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Alte und besondere Bäume
#1
Hallo, liebe Mitstreiter!

Mein neues Thema hat zwar nur marginal mit Museen zu tun, andererseits aber sind meine vorzustellenden "Objekte" oftmals nicht weniger alt und schon gar nicht weniger ehrfurchtgebietend als Ausstellungsstücke in einem Museum, und aus der Blickrichtung passt es ja wiederum Grins!

Hier möchte ich in loser Folge besondere, alte Bäume vorstellen, die ich selber besucht habe, und deren Erhalt aus genetischer Hinsicht für die Zukunft wertvoll wäre, da sie die wenigen Glücklichen aus all den hunderten und tausenden Früchten ihrer Mutterbäume sind, die "es geschafft" haben.

Das dass Auswachsen zu einem alten Baum keineswegs selbstverständlich ist, zeigt beeindruckend meine Absaat der ältesten und stärksten Stieleiche Europas, der Femeiche in Erle/ NRW.
18 angekeimte Eicheln habe ich Anfang Dezember '15 mitgenommen, als wir anlässlich einer Fahrt nach Bremen einen Abstecher zu dieser beeindruckendsten aller alten Mütter machten, und es sind zuerst nur fünf, nun mit einem Nachzügler aber sechs Stück auch wirklich gekeimt und zu Jungpflanzen geworden.
Das sind nur 27,7 bzw. 33,3 % Keimrate, was (auch für mich als Gärtner und sehr gut Baumkundigen) überraschend wenig ist, aus 100 Eicheln des Baumes würden also nur 27- 33 Keimlinge- in einem guten Jahr!
Was die Wildschweine (denen auch junge Keimlinge noch schmecken) übrig lassen, davon wird in der Folge durch Trockenheit, Wildverbiß, Schädlinge oder Konkurrenzdruck beinahe alles noch vor der eigenen Geschlechtsreife absterben, so dass sich ganz deutlich vor Augen hebt, warum vor allem Eichen als sog. Klimaxart (also mögliches Endglied eines natürlichen Sukzessionsverlaufs) so alt werden müssen.
Die Femeiche mit ihren 1200- knapp 1400 Jahren Alter wird ohne menschliche Hilfe in ihrem Leben keine 12- 14 überlebenden und selber zu großen Bäumen herangewachsene Nachfahren hervorgebracht haben.
12- 14 Nachkommen aus hunderttausenden Früchten im Laufe ihres längsten Lebens aller Stieleichen Europas...

Nicht nur darum sind so alte Bäume etwas ganz besonderes und höchst wertvolles, und einige dieser Veteranen möchte ich hier vorstellen.

Anfangen werde ich mit einem Baum hier aus der Nähe, der "Eiche am alten Sportplatz" in Hamm an der Sieg. Muss nur gerade nochmal stöbern, wo ich eigentlich den Ordner mit den alten Bäumen auf meinem PC verrümpelt habe.

Coming soon ^^...
#2
Hallo Okina,
ich freue mich schon auf Deine Berichte. Bin ja auch von diesen Zeitzeugen begeistert.
Viele Grüße
Lupus


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#3
Sooo...
Musste erstmal die CD wiederfinden, worauf ich die Bilder gebrannt hatte, aber hier habe ich es nun.

Die Eiche am alten Sportplatz in Hamm/ Sieg

[Bild: 25915650ew.jpg]

Bei der letzten Messung im April dieses Jahres hatte sie einen Brusthöhenumfang (BHU) von 654 cm.
Das macht diese schon sehr ansehnliche Eiche mit noch voller Primärkrone zu einem rechten Jüngling, die ihr erstes Lebensdrittel soeben erst hinter sich gebracht hat- inklusive immer einzurechnender Toleranz dürfte ihr Alter 320 plusminus 20- 50 Jahre betragen.
Geschichtlich überliefertes habe ich zu ihr leider nicht aufgetan, jedoch ist sie um das Jahr 1690 gekeimt. Was sie also bereits alles miterlebt hat, kann man ja bei Wikipedia unter Angabe der Jahreszahlen ab 1690 selber etwas nachvollziehen Smile.

Das besondere an ihr ist ihr quasi bis in die Spitze durchgehender Stamm, was für Stieleichen ein recht ungewöhnliches Merkmal ist- normalerweise weist eher unsere zweite heimische Eichenart, die Traubeneiche, dies Merkmal auf.
Durch Bauarbeiten in der Vergangenheit ist ihre Spitze auf dem Foto ein wenig dürr, doch ist das Foto zwei Jahre alt, und inzwischen hat die Eiche, auch durch die Abzäunung des Wurzelbereichs, erheblich und sichtbar an Vitalität gewonnen und ist in der Spitze wieder etwas dichter geworden.

Ihr "geringes" Alter mag auf den ersten Blick verwundern, hat doch manch ein Ort seine "tausendjährige" Eiche, aber das ist in den meisten Fällen leider reines Wunschdenken und hält kaum einer Überprüfung stand.
Wirklich tausendjährige Eichen, also mit Umfängen um 10 m und darüber, gibt es in Deutschland nur ungefähr 10- 12 Stück.

Genauere Infos zum Baum, auch geographische Daten, gibt es hier: http://www.monumentaltrees.com/de/deu/rh...atz/21208/
#4
Ich hoffe, daß Okina noch viele interessante Bäume vorstellt. Nicht nur die Geschichte der Bäume ist außerordentlich interessant, sondern auch die Bewohner
dieser alten Bäume. Selbst die abgestorbenen Bäume sind wichtige Lebensräume für viele und seltene Tierarten. So leben z.B. die Larven von Rosen-, Nashorn- und Hirschkäfer im Mulm der Bäume. Das Foto zeigt eine Larve des Nashornkäfers. Wenn Okina diesen Thread weiterführt, werde ich hier Tiere vorstellen, die den Lebensraum Baum nutzen u.a. auch die Hühnerartigen zum Schlafen. Die Stadt Schwabach unterhält sogar einen Totholzgarten http://www.schwabach.de/de/stadtverwaltu...-sued.html für seltene Insekten und deren Prädatoren, die u.U. genauso selten sind, siehe auch http://www.schwabach.de/images/referate/...utafel.pdf .


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#5
Die Hohltaube Columba oenas ist wesentlich kleiner als die bekannte Ringeltaube. Sie ähnelt einer schmutzig-blauen Stadttaube mit unterbrochenen Flügelbinden und glänzende grüne Flecken an den Halsseiten. Im Gegensatz zur Stadttaube bevorzugt die Hohltaube Altholbestände mit Schwarzspechthöhlen. Durch menschliche Aktivitäten, z.B. Waldrodungen, Wandlung forstlicher Betriebsformen und
z.T. unbekannten Faktoren, wurden die Hohltaubenpopulationen stark beeinflußt.
Die Hohltaube ist auf alte Laubbäume angewiesen.
Wo die Hohltaube kaum noch Bruthöhlen in alten Bäumen fand, zog sie auch als Untermieter in Fuchs- und Kaninchenbauten ein.


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#6
2 Bücher zum Thema, die in jeden Bücherschrank gehörten - nicht ganz richtig - die jeder gelesen haben sollte!!!


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#7
Kommen wir zum nächsten alten, und auf seine Weise noch besondereren Baum als es eine alte Eiche ist, von denen es ja hunderte gibt Smile!

Und zwar die "Alte Vogelkirsche in der Wahner Heide"

[Bild: 26836400mn.jpg]
Keinen Schreck kriegen, das ist kein Erwachsener, sondern nur mein da zweijähriger Sohn ^^.

[Bild: 26836402qn.jpg]
Ein Stammdetail, dass sehr schön beispielhaft das Rindenbild wirklich alter Vogelkirschen zeigt, welches im auffallenden Gegensatz zu der lange glatten Rinde jüngerer Exemplare steht.

Dieses für seine Art schon sehr hervorstechende Exemplar habe ich im Juni 2015 zufällig aufgestöbert, als wir anlässlich einer ornithologischen Exkursion die Wahner Heide besuchten und auf Höhe Stephansheide, genau östlich des Flughafens Köln/ Bonn, ins Gebiet vordrangen.

Mit 365 cm Umfang in Brusthöhe bzw. über der dicken Stammwucherung vermessen, ist sie nach der Champions Tree List der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft die aktuell viertstärkste Vogelkirsche Deutschlands, nach der Monumental Trees- List europaweit die siebtstärkste Vertreterin ihrer Art. Ihr Alter dürfte dabei ca. 180- 200 Jahre betragen.

Das mag so viel nicht anmuten gegenüber alten Eichen oder Linden, jedoch muss man bedenken, dass Kirschholz ein gesuchtes Edelholz ist, Kirschen sehr konkurrenzempfindlich sind und daher nur auf Sonderstandorten wirklich groß und alt werden können.
Ein solcher ist neben zB kleinen Bachtälern, die dann aber licht sein oder erst deutlich nach der Kirsche bewalden dürfen/ müssen, auch die Wahner Heide, welche bis in die jüngere Vergangenheit als Truppenübungsplatz diente, welchem Umstand das Gebiet seine große und für die Region, teils NRW- weit, wirklich einzigartige biologische Vielfalt zu verdanken hat.
Durch die ausschließliche Nutzung durch's Militär schließlich hatten auch ansonsten gewöhnliche Bäume oder auch Sträucher die seltene Chance, völlig unbeeinflusst von Verkehrs- und Gefahrenschutzvorgaben, Forstwirtschaft und sonstigen wirtschaftlichen Interessen ihre artmöglichen Ausmaße anzunehmen.

Eine genaue Geolocation des Baumes findet man hier:
http://www.monumentaltrees.com/de/deu/no...ide/21256/

Danke für das Interesse,
Andreas Smile
#8
Hy,

total interessant - Dein Faden.Gute Idee
Bin gespannt was da noch alles an "Riesen" kommt.

Gruß Heidi

#9
Wald, gleich ob Staats-, Kommunal- oder Privatwald, gerät seit einiger Zeit zunehmend in ein gesellschaftliches Spannungsfeld. Die Ansprüche an seine vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen steigen kontinuierlich an und führen dabei immer mehr zu widerstreitenden Konfliktsituationen.
Die bislang überwiegend praktizierte multifunktionale Forstwirtschaft, d.h. die gleichzeitige Umsetzung von nachhaltiger Holzproduktion, Biotop- und Artenschutz sowie vielfältigen Erholungsdienstleistungen stößt aufgrund der verstärkten Berücksichtigung von Einzelinteressen und Forderungen mittlerweile an naturgebene Grenzen.
Dieser Entwicklung wirkt Wald 2.0 entschieden entgegen, da das Projekt sowohl für kommunale als auch für private Wälder entwickelt wurde.
Der Privatwald im Bergischen Land wird u.a. geprägt durch seine Kleinparzelliertheit. Aufgrund der seit Jahrhunderten in dieser Region bestehenden Realerbteilung ist der durchschnittliche Waldbesitz auf deutlich unter 2 ha geschrumpft. Damit einhergehend sind Probleme in der nachhaltigen flächigen Bewirtschaftung verbunden, da die Eigentümer ihren Wald wenn überhaupt nur aussetzend und gemeinsam bewirtschaften können, d.h. nach einer in ihrem Wald möglichst abgestimmt durchgeführten Maßnahme zunächst erst wieder einige Jahre warten müssen.
Vielfach sind Waldeigentümer infolge von Erbübertragung, Wegzug, völlig anders gelagerter beruflicher Ausrichtung oder aufgrund ihrer persönlicher Motive häufig zeitlich und fachlich nicht mehr in der Lage, sich um ihren Waldbesitz angemessen zu kümmern.
Für kommunale Waldbesitzer bedeutet die vielfach dramatische Entwicklung kommunaler Haushalte ebenfalls häufig ein Überdenken der Notwendigkeit des kommunalen Waldeigentums, zumal die dort herausragende Bedeutung und Berücksichtigung der Erholungsfunktion den Stadtwald i.d.R. zu einem Zuschussgeschäft machte. Überlegungen zum Waldverkauf an private Investoren werden vereinzelt mit der Konsequenz umgesetzt, dass die neuen Waldeigentümer ihren Wald nach eigenen persönlichen Vorstellungen und Interessen bewirtschaften möchten.
Ökonomische, einseitig holzwirtschaftlich, jagdlich oder naturschutzmäßig ausgerichtete Interessen führen infolge dessen dazu, dass die Bürger „ihren“ Wald vor der Haustüre, über dessen Eigentumsverhältnisse sie sich bislang keine Gedanken machen mussten, nach Eigentumsübertragung nicht mehr uneingeschränkt nutzen können und Konflikte z.B. durch Kahlschläge, überhöhte Wildbestände, zerstörte Waldwege, mangelnde Verkehrssicherheit vorprogrammiert sind und das zuvor bestehende freie Waldbetretungsrecht faktisch eingeschränkt werden könnte.
Diesbezügliche negative Beispiele aus Nordrhein-Westfalen führten bereits in einigen Regionen zu großem öffentlichem Protest und zur Entstehung von Bürgerinitiativen.
Wald 2.0 bietet Bürgern, privaten Investoren, Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit bereits ab einem Mindestbetrag von 500 € je Genossenschaftsanteil zukünftig Waldgenosse und somit echter, aber ideeller Waldbesitzer zu werden, ohne dabei selbst Hand anlegen zu müssen. Die Gründung der Waldgenossenschaft Remscheid eG unter dem Dach des Forstverbandes als forstbehördlich anerkannter und bewährter forstlicher Zusammenschluss, verknüpft mit dem rechtlichen Instrumentarium des Genossenschaftsrechtes ist bislang einmalig und eröffnet die Möglichkeit privates Kapital zum Ankauf privater oder ggf. auch kommunaler Waldflächen verkaufswilliger Waldeigentümer zu erwerben und diesen Wald als echten Bürgerwald multifunktional und für alle nutzbar nach einheitlichen ökologisch ausgerichteten Kriterien naturgemäß zu bewirtschaften.
Die naturgemäße Waldbewirtschaftung selbst wird durch die seit Jahrzehnten bewährte enge Zusammenarbeit von Forstverband und Stadtforstamt Remscheid durchgeführt und gewährleistet. Mit Wald 2.0 können die beschriebene Strukturschwäche des Kleinprivatwaldes behoben und neue Ideen und Engagements der neuen Waldbesitzer einbezogen werden, die sich für ihren Wald interessieren und sich mit ihm eng verbunden fühlen, auch über die Region Remscheids hinaus
Die Vermarktung der Genossenschaftsanteile soll durch die Ausgabe von Anteilsscheinen über die Stadtsparkasse Remscheid erfolgen, die damit einerseits ihr regionales Engagement zur Förderung des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes zum Ausdruck bringen kann, als auch ihren Kunden eine alternative, wirtschaftlich interessante und inflationssichere Geld-anlagemöglichkeit anbieten kann.
Wald 2.0 ist dabei bewusst nicht darauf ausgerichtet möglichst hohe Renditen zu erwirtschaften, sondern kann aufgrund der seit Jahren bestehenden globalen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Zunahme der Weltbevölkerung, dramatische Abnahme der Waldflächen weltweit, gleichzeitig Zunahme des Holz- und Biomassebedarfs, Energiewende etc.) sicher davon ausgehen, dass regionale Wald-investments in den Wald vor der eigenen Haustüre im Gegensatz zu Investments in tropische Holzplantagen, nachgefragt, wertsteigernd und zudem nachhaltig begehbar, erlebbar und nutzbar werden.

https://www.waldgenossenschaft-remscheid.de/

Waldgenossenschaft Remscheid eG
Geschäftsstelle:
Lenneper Str. 63, 42855 Remscheid

Tel.: +49 (2191) 16 2071
Fax: +49 (2191) 16 2007


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#10
PROGRAMM
Viertes Forum, 18. November 2016
Waldnaturschutz in NRW -
Themen und Projekte aus der Praxis
Neben der Integration von Naturschutzelementen in die
klassische Forstwirtschaft Nordrhein-Westfalens gibt es
zahlreiche Beispiele für besondere Naturschutzprojekte,
Forschungen oder Begleituntersuchungen im Wald, die von
unterschiedlichster Seite durchgeführt werden.
Bei der Auswahl der Vorträge haben wir uns nun auf
Nordrhein-Westfalen konzentriert. Mit einem Beispiel wollen
wir aber auch etwas über die Grenzen von NRW
hinausblicken.
ab 9:15 Uhr
Eintreffen, Begrüßungskaffee, Anmeldung
10:00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Frank Herhaus, Heinz Kowalski
Biotopholzmanagement im Eichenwald durch
das LIFE+ Projekt „Villewälder“
Klaus Striepen (Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft)
und Karina Jungmann (Biologische Station Bonn /
Rhein-Erft)
Eichen Hainbuchenwälder und ihre Zukunft im
Klimawandel - Ergebnisse aus dem Projekt "Fit
für den Klimawandel"
Dr. Dirk Bieker, Michael Elmer und Dr. Britta
Linnemann (NABU-Naturschutzstation Münsterland)
Kaffeepause
Napoleons Truppenübungsplatz wird zum
Bodensauren Eichenwald - Praxiserfahrungen
aus der Bewirtschaftung und Pflege des FFHLebensraumtyps
Michael Herbrecht (Regionalforstamt Niederrhein)
Ausgewählte Aspekte zu Waldmaßnahmen im
LIFE+-Projekt „Wald- Wasser-Wildnis“ /
Nationalpark Eifel
Anika Poetschke (Biologische Station Städteregion
Aachen) und Dr. Michael Röös (Nationalparkforstamt
Eifel)
13:00 Uhr Mittagspause
ab 13:30 Uhr
Begehung des Baumwipfelpfades
14:30 Uhr
Rinder und Pferde als Biotopmanager im Wald -
geht das?
Franz Stockmann (Regionalforstamt OstwestfalenLippe)
Der Blick über den Tellerrand von NRW:
Erhaltung von Biotopbäumen über Spenden - das
NABU-Baumerhalterprojekt im Saarland
Helmut Harth (Naturschutzbund Deutschland,
Landesverband Saarland)
Kaffeepause
Tote Bäume für das Leben – ein Alt- und
Totholzprojekt für den Kleinprivatwald
Christoph Weitkemper (Biologische Stationen
Oberberg / Rhein-Berg)
Fledermaustaschen – ein neues Instrument für den
Artenschutz im Wald
Franco Cassese (Biologische Station Hagen)
Zusammenarbeit von Biologischen Stationen und
Landesbetrieb Wald und Holz NRW bei der WaldMAKO-Erstellung
am Beispiel des FFH-Gebietes
„Wupper von Leverkusen bis Solingen
Dr. Jan Boomers (Biologische Station Mittlere Wupper)
und Hermann Fröhlingsdorf (Regionalforstamt
Bergisches Land)
ca. 17:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

Termin / Tagungsstätte / Ort
Freitag, 18. November 2016
Jugendherberge Waldbröl “Panarbora”
Naturerlebnispark
Nutscheidstr. 1
51545 Waldbröl

Ausrichter
Naturschutzbund Deutschland
Landesverband NRW (NABU)
im Rahmen des
Jahresprogramms der
in Zusammenarbeit mit:
Biologische Station Oberberg
Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht
Leitung
Frank Herhaus

Anmeldung
bis 10.11.2016 bei der
NABU NRW Landesgeschäftsstelle
Völklinger Straße 7-9
40219 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211-15 92 51-0
Fax: +49 (0)211-15 92 51-15
E-Mail: Info@NABU-NRW.de

Kosten
Bitte überweisen Sie den Tagungsbeitrag (incl.
Verpflegung und Einritt Naturerlebnispark) in Höhe von
27,00 Euro auf das Konto des NABU:
IBAN DE14 3702 0500 0001 1212 00,
BIC BFSWDE33XXX, Kennwort: Waldnaturschutz

Anreise
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Panarbora liegt im Verkehrsverbund Rhein Sieg (VRS)
Zielbahnhof ist Schladern (Sieg). Sie erreichen
Schladern (Sieg) mit der S12 oder dem Rhein Sieg
Express (RSX) aus Richtung Köln oder Siegen in ca.
45 Minuten. Die Buslinie 342 fährt stündlich von
Schladern (Sieg) über Panarbora nach Waldbröl
(Fahrzeit 15 Minuten). Folgende Buslinien fahren den
Busbahnhof Waldbröl an: 302, 303, 311, 312, 340,
341, 342, 343, 344 Vom Busbahnhof Waldbröl fährt die
Linie 342 über Panarbora nach Schladern (Sieg).
Mit dem PKW:
Ausführlich Anreise-Informationen finden Sie unter:
http://panarbora.de/de/information/anreise/
Achtung Baustellen in Waldbröl:
Bitte besuchen Sie vor Ihrer Fahrt zu uns die
Homepage der Stadt Waldbröl, um sich über die
aktuelle Baustellensituation in Waldbröl zu
informieren.
#11
#Wurzeln schlagen !
Baumpflanzaktion am 02.11.2016 um 11:00 Uhr
Nicht nur Bäume müssen für Anwuchs und gedeihliche Entwicklung an ihrem neuen Standort Wurzeln schlagen
- auch NeubürgerInnen und Hinzugezogene.
Unter dem Motto #Wurzeln schlagen in Remscheid ! starten daher die Klima-Allianz Remscheid e.V. , unterstützt
von der Remscheider Flüchtlingsinitiative BAF e.V., mit Flüchtlingen und NeubürgerInnen gemeinsam
eine Baumpflanzaktion in einem Wald der Waldgenossenschaft im Bereich Remscheid-Dörpholz.
Hierzu hat u.a. der Parlamentarische Staatssekretär Horst Becker aus dem NRW-Umweltministerium seine
Teilnahme zugesagt.
Ziel ist neben dem langfristigen ökologischen Waldumbau des dortigen Genossenschaftswaldes durch die
Pflanzung von 2.500 Buchen, Eichen, Kirschen, Weißtannen und Douglasien auch die tatkräftige Mithilfe in
Remscheid angekommener Flüchtlinge und Asylsuchender unterschiedlichster Nationen gemäß dem Namenszug
von BAF e.V. - Begegnen, Annehmen, Fördern.
Anleitung und Unterstützung bei der Pflanzung geben Mitarbeiter und Auszubildende des Städtischen Forstamtes
der Technischen Betriebe Remscheid.

Ablauf :
11:00 Uhr Eintreffen der Teilnehmer und Flüchtlinge,
anschl. Begrüßung durch Remscheids Bürgermeister David Schichel
Grußworte
- Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär, NRW-Umweltministerium
- Fred Schulz, Vorsitzender der Remscheider Klimaallianz e.V.
- Markus Wolff, Vorsitzender Waldgenossenschaft Remscheid eG
anschl. Start der gemeinsamen Baumpflanzaktion
11:30 Uhr Pressegespräch im Wald (bei gutem Wetter) bzw. in der Gaststätte Eierkaal
ab 12:30 Uhr Lagerfeuer und zünftiger Imbiss in der Scheune der Gaststätte Eierkaal
13:45 Uhr Abholung der Teilnehmer und Flüchtlinge – Ende der Aktion
Wir erwarten rund 60 Teilnehmer an der Aktion, darunter u.a. Jutta Velte MdL sowie Jens-Peter Nettekoven
MdL.
Ebenso haben Vertreter des Remscheider Landschaftsbeirates, der Remscheider Klima-Allianz e.V., der Flüchtlingsinitiative
BAF e.V., des Regionalforstamtes des Landesbetriebes Wald und Holz NRW sowie Vertreter
verschiedener regionaler Natur- und Umweltschutzverbände ihre Teilnahme zugesagt.
Wir empfehlen wetter- und waldangepasste Kleidung – insbesondere entsprechende Schuhe...
Hintergründe :
Die Klima-Allianz Remscheid e.V. setzt sich für eine kontinuierliche Steigerung des effizienten Umgangs mit
Energie und Rohstoffen ein und möchte einen Wandel im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erreichen.
Dabei sollen auch NeubürgerInnen mit Ideen zum Klimaschutz erreicht und eingebunden werden.
Vielfältige Klimaschutz-Projekte werden vom Verein initiiert. Die Pflanzaktion in Kooperation mit der Waldgenossenschaft
und der Flüchtlingsinitiative BAF e.V. ist ein gutes Beispiel für ein gemeinsames KlimaschutzProjekt.

Die Waldgenossenschaft Remscheid eG ist Deutschlands erste und bislang einzige Bürgerwaldgenossenschaft
in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft. Sie wurde im Jahr 2013 gegründet, hat mittlerweile
fast 200 Mitglieder („WaldgenossInnen“) und verfügt über eine Waldfläche von zuletzt 50 ha.
Für weitere Informationen :
Markus Wolff Monika Meves
Waldgenossenschaft Remscheid eG Geschäftsführung Klima-Allianz Remscheid e.V.
Telefon 02191 – 16 2071 Telefon 02191 – 16 3313
Mobil 0151 - 212 70924 Mobil 0178 - 552 1253
E-Mail info@waldgenossenschaft-remscheid.de E-Mail info@klima-allianz-remscheid.de
Web www.waldgenossenschaft-remscheid.de Web www.klima-allianz-remscheid.de
#12
Heute biete ich Euch ein ganz besonderes Leckerchen, den wohl stärksten Haselstrauch Europas mit einem zwar kurzen, aber vorhandenen Stamm von 237 cm Umfang.

[Bild: 27272095si.jpg]

Er steht in einem Auwaldstreifen entlang eines Baches, dessen Bewuchs einst als Niederwald bewirtschaftet wurde. So entstand auch dieser absolut außergewöhnliche Hasel.

Er wurde einst auf etwa 30 cm Höhe gekappt, die danach an der Wunde entstandenen Neutriebe bilden den heutigen Strauch.
So weist dieser spezielle Hasel nicht nur einen klar definierbaren, wenn auch sehr kurzen Stamm auf, der mit 2,37 m einen immensen Umfang besitzt, sondern auch sein dickster Ast/ Stämmling weist selbst schon wieder 101 cm Umfang auf, was ihn als für seine Art sehr alt ausweist, da ältere Haselsträucher über 10 Jahren nach raschem Jugendwachstum nur um etwa 1 cm Umfangswachstum im Jahr zulegen.

Zu finden inklusive Geodaten etc. ist er hier: http://www.monumentaltrees.com/de/deu/rh...che/26673/
#13
Haselsträucher u. -Bäume sind weitestgehendst resistent gegen Misteln (siehe auch
http://forum.fluegelvieh.de/showthread.php?tid=238 die Beiträge 19, 20, 21, 23 u. 24). Nur sehr selten findet man Misteln auf Hasel. Allerdings bevorzugt der sehr schön blühende Wurzelparasit, der Verborgene Schuppenwurz Lathrea clandestina
den Hasel als Wirtsgehölz. Besonders beliebt sind die "Blutsformen" (rotblättrig) des
Hasels. Auch die Gattung Salix (Weiden) wird gerne als Lathrea-Wirt angenommen.
Im Gegensatz zu den Mistelartigen sind die Schuppenwurze, ebenso wie die Orobanchen, Vollparasiten. Ebenfalls ein Vollparasit sind die Seiden der Gattung Cuscuta. Cuscuta lupuliformis befällt auch Gehölze. Am Rheinufer Köln, Düsseldorf und weiter rheinabwärts findet man mehrere Seidenarten, z.B. auch Cuscuta europaea, die gerne Nesseln als Wirtspflanze nutzt.


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#14
Von Arnd Gaudich
Loope. Die Traubeneiche ist ein beliebter Baum. Sie gedeiht an trockenen Standorten und ist bestens für das zunehmend wärmere Klima gerüstet. Darum haben Baumschulen bereits seit einigen Jahren Probleme, der großen Nachfrage von Waldbesitzern nachzukommen. Im Waldgebiet Bliesenbach - oberhalb von Engelskirchen-Loope - sammelt eine Baumschule aus Montabaur in diesen Tagen hunderte Kilo Eicheln dieser Baumart, um neue Traubeneichen aufzuziehen.
Oberbergische Bäume sorgen für Nachwuchs in aller Welt. Doch das ist geht nicht einfach so.
Revierförsterin Andrea Rösch schaut bei den Arbeitern der Firma Pein und Pein vorbei. Es ist 14.23 Uhr am Montag. Die sieben Helfer knien auf dem schlammigen Waldboten und picken die Eicheln Stück für Stück unter dem Herbstlaub hervor. Eigentlich wäre dafür bereits vor zwei Wochen die beste Zeit gewesen, als die meisten Eicheln bereits von den Bäumen gefallen waren.
Jetzt haben Wildschweine und Damwild schon einiges weggefuttert. Aus terminlichen Gründen konnte die Baumschule erst jetzt anrücken. Sie findet trotzdem noch genug zum Abernten.
Am Rand des Waldweges stehen bereits einige grüne Säcke voll mit Eicheln. Sie werden später zur Baumschule transportiert. Wenn alles optimal läuft, erwächst aus jeder Eichel eine neue Traubeneiche. Försterin Rösch beobachtet genau, dass vom zehn Hektar großen Waldgebiet nicht mehr als die vereinbarte Menge Eicheln weggeht.
Es ist gar nicht so leicht, in Deutschland Eicheln der Traubeneiche zu bekommen. Zwar ist der Baum sehr verbreitet, aber nur von bestimmten, ausgewiesenen Parzellen dürfen die Eicheln geerntet werden, erklärt die Försterin. Das ist im Gesetz über forstliches Saat- und Pflanzgut so festgelegt, unter das auch die Traubeneiche fällt. "Um die Qualität dieser Baumart zu erhalten, darf sie nur aus anerkannten Herkünften vermehrt werden", sagt Rösch. Das Traubeneichengebiet Bliesenbach ist seit Mitte der 90er Jahre anerkannt, nachdem es behördlich überprüft worden war. Nach einer erneuten Prüfung vor zwei Jahren ist es bis zum Jahr 2027 für die Ernte zugelassen. Die Parzelle der katholischen Kirchengemeinde Engelskirchen ist nur eines von zwei zugelassenen Traubeneichegebieten in Oberberg. Das andere befindet sich bei Morkepütz.
An diesem Montag hat Försterin Rösch Unterstützung von einem Kollegen. Karl Zimmermann ist aus Leichlingen angereist. Er ist Saatgutbeauftragter beim Landesbetrieb Wald und Holz - und siegelberechtigt. Jeden Sack, den die Arbeiter vollgepackt haben, verschließt er mit einem Siegel. Das Plastikband mit Aufdruck weißt nach, dass die darin enthaltenen Eicheln aus einem anerkannten Gebiet stammen. Und nur solche Eicheln dürfen verwenden werden, um neue Bäume aufzuziehen.
Die Arbeiter der Baumschule werden das Eichensammeln am morgigen Mittwoch und am Donnerstag fortsetzen. Wenn sie fertig sind, wollen sie satte 1500 Kilogramm eingesackt haben - das sind Tausende neuer Traubeneichen. Die Kirchengemeinde, die die Eicheln verkauft, macht damit ein gutes Geschäft, sagt Rösch: "Der Preis für diese Eicheln steht momentan sehr gut. Für ein Kilo gibt es 2,50 Euro."
#15
Von Arnd Gaudich
Lieberhausen. Solche Gäste hat Stefan Drochner nie zuvor an seinem Arbeitsplatz gesehen. Vorsichtig hebt er aus einem großen Haufen Holz-Mulm eine dicke weiße Larve und guckt sich das langsam bewegende Etwas auf der flachen Hand genau an. Sie ist bissig, zwickt den Mitarbeiter des Lieberhausener Holzhackschnitzelheizwerks unverholen in den Finger. Drochner grinst und murmelt: "Ich verstehe: Du willst wieder in Deine Erde." Kaum hat er die Larve zurück auf den Mulm, die fast schon zerfallenden kleinen Holzreste, gelegt, gräbt die sich schon ein.
Mit dem Nashornkäfer ist vor wenigen Tagen ein wahrer Prachtkerl in dem Gummersbacher Höhenort gesichtet worden: Der Käfer wird bis zu vier Zentimeter groß und trägt im Gesicht ein charakteristisches Horn, dem die Art ihren Namen verdankt. Diese Tiere bekommen Oberberger nur selten zu sehen, weil sie überwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs sind. Doch in Lieberhausen ist nun gleich eine ganze Population ans Tageslicht gekommen.
Die Larven hatten es sich in dem großen, rund 1000 Kubikmeter großen Schnitzelhaufen auf dem Heizwerksgelände gemütlich gemacht. Dort lagern Holzschnitzel in Größenklassen, die zuvor von einer Siebmaschine sortiert wurden. Im Mulm entdeckte Stefan Drochner die Larven, als er eine Schaufel mit dem Radlader zur Verfeuerung abtransportieren wollte. Er stellte die Arbeit sofort ein.
Förster Bernd Rosenbauer, der auch Vorsitzender der Lieberhausener Energiegenossenschaft ist, berichtet: "Zunächst dachten wir, dass wir Larven des Hirschkäfers gefunden haben." Er rief bei der Biologischen Station Oberberg an. Deren Leiter, Frank Herhaus, kam vorbei und stellte fest: Aus diesen Larven wird eine weit seltenere Käferart als der Hirschkäfer schlüpfen. Der Nashornkäfer steht zudem noch unter Artenschutz.
Um den Nashornkäferlarven ein sicheres Zuhause zu bieten, packten Katharina Schäfer und Manuel Jochum von der Biologischen Station gemeinsam mit Stefan Drochner an. Sie setzten einen großen Haufen Mulm etwas abseits der Anlage - und mit bloßen Händen versetzten sie die Larven mit aller Vorsicht dorthin.
Drochner schätzt, dass so rund 1200 Tiere umgezogen sind. Dort werden sich die ganz jungen Larven noch bis zu fünf Jahre entwickeln, bis sie schließlich als Käfer schlüpfen Der Betrieb auf dem Hackschnitzelheizwerk kann so weitergehen. Um den Ort mit Wärme zu versorgen, werden in der Anlage Holzhackschnitzel verbrannt, die aus umliegenden Wäldern angeliefert werden. Ob die Eier des Käfers mit dem Holz ankamen oder die Larven später in den Mulm gelangten, ist unklar.
NASHORN MIT SECHS BEINEN
Nashornkäfer gehören zu den imposantesten Käferarten: Ihre männlichen Vertreter tragen das charakteristische Horn, an dem sie leicht zu erkennen sind. Die Käfer sind per die Bundesartenschutzverordnung geschützt und nur selten zu sehen, da sie vor allem nachts unterwegs sind.
Bereits die Larven sind beeindruckend. Sie können bis zu zehn Zentimeter lang werden. Einst war der Käfer ein Waldbewohner. Heute kann er auch im ausgewachsenen Zustand im eigenen Garten beobachtet werden. (ag)

siehe u.a. Beitrag 4 in diesem Thread


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#16
Auf den Spuren des Bergischen Waldes geht’s
per App über den Baumkronenpfad. Im Naturerlebnispark Panarbora eröffnete am
12. September 2015 auch eine Wald-Ausstellung der besonderen Art: In luftiger Höhe
von bis zu 34 Metern können Familien, Schulklassen und Naturfreunde viel über
den Wald erfahren und spannende Details rund um Flora und Fauna entdecken.
Die Ausstellung befindet sich auf dem Baumkronenpfad und dem
angeschlossenen 40 Meter hohen Aussichtsturm, mit einer Gesamtlauflänge von
1635 Metern. Unterhaltsam verpackt gliedert sie sich in sechs teils interaktive
Lern- und Erlebnisstationen: „Die Wissensvermittlung erfolgt plakativ und
spielerisch und ist insbesondere für Familien mit Vorschulkindern und
Schulklassen spannend“, erklärt Panarbora-Geschäftsführer Friedhelm Kamps. So
können die kleinsten Besucher den Wald über haptische Eindrücke entdecken,
beispielsweise in Form von Memory-Spielen, Puzzeln, Drehscheiben oder
Waldbrettspielen. Wer digitalen Zugang bevorzugt, kann vor Betreten des Pfades
eine kostenlose App aktivieren. Dann gibt es an unerwarteter Stelle immer
wieder spannende Geräusche, Tierstimmen oder sprechende Comics im
Jugendjargon. Auf großen Screens und Tafeln werden Fotos, Texte und Filme
präsentiert.
Mit der Ausstellung ist es in der Region erstmals gelungen, Informationen rund
um das Waldleben aus sehr unterschiedlichen Fachbereichen zusammenzutragen
und für ein breites Publikum erlebnispädagogisch aufzubereiten: Entwickelt und
inhaltlich aufgearbeitet wurde das Konzept unter Leitung von Panarbora als Gemeinschaftsarbeit
der Biologischen Station Oberberg (BSO), dem Bund für Umwelt
und Naturschutz NRW (BUND) dem NABU NRW, sowie dem Waldbauernverband
NRW. Unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung für Umwelt und
Entwicklung NRW. „Wir sind stolz darauf, dass renommierte Verbände und
Fachleute als Expertenteam zusammen arbeiteten und ihr Fach- und Praxiswissen
gemeinsam in die Ausstellung eingebracht haben“, lobt Kamps die
Zusammenarbeit der Verbände.
Hauptattraktion der acht Hektar großen Anlage
im Bergischen Land ist der Baumwipfelpfad mit einer Gesamtlauflänge von 1.635
Metern mit angeschlossenem 40 Meter hohem Aussichtsturm. Seitdem
begeistern interaktive Lerninseln auf dem Baumwipfelpfad Groß und Klein für die
Tier- und Pflanzenwelt. Das Informationsportal mit Abenteuerspielplatz sowie ein
Restaurant runden das Angebot ab. Für Übernachtungsgäste, vor allem
Schulklassen, Familienfreizeiten und Jugendgruppen, gibt es
erlebnispädagogische Angebote. In der Jugendherberge des DJH Rheinland, rund
50 Kilometer östlich von Köln, können 170 Gäste in asiatischen Jurten,
afrikanischen Lehmhütten oder südamerikanischen Stelzenhäusern und einem
Seminarhaus übernachten. Seit der Eröffnung im September 2015 besuchten
mehr als 100.000 Gäste Panarbora. Für Tagestickets zahlen Erwachsene 9,90
Euro, Kinder ab vier Jahren 6,40 Euro, ein Familienticket für zwei Erwachsene
und bis zu drei Kindern kostet 24,90 Euro. Weitere Informationen unter
www.panarbora.de


Bild 1: Panarbora/Völkner
Bild 3: D.Ketz/Panarbora


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#17
Im Schwabacher Landschaftspark Süd gibt es ein Biotop der ganz besonderen Art: Ein sogenannter "Totholzgarten" ist wertvoller Lebensraum für eine Fülle von Pilz-, Tier- und Pflanzenarten. Ausgehend von einer Idee der Stadtgärtnerei wurde von der Stadt Schwabach und den Landschaftspflegeverband Schwabach im Landschaftspark Süd ein beachtlicher Totholzgarten eingerichtet. Die wissenschaftliche Beratung übernahm Dr. Jürgen Schmidl von der Universität Erlangen.

Baumstämme liegen hier kreuz und quer und ragen zum Teil auch mit den Wurzeln nach oben aus der Erde. Dazwischen ergänzen Steinblöcke den fast schon urwaldartig anzusehenden Lebensraum. Die herumliegenden Bäume mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden.

Totholz ist Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Arten
Für Tausende von Insekten und andere wirbellose Tiere, für Pilze, Flechten, Moose und Algen ist Totholz Lebensraum und Nahrungsquelle zugleich. Aufgrund der bis vor wenigen Jahren üblichen forstlichen Intensivnutzung ist Totholz in unseren Wäldern selten geworden. Viele Lebewesen, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind, sind vom Aussterben bedroht.

In Deutschland leben etwa 6000 Käferarten. Rund 1350 davon bewohnen Holz, viele davon brauchen bereits abgestorbene Bäume. Neben Insekten und Pilzen finden sich jedoch auch viele Vögel, Eidechsen, Igel oder auch Blindschleichen in einem Totholzgarten. Der Totholzgarten ist daher nicht nur wertvoll für die Lebewesen, die ihn bewohnen. Er ist auch ein lohnendes Ziel, wenn man einen erlebnisreichen Spaziergang unternehmen möchte. Aufgrund der Größe und Gestaltung des Gartens erwartet die Besucher eine "Entdeckungstour mit Urwaldfeeling".

Schautafel informiert vor Ort
Eine vor Ort errichtete Schautafel informiert den interessierten Besucher ausführlich über die Besonderheiten des Lebensraumes "Totholz". Mit etwas Zeit und Geduld können interessierte Besucher hier jede Menge entdecken. Daneben informieren weitere Tafeln über den im Landschaftspark ebenfalls vorhandenen Baumlehrpfad. Ein Ausflug zum Landschaftspark Süd (gegenüber dem Parkbadeingang die Schmauserstraße folgend) ist für naturinteressierte Besucher daher sicher ein Erlebnis.

Kontakt

Thomas Mulzer
thomas.mulzer@schwabach.de
Telefon: 09122 9396-34


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#18
Mächtige exotische Bäume in friedlicher Mischung mit den einheimischen Waldriesen, das ist die Kulisse eines der weltweit größten Aboreten dem „Burgholz“. Hier schauen nicht nur Forstwissenschaftler interessiert in die Baumkronen sondern alle Besucher. Ausgangspunkt kann dabei das Waldpädagogische Zentrum (WPZ) Burgholz des Regionalforstamtes Bergisches Land sein. Das WPZ ist eine Umweltbildungseinrichtung des Landesbetriebes Wald und Holz NRW. Idyllisch am Rande von Wuppertal-Cronenberg gelegen, bietet es vielfältige Möglichkeiten für das unmittelbare Naturerleben im Wald. Die Angebote richten sich an alle Schulformen, an Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen, sowie an interessierte Erwachsene.
Es gibt didaktisch-methodisch abgestimmte waldpädagogische Aktionen und Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen. Jede Altersklasse findet sich eine Vielzahl an Themen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Vom zeitlichen Rahmen eines Schulvormittages bis hin zu mehrtägigen Projekten ist vieles möglich.
Sprechen Sie uns an, damit wir Ihre Termin- und Themenwünsche umsetzen können.
Kontaktdaten :
Wald und Holz NRW
Regionalforstamt Bergisches Land
Waldpädagogisches Zentrum Burgholz
Friedensstraße 69
42349 Wuppertal
Telefon: 02261 7010-322 (-321)
Telefax: 0251 91797 499905
E-Mail: wpz-burgholz@wald-und-holz.nrw.de
Homepage: www.wald-und-holz.nrw.de
und www.wpz-burgholz.de

Foto-Urheberrechte siehe Kontaktdaten


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#19
Alte und uralte Bäume leben seit Jahrzehnten und Jahrhunderten still und unbeeindruckt von der Hektik der Menschen. Sie haben Frost, Dürren, Stürme und Brände gesehen - und überlebt. Als starke Solitäre stehen alte Bäume in Gärten und Parks, an Straßen und Wegen; und auch in den Wäldern finden wir Baumriesen, die schon seit langer Zeit von der Axt des Försters verschont bleiben. Oft stehen sie heute als "Naturdenkmal" unter Schutz. Mancher Baum-Methusalem ist ein Zeitzeuge menschlicher Geschichte: Dorflinden waren in mittelalterlichen Orten das Zentrum der Kommunikation, in alten Urkunden werden Gerichtslinden und Femeeichen erwähnt. Femebäume, Thing-Eichen, Tanzlinden - Begriffe, die weit zurück weisen in die Zeit als noch Urwälder das Land bedeckten und Menschen unter heiligen Bäumen die Nähe der Götter suchten. Heute wachsen hierzulande keine Urwälder mehr. Erst in vielen Jahrzehnten werden in den Nationalparks wieder neue Urwälder zu erleben sein. Alte und uralte Bäume finden wir aber dennoch: Überall dort, wo der Mensch sie angepflanzt und über viele Jahre und Generationen seine Hand über sie gehalten hat. Sie sind es wert geschützt und erhalten zu werden - weil sie ein wirklich wertvolles Stück Natur und zugleich Teil unserer Kultur sind.

Mit einem gemeinsamen Wettbewerb laden das NRW-Umweltministerium und die NRW-Stiftung alle Foto- und Naturfans ein, Aufnahmen einzusenden, die Altbäume - "Alte Riesen" - in den Wäldern, Parks und Gärten Nordrhein-Westfalens abbilden. Einsendeschluss ist der 16. April 2017. Die zwölf Siegerfotos werden in einem Fotokalender veröffentlicht.

Die LNU empfiehlt ihren Mitgliedern eine Teilnahme an dem Wettbewerb. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.umwelt.nrw.de/ministerium-ver...ettbewerb/

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Fischer
LNU-Geschäftsführer

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Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt
Nordrhein-Westfalen e.V. (LNU)
- Landesgeschäftsstelle -
Heinrich-Lübke-Str. 16
59759 Arnsberg
Tel. 02932 / 4201
Fax 02932 / 54491
E-Mail: LNU.NRW@t-online.de
Internet: www.lnu-nrw.de
#20
Hallo Andreas,

wär das nix für Dich?

http://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redak...Riesen.pdf

http://www.umwelt.nrw.de/ministerium-ver...ettbewerb/


Gruß Heidi



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