Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 1 Bewertungen - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
15.09.2016, 18:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.09.2016 18:53 von Lupus.)
Beitrag #121
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Das Exponat "Die Vogelwelt der Mistel" bestehend aus einer Ringeltaube, einer Singdrossel, einer weiblichen Mönchsgrasmücke und einem männlichen Halsbandsittich wurde der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock http://www.zoologie.uni-rostock.de/sammlung/ gegeben.
Siehe auch hierzu die Beiträge 19, 20, 21, 23 und 24 in diesem Thread.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
       
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
06.12.2016, 21:17
Beitrag #122
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Hallo,
in diesem Jahr erhielt ich 3 Taubenfrostbälge zur Präparation für die Zoologische Sammlung der Universität Rostock. Leider konnte mir der Taubenhalter nur sagen, daß es 2 Dolchstichtauben und eine Grünflügeltaube wären. Er wußte weder die genaue Art noch den lateinischen Namen. Da außereuropäische Wildtauben nicht ganz so mein Metier sind, kann mir evtl. ein Forenbesucher behilflich sein.
Nach meiner Meinung handelt es sich um 2 Bartlett-Dolchstichtauben Gallicolumba criniger und um eine Grünflügeltaube Chalcophaps indica. Für eine Bestätigung oder etwaiger Korrektur wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
Dietmar


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
       
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
08.12.2016, 19:45
Beitrag #123
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Meine Bestimmung/Vermutung, daß es sich um Bartlett-Dolchstichtauben Gallicolumba criniger und um eine Grünflügeltaube Chalcophaps indica handelt,
wurde von Herrn Alois Münst, Autor eines Wildtaubenbuches und Kenner der Arten, bestätigt.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
   
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
04.01.2018, 23:16
Beitrag #124
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Wie Ihr aus den Beiträgen 107 - 120 in diesem Thread ersehen könnt, führten wir,
d.h. der Bergische Naturschutzverein Radevormwald https://bergischer-naturschutzverein.de/...-aktionen/ und die Radevormwalder Jägerschaft im Jahr 2016 ein größeres Hohltauben-Projekt durch. 150 Spezial-Nistkästen wurden in den Laubwaldungen im Raum Radevormwald aufgehangen, weitere 20 Kästen im Begräbniswald "Im Kempkenholz" in Remscheid. Jetzt erhielt die Zoologische Sammlung der Universität Rostock noch einen weiteren Nistkasten mit einem Hohltauben-Präparat (aus dem Kasten schauend). Im Anhang findet Ihr noch Informationen über die Hohltaube und eine Bauanleitung für die entsprechenden Nistkästen.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
                   
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
05.01.2018, 14:50
Beitrag #125
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Anbei noch eine Bauanleitung für Hohltauben-Nistkästen vom BUND Lemgo.
Evtl. sind die Maße besser zu lesen als auf dem LÖLF-Merkblatt. Wer sich für die Zucht von Wildtauben und deren Haltung in menschlicher Obhut interessiert, ist bei der IG Wildtauben http://www.ig-wildtauben.de/ sehr gut aufgehoben. Vom Diamanttäubchen bis zur Fächertaube wird "alles" gezüchtet. Besonderen Wert wird
auf die Arterhaltungszucht und Unterartenreinheit geachtet.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
   
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
26.04.2018, 14:15
Beitrag #126
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Ich war jetzt 4 Wochen in Israel und werde in Kürze über die dortigen Tauben berichten. Einen interessanten Bericht über die frühe Haltung und Nutzung der Tauben fand ich auf den Seiten: "I LIKE ISRAEL":
Taubenmist düngte die Wüste
Byzantinischer Taubenmist begrünte den Negev. Archäologen der Universität von Haifa haben in den alten Siedlungen Shivta und Sa’adon sehr kleine und zierliche Taubenknochen ausgegraben. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Tauben hauptsächlich zur Produktion von Düngemitteln herangezogen wurden, um den landwirtschaftlichen Erfolg im trockenen Negev zu steigern. “Die Taubenknochen, die wir gefunden haben, sind viel kleiner als die von Tauben, die für die Fleischindustrie gezüchtet wurden”, schrieben die Forscher. “Die Rolle des Menschen beschränkte sich hauptsächlich auf den Schutz der Vögel.” Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße lieferten die Vögel nicht nur weniger Fleisch, sondern hatten auch einen schnelleren Stoffwechsel, so dass mehr Kot im Verhältnis zur Futtermenge produziert wurde. Taubenkot spielte eine wichtige Rolle in der Negev, um “Lössboden” zu düngen – ein schluffiges Sediment, das durch die Ansammlung von durch Wind verwehtem Staub gebildet wird und somit für eine intensive Landwirtschaft geeigneter ist. Das Forschungsteam wurde von Nimrod Marom von der Universität Haifa und dem Tel Hai College in Zusammenarbeit mit Prof. Guy Bar-Oz und Yotam Tepper von der Universität Haifa und Baruch Rosen vom Volcani Agricultural Research Center in Rishon LeZion geleitet.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
   
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
27.04.2018, 02:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.04.2018 02:52 von Lupus.)
Beitrag #127
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Wie schon kurz beschrieben, war ich jetzt 4 Wochen in Israel. Mich interessiert die dortige Avifauna und hier besonders die Taubenartigen. Neben einigen Stadttauben findet man dort noch Felsentauben Columba livia und sehr häufig, besonders im urbanen Bereich, die Senegal- oder Palmtaube Streptopelia senegalensis.
Jeder kennt wohl die Geschichte der Festung Massada (Masada) .
Natürlich besuchte ich auch diesen geschichtsträchtigen Ort (in Begleitung vieler Tristramstare Onychognathus tristramii ) Auf Massada sind die Reste von gleich 3 Columbarien zu finden. Direkt an einem Columbarium zeigten sich leider nur die Stare zur photo session. Einige nicht ganz zahme Felsentauben ließen sich dann aber doch noch fotgrafieren.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
                               
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
28.04.2018, 11:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.04.2018 14:28 von Lupus.)
Beitrag #128
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Mein Standort in Israel war die Oase En Bokek am Toten Meer in der Wüste Judäa. Von dort aus unternahm ich diverse Exkursionen ins Landesinnere. Mein letzter Aufenthalt in Israel war 1994, Seitem hat sich die Avifauna aber auch das Verhalten einzelner Vogelarten stark verändert. Die Pflanzen in En Bokek sind zum größten Teil nicht einheimisch, bis auf die Schirmakazien, Tamarisken, Kapern und Sodomäpfel in dem Wadibereich. Die in dieser Oase lebenden Vertreter der Vogelwelt sind Tristramstar Onychognathus tristrami, Hirtenstar Acridotheres tristis, Gelbsteiß-Bülbül Pycnonotus xanthopygos, Palmtaube Streptopelia senegalensis, Felsentaube Columba livia, Nebelkrähe Corvus corone und Haussperlinge. Die 1994 noch in der Oase lebenden Sahara-Steinschmätzer Oenanthe leucopyga, Schwarzschwanz Cercomela melanura und Jerichonektarvogel Cinnyris osea konnte ich nur noch in der umliegenden Wüste beobachten.
Der bereits erwähnte Hirtenstar ist neu in En Bokek und verdrängt wohl auch den heimischen Tristramstar. Das Verhalten der Palmtaube hat sich seit den 90er Jahren auch sehr verändert. Wie bei uns die Ringeltaube ist dort die Palmtaube zu einem Kulturfolger geworden und nutzt den urbanen Bereich wie bei uns die Spatzen, ohne jegliche Scheu vor dem Menschen - es sei denn, man will sie fotografieren.
Einen ähnlichen Weg - von der Wildtaube zur Stadttaube - beschreitet auch die Felsentaube. Die Tauben werden nicht gefüttert, finden aber
am Strand immer wieder Essensreste. Einige Felsentauben haben ihren Naturfelsen verlassen und nutzen nun die riesigen Hotelgebäude als Kunstfelsen und brüten z.T. auch in den Arkaden der Hotels. Einige Felsentauben sind aber weiterhin ihrem ursprünglichen Lebensraum treu geblieben und brüten in den Wadis, in En Gedi z.B. unter dem Wasserfall. Leider habe ich in En Bokek einen sehr starken gehämmerten Täuber (mit Wamme) wahrscheinlich ein Mischling mit der Syrischen Wammentaube gesehen. Außerhalb der Ortschaften traf ich noch auf Turteltauben Streptopelia turtur. Leider ließen diese sich nicht aufs Bild bannen.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
                               

.jpg  israel10.jpg (Größe: 22,65 KB / Downloads: 72)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.05.2018, 10:53 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.2018 12:44 von Lupus.)
Beitrag #129
RE: Rund um die Taube u.a. Feldflüchter
Buchbesprechung von Günter Stach
Architektur für Tauben –
Die Tauben und ihr Haus
Nur die Taube hat es als Haustier geschafft, in allen schöngeistigen Kunstrichtungen Einzug
zu halten. Sowohl in den musischen Fächern als auch im handwerklichen Bereich mit dem
Bau von Unterkünften für sie. „Architektur für Tauben – die Tauben und ihr Haus“ ist der
neueste Titel, der aktuell auf dem Büchermarkt erschienen ist. Eine Bündelung von
Beiträgen, die 1986 in der Fachpresse ihren Anlauf nahm und sich mit insgesamt 27
Veröffentlichungen dort niederschlug.
Autor Klaus Kahn, (87), Rassetaubenzüchter Zeit seins Lebens und ausgebildeter
Malermeister mit dem geschulten Blick für Ästhetik und Farben, bereiste in Jahrzehnten alle
deutschen Lande und dehnte darüber hinaus seine Suche nach Taubenhäusern und
Taubenkobel in Böhmen und Frankreich aus und wagte, sein Augenmerk auf die beinah
monumental wirkenden Taubenhäuser auf der griechischen Insel Tinos zu richten.
Zusammen mit Co-Autor Dr. Jens Herbert, (40), - in der Rassetaubenszene kein Unbekannter
sowie als promovierter Bauingenieur beruflich tätig - entstand unter dessen
Gestaltungsanleitung ein 87-seitiger Bildband im A-4-Querformat. Mit 260 farbigen
Abbildungen von kulturhistorischen Projekten, die längst baudenkmalerischen Schutz
genießen und uns wahrhaftig nostalgisch berühren, übertrifft diese Neuerscheinung die nur
wenigen zu diesem Thema erschienenen Printwerke mit seinen gegenständlichen
Darstellungen und den dazu passenden Texten
Dieser Buchtitel ist kein Fachbuch im Sinne heute Rassetaubenzucht zu betreiben. Vom
Inhalt und der Ausstattung her aber eine klassische Edition, außer Betrieb gesetztes
Geschehen beim Betrachten und Lesen in der phantasievollen Erinnerung auflebend zu
vergegenwärtigen. Für Leser, die sich nachahmend angeregt fühlen, eine wahre Fundgrube,
sich aus der Fülle der Exponate Anregungen zu holen. Abschließend vermittelt die einer
Baubeschreibung ähnelnden Aneinanderreihung von 16 Farbfotos, den Bau einer
sechseckigen Zuchtanlage – Schlag mit vorgebauten Volieren – für Tauben. Ein durch
Harmonie getragenes Beispiel, wie sich gestalterisch die moderne Baukunst in der
Architektur für Tauben von heute präsentiert.
Sowohl für Freunde schöner Bücher als auch Sammler ein Glanzstück, für die Züchter neben
anderen Argumenten die Dokumentation zur Rechtfertigung der Fortsetzung von Tradition
und der Pflege eines erhaltenswertes Kulturerbes.
Im Eigenverlag erschienen, ist er zu beziehen bei Dr. Jens Herbert, Fürstenwalder Straße 4,
64354 Reinheim.
Mail to: jens.herbert@gmx.net
zum Preis von 35,- € plus 2,50 € Versandkosten.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
   
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
16.09.2018, 20:25 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.09.2018 20:42 von Lupus.)
Beitrag #130
Artisten der Lüfte
Ich wage einmal einen Schwenker bei den Artisten der Lüfte von den
Tauben zu den Schwalben und von den Taubenhäusern zu den Schwalbenhäusern. In Radevormwald wurde ein Haus, an dem viele Mehlschwalbennaturnester von den Schwalben selbst gefertigt waren,
abgerissen. Da in unmittelbarer Nähe kein weiteres Haus, wo die Schwalben dann hätten umziehen können, steht, wurde als Ersatzmaßnahme dort ein sogenanntes Schwalbenhaus aufgestellt. Jetzt hofft man, daß
die Mehlschwalben dieses Angebot auch annehmen. Der Schweizer Naturschutzverein NUVRA stellte in Anwil ein solches Haus auf, das bereits nach 2 Jahren gut angenommen wurde, sieh auch http://www.nuvra.ch/Mehlschwalben.pdf
An Gebäuden, wo die Schwalben ihre Nester bauen wollen, die aber aus Mangel an geeignetem Nistmaterial (Lehm, kleinste Strohhalme, Kuhmist etc...) immer wieder abrechen, kann man mit Kunstnestern nachhelfen. Um die Hausfassade nicht zu verschmutzen, werden dann noch Kotbretter angebracht. Ich habe diese Nester auch in meinen Taubenzuchtvolieren für kleinere Taubenarten an den Volierenrückwänden angebracht. In der Gaststätte Römer im Bergischen Freilichtmuseum in Lindlar befindet sich ein Präparat einer rein weißen Rauchschwalbe.
Wo es in unserer Macht steht, sollten wir den Mehl- und auch den Rauchschwalben helfen und ihnen Nistmöglichkeiten an und in den Gebäuden, z.B. in Stallungen (offene Fenster als Einflug für Rauchschwalben) bieten, damit wir in Zukunft neben unseren geliebten Tauben auch noch weitere Artisten der Lüfte bewundern können.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
               

.jpg  IMG_8977.JPG (Größe: 41,92 KB / Downloads: 12)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema: Verfasser Antworten: Ansichten: Letzter Beitrag
  Taube Sibille1967 13 6.871 27.03.2014 22:47
Letzter Beitrag: Puschel

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt | fluegelvieh.de | Nach oben | Zum Inhalt | Archiv-Modus | RSS-Synchronisation