständen unbedenklich ist?
Ich habe hierzu trotz langer Suche nirgends im Netz etwas gefunden. Ist das ein Thema, über das man besser nicht spricht? Herzlichen Dank für alle sachdienlichen Antworten.

Tubbs
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21.07.2017, 22:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.07.2017 22:01 von tubbs.)
Beitrag #2
RE: Marek und Verzehr
Das ist ein bisschen unheimlich, dass der erste Beitrag zu meiner Frage von mir selbst kommt. Eigentlich nur um festzuhalten, dass bis zu diesem Augenblick 194 Personen meine Frage gelesen haben und kein einziger darauf geantwortet hat. Sind alle so diszipliniert, dass sie meinen Wunsch nach einer gezielten Antwort respektieren und ihm nicht nachkommen können? Oder ist das Thema tatsächlich heikel?
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22.07.2017, 15:31
Beitrag #3
RE: Marek und Verzehr
Hallo,
bisher hatte ich noch Marek im Bestand.
Ein an Marek verkranktes Huhn würde ich genausowenig essen wollen wie ein Huhn das eine andere Viruserkrankung hat.
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23.07.2017, 21:00
Beitrag #4
RE: Marek und Verzehr
Hallo Kamerun,
danke für die erste Antwort. Gut. Aber woher weißt du, ob ein Huhn an der Marekschen Lähmung erkrankt ist, wenn doch die sehr weit verbreitete Impfung eigentlich nur die Symptome (also das äußere Erscheinungsbild der Krankheit) unterdrückt, die geimpften Tiere super aussehen, aber trotzdem (offenbar sehr zahlreich) den Virus in sich tragen? ich vermute mal: Wir essen alle ständig Fleisch von Hühnern, die Marek haben. Provokant, ich weiß, aber vermutlich wahr, oder?
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25.07.2017, 15:31
Beitrag #5
RE: Marek und Verzehr
Ich impfe nicht und esse keine fremden Hühner. Wenn meine Hühner den Virus in sich haben und nicht erkranken, dann kann ich gut damit leben die Hühner zu essen. Es sind gesunde Hühner.
Wir Menschen haben auch alles Mögliche in uns und können trotzdem gesund sein.
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31.07.2017, 17:55
Beitrag #6
RE: Marek und Verzehr
Ich habe jetzt dazu mal unseren Betriebs- und Brütereibetreuenden Tierarzt befragt:

Es gibt fast kein Huhn auf der Erde, das nicht den Marek Virus in sich trägt. Eine Impfung ist quasi eine Imunisierung gegen den Ausbruch.
Vorallem bricht der Virus dann am ehesen aus wo ein hoher Infektionsdruck herrscht. Sprich viele Tiere auf engem Raum, schlecht geputze Ställe.
Probleme können auch auftreten, wenn Tiere in verschiedenem Kükenalter auch mit Impfung zusammen gehalten werden.
Prinziepjell kann man davon ausgehen, dass 99,9% der Hühner die man isst, egal ob aus dem eigenen Garten oder aus dem Diskounter Marek in sich tragen.
Und ja es ist absolut problem für den menschlichen Verzehr(sonst wäre es auch bei allen Kontrollen nicht im Handel).

Tubbs du hast also recht und dennoch gilt der letzte Beitrag von KamerunSmile
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02.08.2017, 08:23
Beitrag #7
RE: Marek und Verzehr
Hallo Fuxx,
vielen Dank fürs Nachfragen, denn man muss wohl schon einen erfahrenen Geflügel-Tierarzt erwischen, der einem eine praxisnahe Antwort gibt. Das mit dem Essen ist jetzt klar (muss ja an sich so sein, ich habe nur echt nirgends zum Thema Mareksche Krankheit etwas über die Verbindung zum Menschen gelesen, nicht mal auf Wikipedia). Und zumindest als privater Geflügelhalter mit kleinen Kindern macht man sich so seine Gedanken und hätte gerne eine klar ausgesprochene Aussage dazu.
Heißt also was die private Hühnerhaltung und Marek betrifft eigentlich: Impfen steht nicht wirklich dafür, lieber schauen, dass man widerstandsfähige Rassen nimmt, die Haltung selbst möglichst sauber gestaltet (an sich ja eh selbstverständlich), gesundheitsfördernde Mittelchen beigibt (wie Knoblauch oder Curcuma), neugeschlüpfte Küken nach Möglichkeit erst nach ein paar Wochen zum "Rudel" lässt und im Ernstfall selbst selektiert. Denn bei Freilandhaltung mit Auslauf bringt ja das Brachlegen und Ausdesinfizieren des Stalls auch nichts.
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02.08.2017, 17:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.08.2017 17:41 von kamerun621011.)
Beitrag #8
RE: Marek und Verzehr
Zitat:schauen, dass man widerstandsfähige Rassen nimmt ... gesundheitsfördernde Mittelchen beigibt (wie Knoblauch oder Curcuma)

Ja, auf jeden Fall!

Zitat:neugeschlüpfte Küken nach Möglichkeit erst nach ein paar Wochen zum "Rudel" lässt und im Ernstfall selbst selektiert.
Meine Küken sind vom ersten Tag an mit den anderen Hühnern zusammen und draussen wenn die Glucke mit ihnen nach draussen will. Dadurch kommen sie sofort mit Keimen in Berührung die sie immun machen. Selektieren hast Du Dir dann gespart und was gibt es Besseres als Freilauf?
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