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Enteneier
28.03.2017, 08:25
Beitrag #1
Enteneier
Liebe Leut´,

eine Frage hätte ich ...
Kann mir jemand helfen - wo kann ich künstliche Enteneier - zum Austauschen, nicht zum Basteln! - erstehen?

Viele Grüße

blackmupfel Smile

Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gezählt.
(Uli Stein)
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28.03.2017, 15:10
Beitrag #2
RE: Enteneier
Was heisst zum Austauschen?
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28.03.2017, 15:54
Beitrag #3
RE: Enteneier
Ok, ich muss mir die Auskunft also erst verdienen ... Rolleyes
Ist nämlich eine längere Geschichte - und da ich jetzt erst diverse Mäuler und Schnäbel stopfen muss - später die Geschichte vom Wakwak und der Lina ... Wink

Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gezählt.
(Uli Stein)
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28.03.2017, 20:13
Beitrag #4
RE: Enteneier
Wakwak und Lina
_______________

Wakwak ist mein behinderter Stockentenerpel.
Vor sieben Jahren hab ich ihn mit seinen drei Geschwistern aufgezogen. Ursprünglich waren es elf Entenküken im Tierheim, aber bis man mich dann gefragt hat, ob ich sie nehme, waren schon sieben gestorben.
Die vier Entenkinder wurden in unserem Dorf-Löschteich ausgewildert. Sie blieben noch lange - bis in den späten Herbst. Sie machten ihre Ausflüge und kamen immer wieder zurück. Damals gab es noch einiges Deckung gebende Gebüsch dort.
Allerdings gibt es in unserem kleinen Kaff immer wieder freilaufende und somit eben auch frei schwimmende Hunde - und eines der Entenkinder musste dran glauben.
Daraufhin flogen die anderen drei Geschwister endgültig weg - jedenfalls bis zum nächsten Frühjahr - bloß der arme Wakwak konnte mit seinen schlimmen Verletzungen weder fliegen noch schwimmen.
Zusammen mit dem Teichwart fing ich den Wakwak wieder ein und integrierte ihn in meine Terrassen-Sammelvoliere.
Dort bekam er eine Kindersandmuschel, gefüllt mit Wasser, aber es machte ihm lange Probleme, überhaupt rein und wieder raus zu kommen- selbst mit einem schräg angestellten Brett außen und innen mit Aussteighilfen.
Die Wunden heilten schnell und gut und auch die Wassermuschel wurde gern genutzt.
Nach dem Winter war sein verletzter Flügel wieder soweit in Ordnung, dass der Wakwak fliegen konnte und - es war Frühling! - muss ich mehr sagen?
Ich ließ ihn in den Garten und er flog weg, kam zurück, landete aber im Garten bei einem dappigen Nachbarn (von denen hab ich garantiert mehr habe als ich verdiene!), der sich sogleich beschwerte. Ich holte den Wakwak zurück und setzte ihn - ausnahmsweise - in meinen Froschteich im Garten. Hier sah ich, dass mit seinen Beinchen beim Schwimmen etwas nicht stimmte. Er drehte sich im Kreis ...
Ein Bein hatte vom Hundeangriff einen bleibenden Schaden erlitten - und das konnte auch der Vogeldoc nicht mehr ändern.
Der erste Sommer war zu ertragen, im folgenden Winter war der Wakwak glücklich und wärmte mir zusammen mit unseren Hunden die Füße umterm Tisch, wenn er reindurfte, aber der nächste Sommer war furchtbar! Der Wakwak wollte raus - um jeden Preis...
Also suchte ich ihm ein Weible.
Ich bekam eins - Lina.
Ein jämmerliches Viechle von einem Halbdepp aus einem Kleintierzüchterverein. Die hab ich eh gefressen!
Er hatte - so zum Spaß - ein einzelnes!!! - Stockentchen künstlich ausgebrütet und wollte es zahm machen.
Dazu hat er dem Entlein einen Flügel kupiert, wofür ich ihn gern an den Familienjuwelen aufhängen würde, das Ohrläppchen anstechen und ihn so ganz schonend verbluten lassen würde
Das Entchen muss krank gewesen sein, denn als ich es holte, sah es erbarmungswürdig aus - es war mickrig, sein Großgefieder war vollständig abgebrochen und es war völlig panisch und ängstlich.

Zeit für ein Käffle ...

Fortsetzung folgt ...

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(Uli Stein)
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28.03.2017, 21:32
Beitrag #5
RE: Enteneier
Lina war damals 5 Monate alt.
Nach der Mauser war sie kaum wiederzuerkennen. Sie ist zwar ein kleines Entle geblieben, aber sie glänzt seither wie eine Speckschwarte.
Wakwak und Lina hben sich redlich abgemüht - jedes Jahr. Lina hat zentnerweise Heu in ein Nest verwadnelt - im Innern eines großen Kaninchenstalls mit Hühnerleiter, den ich in die 6 x 3 x 3 m-Voliere gestellt habe.
Ich habe anfangs genau beobachtet - und der Wakwak hat es nicht auf die Lina geschafft!
Voriges Jahr muss jemand einen Schemel rausgestellt haben, denn beim zweiten Gelege (nachdem ich das erste schon stinkende aus dem Karnikelstall endlich entfernen durfte), entdeckte ich sieben kleine neugierige Entenkükenköpfe in einem Pflanztopf.
Der Wakwak hat sogleich das erste Küken am Wickel - aus Eifersucht, da er ja eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend sein sollte - naturgemäß ...
Also musste ich den Wakwak separieren - zu einer Zeit, wo bei mir eh alles drunter und drüber geht und alle Volieren und Gehege belegt sind.
Allein Entchen hatte ich zu der Zeit gerade drei Bruten in verschiedenen Alterstufen - von frischgeschlüpft bis fast auswilderungsfähig.
Das vom Wakwak gepeinigte Kind ließ den Flügel hängen und war auch ein bisschen neben der Kapp - einige Wochen ... Ich musste es in der Jackentasche mit mir herumschleppen, weil die anderen es nicht ans Futter ließen und es sonst allein gewesen wäre.
Dann nach vielen Wochen - anschließend im Gehege - schien der Flügel sich zu bessern und das Entchen wurde zusehends auch ruhiger und selbstbewusster.
Hier im Garten konnte ich es wegen er dappigen Nachbarn nicht auswildern und so ganz allein wollte ich es weder in einen Bach setzen noch in mein Auswilderungsgelände stecken, wo unter anderem Rabenvögel, Greife und Nachtgreife ausgewildert werden. Die anderen sechs Kinder von Wakwak und Lina hatte ich schon längst ausgewildert.
Als ein Vogelparkbesitzer meine Volieren besichtigte, war er ganz begeistert vom übriggebliebenen Stockentchen. Ich packte es ein und gab es ihm für seinen Parkteich mit, wo er einen uralten halblahmen Erpel sein eigen nannte ... ...
Zwei Wochen später erfuhr ich von einer gemeinsamen Bekannten, dass sich das Entlein vor den enttäuschten Augen des Besitzers selbst ausgewildert hatte ...
Fein, genau das hatte ich gehofft ...
Für solche Scherze hab ich aber eigentlich wahrhaftig keine Zeit - die Brutsaison über.
Lina hat jetzt schon wieder ihr Nest zusammengescharrt - aus zentnerweise Heu.
Sie soll auch gerne brüten dürfen, aber wenn ich die Eier schüttle, sieht sie das - und garantiert kapiert sie es auch. Auch der Wakwak, der mich ja eigentlich liebt, beißt mich zur Zeit - wenigstens der Form halber - in die Füß`.
Die beiden sind nicht blöd und würden mir nicht mehr vertrauen - naja, und außerdem würde ich die Eier ja schon gern mal "ernten".

Deshalb hätte ich halt gern Kunst-Enteneier ...

Viel Grüße

blackmupfel

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29.03.2017, 20:41
Beitrag #6
RE: Enteneier
Hallo, naja ich hatte das am Anfang nicht so verstanden, aber die Geschichte ist sehr nettSmile

Du kannst ihr ja einfach die Eier wegnehmen, da braucht sie keine anderen.
Warum sollte sie auch sonst auf irgendwelchen Eiern rumsitzen.
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29.03.2017, 20:54
Beitrag #7
RE: Enteneier
Naja, "fluegelfedervieh" ....

Aber da hätte ich wohl auch gleich in einem Kleintierzüchtervereinsforum anfragen können ...
Danke für die außerordentliche Mühe, Federvieh und dessen Bruttrieb zu verstehen - insbesondere von noch nicht degeneriertem wildem Federvieh ...
Mein Naturschutzbeauftragter, der mich geprüft hat, wird staunen ...

Kopfschüttelnde letzte Grüße

blackmupfel

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(Uli Stein)
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30.03.2017, 09:52
Beitrag #8
RE: Enteneier
WOW einen anderen Ton bitteohh!

Ich halte auch nichts vom umsonst brüten lassen aber wenn du das für besser hälst ist das dein gutes Recht!
Wenn man "wildes Federvieh" hält dann muss man sich eben anpassen und sie brüten und aufziehen lassen!

Ich habe mir Nesteier aus Stein gekauft man bekommt sie aber auch aus Gips z.B. im Raiffeisenmarkt oder per Internet!
Nur sollte man keine mit einem Gießloch kaufen da darin Milben haussen können!

Grins Bunte Truppe Big Grin
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