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Alte und besondere Bäume
19.12.2016, 13:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.12.2016 14:03 von Lupus.)
Beitrag #21
RE: Alte und besondere Bäume
Tote Bäume für das Leben!
Biologische Station Oberberg startet Projekt zur Erhaltung von Alt- und Totholz in Oberbergischen Schutzgebieten Dank der finanziellen Unterstützung des Oberbergischen Kreises startet die Biologische Station Oberberg ab sofort
das Projekt „Tote Bäume für das Leben“. Alte Laubbäume sollen per Vertrag zwischen Privatwaldbesitzer und Biologischer Station von der Nutzung ausgeschlossen und ihrem natürlichen Alterungs- und Zerfallsprozess
überlassen werden. „Alte, knorrige, teils charismatische Laubbäume - am besten mit Totholzanteilen und natürlich entstandenen Höhlen - sind von geringem wirtschaftlichem aber enormen ökologischem Wert, den es zu bewahren gilt“, erläutert Frank Herhaus, Leiter der Biologischen Station, das Projekt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Flächen im Privateigentum. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Oberbergischen Kreis, dem Waldbauernverband NRW und dem Regionalforstamt Bergisches Land umgesetzt. „Über den Weg des
Vertragsnaturschutzes möchten wir Waldbesitzer dafür gewinnen, einen kleinen Beitrag in ihrem Wald zu leisten“ formuliert Rainer Ludwigs vom Amt für Planung, Entwicklung und Mobilität die Unterstützung durch den Oberbergischen Kreis.
Die Vertreter des Waldbauernverbandes NRW – Bezirksgruppe Oberberg-Nord, Hans-Friedrich Hardt, und Bezirksgruppe Oberberg-Süd, Karl Wilhelm Dohrmann konnten von der Biologischen Station Oberberg als Projektpartner gewonnen
werden. Hardt und Dohrmann sind sich einig: „Wir Privatwaldbesitzer sind gerne bereit, Naturschutzmaßnahmen in unseren Wäldern zu unterstützen, solange dies – wie in diesem Projekt – auf freiwilliger Basis geschieht“. Man ist sich jedoch auch der Gefahren bewusst die vom Totholz ausgehen können: Äste die aus der Krone brechen oder sogar ganze kippende Bäume können eine ernsthafte
Gefahr darstellen. „Daher kommen für das Projekt nur Bäume in Frage, die weit genug von Wegen oder Erholungseinrichtungen entfernt liegen“ konkretisiert Günter Dieck, Leiter des Regionalforstamtes, das Vorhaben. Durch entsprechende Markierungen sollen auch Waldarbeiter die Bäume rechtzeitig wahrnehmen.
In der Tat sind unzählige Tiere und Pflanzen, darunter viele vom Aussterben bedrohte Arten, im höchsten Maße auf Alt- und Totholz angewiesen. Etwa 1350 verschiedene Käfer-, an die tausend Wespen-, verschiedenste Schmetterlingsarten, 600 Pilzarten sowie diverse Flechten, Farne und Moose bilden eine umfangreiche Lebensgemeinschaft. Spechte profitieren vom reichhaltigen Nahrungsangebot, ihre verlassenen Nisthöhlen nutzen zahlreiche andere Vogelarten, Fledermäuse,
Siebenschläfer oder Wildbienen zur „Nachmiete“. Vorsprünge unter morschen Wurzeln und bodennahen Stammteilen dienen Amphibien und Reptilien als Winterquartier. Kurz gesagt: Im Altund Totholz tobt das Leben! Alle Beteiligten sind sich einig: Nur gemeinsam bringen wir den Schutz von Arten voran. Und so ist dieses Projekt sicherlich ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit für andere Regionen in NRW.

Weitere Informationen zum Projekt auch unter
http://www.BioStationOberberg.de


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26.12.2016, 23:29
Beitrag #22
RE: Alte und besondere Bäume
Einige sehr interessante Seiten zu den Themen Wald und Bäume:
http://www.peter-wohlleben.de/
http://waldfreunde-koenigsdorf.de/
http://www.forstbetrieb-huemmel.de/
http://ig-wiebachtal.de/


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10.01.2017, 14:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.01.2017 14:58 von Lupus.)
Beitrag #23
Baumlehrpfad Universität Wuppertal
Der Baumlehrpfad („Arboretum“) auf dem Campus Grifflenberg wurde zum zweiten Mal erweitert. Auf einem etwa ein Kilometer langen Rundweg um die Gebäude der Bergischen Universität Wuppertal kann man mittlerweile mehr als 90 Baumarten erkunden. Begleitend dazu gibt es nun eine neue Broschüre.

Der Baumlehrpfad startet am Haupteingang (Pförtner, Gebäude G, Gaußstr. 20). Dort steht an der Treppe, die zur Mensa führt, die erste Baumart, eine Rotblühende Rosskastanie. Die Bäume entlang des Uni-Arboretums sind mit Schildern markiert. Darauf kann man mehr über die Baumart (wissenschaftlicher und deutscher Name), die Pflanzenfamilie, das Hauptverbreitungsgebiet und gegebenenfalls die Namen der Baumpaten erfahren.

In der Broschüre stehen ergänzende Informationen zu den Baumarten und ihren Erkennungsmerkmalen. Die Baumarten sind darin in der Reihenfolge aufgeführt, wie sie auf dem Baumlehrpfad zu finden sind. Ein Plan zeigt die gesamte Wegstrecke. Die Baumarten sind darauf mit den Nummern 1 bis 90 verzeichnet.

Die Broschüre ist online als PDF-Da­tei oder bei Bücher Köndgen@uni in gedruckter Form zum Selbstkostenpreis von vier Euro erhältlich.

Seit 2012 gibt es auf dem Campus Grifflenberg den Baumlehrpfad. Das Uni-Arboretum ist eine Initiative von Botanikerin Prof. Dr. Gertrud Lohaus. Studierende und Beschäftigte der Bergischen Universität sowie Besucher aus der Bergischen Region können auf dem Rundweg verschiedene Baumarten sowie typische Forst-, Park- und Straßenbäume kennenlernen.

Weltweit gibt es mehrere Tausend Baumarten. Solch riesige Zahlen weist das Uni-Arboretum
der Bergischen Universität Wuppertal auf dem Campus Grifflenberg auch nach der
mittlerweile zweiten Erweiterung nicht auf. Aber vielleicht sind Sie froh, dass es hier überschaubarer ist. Sie haben Interesse an Gehölzen und wollten schon immer das eine Grün vom anderen unterscheiden können? Hier im Uni-Arboretum können Sie auf einem Rundweg um die Gebäude der Universität (ca. 1.000 m) die meisten Baumarten Deutschlands sowie typische Forst-, Park- und Straßenbäume kennenlernen. So können Sie aus der UN-Dekade der Biodiversität vielleicht ihre eigene Dekade der Biodiversität machen, wenn Sie als Studierende/r Ihr biologisches Wissen erweitern, als Mitarbeiter/in in der Mittagspause
einen kleinen Spaziergang machen oder als Besucher/in dieses schöne Gelände
für einen Rundgang nutzen. Untersuchungen zeigen, dass Menschen täglich etwa fünf neue „Begriffe“ lernen können, also gehen Sie ruhig häufiger den gleichen Weg, damit Sie in dem Einheitsgrün vielfältige Arten unterscheiden können.
Wenn wir als Menschen nicht in das Gelände, auf dem die Universität steht, eingegriffen hätten, wäre an dieser Stelle vermutlich ein bodensaurer Buchen- oder Buchenmischwald, dominiert von der Rot-Buche und gemischt mit der Stiel-Eiche oder der Vogelbeere.
Buchen- und Buchenmischwälder sind die natürliche Vegetation für den allergrößten Flächenanteil Deutschlands. In den Wäldern Deutschlands kommen ca. 70 Baumarten vor, von denen wiederum 26 Laubbaumarten und 7 Nadelbaumarten wirtschaftlich genutzt werden. Von den wirtschaftlich
genutzten Forstflächen sind 80% mit nur vier Baumarten bestockt (Gewöhnliche
Fichte, Wald-Kiefer, Rot-Buche, Stiel-Eiche). Von den 70 Baumarten wäre ca. die Hälfte auch vorhanden, wenn wir den Wald nicht forstwirtschaftlich nutzen und verändern würden. Aus forstwirtschaftlichen Gründen wurden jedoch bestimmte Baumarten eingeführt, z. B. die Douglasie oder die Rot-Eiche. Neben der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der Bäume spielen für den Anbau bestimmter Baumarten auch andere Aspekte eine Rolle. So müssen
Bäume im Stadtgebiet z. B. stabil gegenüber dem Stadtklima und den Luftschadstoffen sein, oder in Folge der steigenden Temperaturen werden zukünftig vermutlich verstärkt solche Baumarten angepflanzt, die eher wärme- und trockenheitstolerant sind.
Wenn Sie sich auf den Weg durch das Uni-Arboretum machen, können Sie so „alte
Hasen“ wie die Rot-Buche, aber auch zukunftsweisende Baumarten wie die Ess-Kastanie entdecken. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Freude und viele Entdeckungen auf Ihrem Weg.

http://www.botanik.uni-wuppertal.de


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15.01.2017, 16:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.01.2017 16:33 von Lupus.)
Beitrag #24
Begräbniswald "Im Kempkenholz" in Remscheid/NRW
Der Begräbniswald "Im Kempkenholz" steht seit dem 01.01.2004 für die Bestattung von Aschen zur Verfügung. Er befindet sich im nördlichen Stadtgebiet nahe der Ortslage Oelingrath.
Sinn des Begräbniswaldes ist die naturnahe Bestattung von Aschen. Er ist aufgrund seines eindrucksvollen Baumbestandes ein besonderer Ort der Trauer und Erholung und bietet individuelle, naturnahe Bestattungen in einem naturbelassenen Waldstück als Alternative zur Bestattung auf einem Friedhof.
Im Begräbniswald werden Aschen im Wurzelbereich des vorhandenen Bewuchses bestattet. Eine Bestattung kann nur genehmigt werden, wenn dies von Todes wegen verfügt wurde.
Der zukünftige Nutzungsberechtigte wählt zusammen mit dem Revierförster einen "Bestattungsbaum" aus. Die Bestattung wird von der Friedhofsverwaltung durchgeführt. Das Nutzungsrecht wird für eine Dauer von 50 Jahren verliehen; je Bestattungsbaum können bis zu vier Aschen bestattet werden. Nach Ablauf kann das Nutzungsrecht verlängert werden.
Der Bestattungsbaum wird von jeglicher forstwirtschaftlicher Nutzung ausgeschlossen. Ausnahmen sind notwendige baumpflegerische Maßnahmen. Sollte ein Baum jedoch nicht mehr zu erhalten sein oder durch äußere Einflüsse umstürzen, wird ersatzweise ein neuer Baum gepflanzt.
Eine herkömmliche Grabpflege, wie sie von Friedhöfen bekannt ist, ist im Begräbniswald ausgeschlossen. Die Pflege wird der Natur überlassen. Dies heisst auch, dass Trauerkränze, Blumen usw. nicht abgelegt werden dürfen. Auch eine besondere Kennzeichnung der Bestattungsbäume in Form von Gedenkzeichen ist nicht zulässig.
Besondere Bäume (ob sagenhaft, uralt oder von knorriger Gestalt haben mich schon immer fasziniert) Nun ist für mich ein ganz besonderer Baum hinzugekommen. Im April 2016 verstarb meine Mutter.
Da die Stadt Radevormwald die Möglichkeit eines Waldbegräbnisses nicht anbietet, erwarb ich einen Begräbnisbaum im Begräbniswald Kemkenholz http://www.tbr-info.de/begraebniswald-im...nholz.html in Remscheid. Dort setzte ich meine Mutter im engsten Familienkreis im Wurzelbereich einer Rotbuche bei. Es war zwar ein sehr trauriges aber sehr tiefes Erlebnis. Seitdem sehe ich Bäume mit ganz neuen Augen und der Begräbnisbaum meiner Mutter ist für mich ein ganz besonderer Baum.


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27.02.2017, 03:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.02.2017 03:40 von Lupus.)
Beitrag #25
RE: Alte und besondere Bäume
Die Bürgerinitiative „Waldfreunde Königsdorf“ ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Frechen, Pulheim und Köln. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Königsdorfer Altwald als Naturschutzgebiet und Naherholungsraum zu erhalten.
Im Frühjahr 2010, nach wiederholtem massivem Holzeinschlag mit Schwermaschinen im Königsdorfer Wald, gründeten sich die Waldfreunde. Empörte Waldbesucher unter-stützten die Initiative gegen die Zerstörung und den Ausverkauf des Waldes mit mehr als 1700 Unterschriften.
Mit Hilfe des NRW-Umweltministeriums, das ein Mediationsverfahren unter neutraler Leitung angeordnet und finanziert hat, gelang es den Waldfreunden Ende 2012 nach fast zweijährigen Verhandlungen mit dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft, eine vertraglich verbindliche Einigung zu erzielen. Darüber wurde in der regionalen Presse ausführlich berichtet.
Nach Jahren intensiver forstwirtschaftlicher Nutzung des Königsdorfer Waldes stehen heute wieder die Belange des Naturschutzes sowie die Bedürfnisse Erholung suchender Menschen im Vordergrund.
Die Arbeit der Initiative ist noch längst nicht abgeschlossen. Es gilt weiterhin, im Dialog mit dem Forstamt zu bleiben, um die Umsetzung der vertraglichen Regelungen zu begleiten und die Erfolge sicherzustellen. Zu diesen gehören beispielsweise, dass Laubbäume, älter als 60 Jahre, nicht mehr gefällt und Rückepferde statt schwerer Erntemaschinen zur Waldbewirtschaftung eingesetzt werden.
Die Bürgerinitiative sieht ihre Aufgabe darin, über die bisher erreichten Ziele hinaus die Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Forstbehörde auch in Zukunft zum Wohle des Königsdorfer Waldes zu beeinflussen.
Als Bürgerinitiative legen die Waldfreunde Königsdorf großen Wert auf Überparteilichkeit und Unabhängigkeit. Alle Mitglieder der Bürgerinitiative arbeiten ehrenamtlich. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich über Spenden und Eigenleistung.

Die Waldfreunde Königsdorf setzen sich ein für:
die vorrangige Beachtung des Naturschutzes und des Schutzes der Biodiversität im Königsdorfer Wald durch den Landesbetrieb Wald & Holz NRW und das zuständige Regionalforstamt,
die Erarbeitung eines fachlich fundierten Pflegekonzeptes für das Naturschutzgebiet,
den Erhalt des Erholungswertes dieses Waldgebietes für die Menschen,
keine Bearbeitung des Waldes mit jeglichem Gerät, das den Waldboden nachhaltig schädigt,
ein Ende der weiteren Parzellierung des Waldes durch das Anlegen neuer Rückegassen, die den Charakter des Waldes als zusammenhängendes Waldgebiet zerstören,
eine ausreichende Vergrößerung des geplanten Wildnisgebietes.

http://waldfreunde-koenigsdorf.de/


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02.03.2017, 09:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.03.2017 10:01 von Lupus.)
Beitrag #26
RE: Alte und besondere Bäume
Obstbäume sind, neben der Nutzung, der Lebensraum für viele Tierarten, die oft auf andere Flächen nicht ausweichen können und deshalb vom Aussterben bedroht sind. Obstwiesen beherbergen Tierarten, die in angrenzenden Flächen Schädlinge verzehren. Sie bilden damit auch ein Reservoir für eine biologische Schädlingsbekämpfung. Obstbäume bieten höhlenbrütenden Vögeln und auch Fledermäusen Brutplätze und Nahrung. Obstwiesen sind mit ihren großen Blütenflächen im Frühling eine unersetzliche Bienenweide.
Um die Obstwiesen zu erhalten, benötigen die Obstbäume eine regelmäßige Pflege, zu der auch der Obstbaumschnitt zählt. Auch Obstbäume im eigenen Garten bedürfen dieser Pflege.
Der RBN Bergischer Naturschutzverein, OV Radevormwald http://relaunch.bergischer-naturschutzve...-aktionen/ bietet aus diesem Grund u.a. Schnittkurse an:

Obstbaumschnitt-Kurs in Radevormwald - jüngere Bäume

Nicht zum ersten Mal auf der städtischen Obstwiese in Radevormwald-Herbeck findet in diesem Frühjahr ein Schnittkurs statt. Diese Fläche wird in Fachkreisen immer wieder lobend erwähnt und ist möglicherweise die einzige ihrer Art hier im Bergischen Land.
Marcus Nitzsche aus Köln, der die Obstbäume auf der städtischen Fläche gepflanzt hat und sie regelmäßig pflegt, bietet in Zusammenarbeit mit dem RBN (Berg. Naturschutzverein Radevormwald) in diesem Frühjahr wieder einen Schnittkurs an.
Die Bäume sind mittlerweile über 10 Jahre alt und tragen schon recht gut. Mehrere Ernte-Aktionen mit anschließendem Saft-Pressen im kleinen Rahmen haben in den Jahren mit Sylvia Schwanke einige Kindergarten-Gruppen begeistert. Insider erinnern sich bestimmt auch noch an die Dünge-Aktion mit dem Rückepferd im letzten Frühjahr. Dieses Mal ist der neue Umweltbeauftragte der Stadt Radevormwald, Matthäus Kozinski, zum ersten Mal dabei.

Der gegen Ende des Winters gewählte Termin ermöglicht auch die Behandlung von Steinobst (außer Süßkirschen) - in der Regel geht es ja meist um Äpfel oder Birnen.

Am Samstag, dem 18. März 2017 von 10.00 bis ca. 14.00 h werden - im Freien - in Herbeck Theorie und Praxis an Ort und Stelle erklärt und an einigen Bäumen beispielhaft umgesetzt. Treffpunkt und Parkplatz ist der Parkstreifen an der Herbecker Straße..

Wer Fragen zu seinem eigenen Werkzeug hat, kann dieses mitbringen.
Eine Bewirtung ist nicht möglich. Für ein Butterbrot, Obst oder Getränke sollte jeder selbst sorgen. Die nächsten Einkehr-Möglichkeiten sind an der Elberfelder Straße.
Geeignete wetterfeste warme Kleidung ist selbstverständlich erforderlich. Schriftliches Informations-Material zum Mitnehmen wie auch ein handliches Fachbuch kann an Ort und Stelle erworben bzw. empfohlen werden.

Die Gebühr beträgt € 20,-- je Person. Teilnehmerzahl mindestens 12, höchstens 20 Personen. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich beim RBN per E-Mail unter kathi.hentzschel@web.de oder telefonisch unter 02195 3388 bis spätestens 13. März 2017.


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14.03.2017, 09:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 09:41 von Lupus.)
Beitrag #27
RE: Alte und besondere Bäume
Seit über 25 Jahren arbeitet die Fuhrhalterei Stertenbrink mit ihren fleißigen Kaltblutpferden zusammen. Sie unterstützen Stertenbrinks auf dem Feld, vor Kutschen, Planwagen und besonders im Wald. Die Fuhrhalterei hat sich auf die Forstwirtschaft spezialisiert und ein Verfahren entwickelt, um eine besonders schonende und zudem effiziente Forstwirtschaft zu betreiben. Hierbei
verzichtet sie auf große Maschinen im Wald. Zunächst werden die Bäume motormanuell gefällt. Anschließend kommen die Rückepferde zum Einsatz.
Aufmerksam, mit vollem Körpereinsatz und ein paar arkustischen Befehlen liefern sie täglich rund 200 Stämme aus dem Wald, die letztlich von der Forts-Spezial-Maschine aufgeladen und abtransportiert werden.
So schaffen sie zusammen mit ihren Vierbeinern eine wirklich nachhaltige Forstwirtschaft.
Weitere Informationen zur Arbeit mit den Rückepferden findet Ihr hier http://www.fuhrhalterei-stertenbrink.de/...pferde.pdf
Eine Adressenliste der Pferderücker in Deutschland ist hier http://www.ig-zugpferde.de/downloads/a25...rliste.pdf
zu finden.
2 Fotos u. Text wurden freundlicherweise von der Fuhrhalterei Stertenbrink zur Verfügung gestellt, die weiteren Fotos von Olaf Stracke und dem Fleilichtmuseum Glentleiten.


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23.03.2017, 17:50
Beitrag #28
RE: Alte und besondere Bäume
Geschenk zum Gira Jubiläum
111 Bäume für Radevormwald
Radevormwald, 16. März 2017. Schaufel und Spaten gehören bei der
Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (http://www.gira.de) normalerweise nicht zu
den gängigen Arbeitswerkzeugen. Es sei denn, Gira Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter pflanzen Bäume. So wie am Dienstag dieser Woche, als
drei Gruppen mit insgesamt 24 Beschäftigten des Herstellers
intelligenter Lösungen für die Gebäudesteuerung unter fachkundiger
Anleitung von Siegfried Albert von der Gartenbau Baumschule
Huckenbeck KG und Jörg Krogull vom Jagdgebiet Honsberg 34 junge
Obstbäume an drei Stellen im Stadtgebiet von Radevormwald
eingesetzt haben: an der Bergstraße, auf der Digitalis Lichtung und auf
dem Gira Campus. Noch zwei Mal werden die Gira „Pflanz-Trupps“ in
diesem Monat ausrücken, um weitere 77 Bäume zu pflanzen, unter
anderem im Nordstadtpark von Radevormwald.
Wertvolle Biotope
Mit der Aktion, zu der sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Familienunternehmens freiwillig gemeldet haben, setzt Gira eine
Ankündigung aus dem Vorjahr um. Damals hatte der
Traditionsmittelständler aus Anlass seines 111-jährigen Jubiläums der
Stadt Radevormwald 111 Bäume gestiftet. Aus Witterungsgründen hatte
das Einpflanzen 2016 allerdings nicht mehr stattfinden können. „Im vor
der Tür stehenden Frühling können die jungen Bäume jetzt schneller
Wurzeln schlagen“, erklärt Jan Böttcher, bei Gira für die
Unternehmenskommunikation und das Nachhaltigkeitsmanagement
zuständig. In Absprache mit dem Landesbetrieb Wald und Holz
Nordrhein-Westfalen, der Stadt Radevormwald und dem Rheinisch
Bergischen Naturschutzverein hat sich Gira dazu entschieden,
inzwischen selten gewordene heimische Obstbäume verschiedener
„Alter“-Sorten, wieder in der Region anzusiedeln. „Wir hoffen, so dazu
beizutragen, dass hier künftig Streuobstwiesen entstehen und wir damit
in unserer unmittelbaren Umgebung etwas Gutes sowohl für die
Menschen als auch für die Umwelt tun“, erzählt Jan Böttcher. Denn
diese Biotope gelten als landschaftlich und ökologisch besonders
wertvoll, sind in Mitteleuropa aber kaum noch vorhanden.

Bildunterschriften
Mit Schaufel und Spaten: An drei Tagen im März pflanzen Gira
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 111 Obstbäume in Radevormwald, die
das Familienunternehmen aus Anlass seines 111-jährigen Bestehens
2016 der Stadt gestiftet hat. (Foto: Gira)

„Einen Baum zu pflanzen gehört zu den Dingen, die man in seinem
Leben unbedingt gemacht haben sollte“, heißt es. 24 Gira
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dies jetzt mit Fug und Recht
von sich sagen. (Foto: Gira)

Ökologisch und landschaftlich wertvoll: Mit den gestifteten 111 Bäumen
hofft Gira dazu beitragen, dass hier künftig wieder Streuobstwiesen
entstehen, die in Mitteleuropa selten geworden sind. (Foto: Gira)


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19.05.2017, 12:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.05.2017 18:27 von Lupus.)
Beitrag #29
Die Mistel Viscum album
Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer auf Laub- und Nadelbäumen. Sie hat grünliche Blüten und weiße Scheinbeerenfrüchte. Wasser und Mineralsalze nimmt die Mistel mit Haustorien auf, Kohlenhydrate bildet sie durch Photosynthese selbst. In Deutschland kommen die Laubmistel Viscum album auf Laubbäumen (Apfel, Pappel, Weide, Robinie, Weißdorn u. verschiedene Sorbus-Arten), die Kiefernmistel Viscum laxum auf Kiefer und die Tannenmistel Viscum abietis hauptsächlich auf Weißtanne vor. Im Raum Dresden kommt die Eichenmistel Loranthus europaeus vor, die nur auf Eichen und echten Kastanien schmarotzt. Interessante Infos über die Mistel und über die Vogelwelt der Mistel findet Ihr hier http://forum.fluegelvieh.de/showthread.php?tid=238 siehe die Beiträge 19,20,21 sowie die Beiträge 23 und 24
Das Stadtmuseum Schwabach verfügt über mehrere interessante Eiersammlungen und beschäftigte sich u.a. auch mit der Ornithologie. Vor Jahren erhielt das Museum von mir ein Exponat "die Vogelwelt der Mistel" und die dortige Stadtgärtnerei http://www.schwabach.de/de/stadtverwaltu...chutz.html einen getopften Weißdorn mit einer Laubmistel Viscum album. Dieses Pflanzen-Duo sollte im O'Brien-Park oder auf dem Gärtnerei-Gelände ausgepflanzt werden. Mittlerweile hat sich das Duo zu einem dekorativen und für die Insekten- und Vogelwelt interessanten Gehölz entwickelt.
In diesem Jahr erhielt auch die Universität Rostock http://www.zoologie.uni-rostock.de/sammlung/ ein Exponat "Die Vogelwelt der Mistel" von mir.


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