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Museen bilden
13.12.2018, 12:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.12.2018 12:17 von Lupus.)
Beitrag #221
Aquazoo Löbbecke Museum
Aquazoo Löbbecke Museum, Düsseldorf

Faszinierende Einblicke in verschiedene Lebensräume bietet das Aquazoo Löbbecke Museum seinen großen und kleinen Besuchern. In über 140 Aquarien, Terrarien und Großanlagen leben 5.000 Tiere aus über 560 Arten. Während Hai und Rochen durch das große Riffbecken gleiten, genießen Krokodile und Schildkröten das tropische Klima der begehbaren Tropenhalle. Die einzigartige Verbindung aus Zoo, Aquarium und Naturkundemuseum wartet zudem mit einer modernen, interaktiven Ausstellung auf, die Evolution und Artenvielfalt erleben lässt.

Gleich zu Beginn erwartet ein über 16 Meter langes Pottwal-Skelett die Besucher des Aquazoo. Dieser imposante Zahnwal steht am Ende einer langen Evolutionsgeschichte, vom Einzeller bis zum Säugetier. So beginnt die Reise in die Naturgeschichte mit den Kleinstlebewesen, die sich erst nach einem Blick durch Lupe und Mikroskop offenbaren. Im Lebensraum „Meer“ als Wiege des Lebens präsentiert sich mit Korallenriffen und vielen faszinierenden Lebensformen. Im großen Anton-Lendle-Riff ziehen die imposanten Kuhnasenrochen vorbei, während die Spezialisten des Meeres wie illuminierende Tiefseefische, Anemonenfische und bunte Garnelen erst entdeckt werden wollen.
Den Süßwasserbereich des Aquazoo bewohnen neben vielen Fischen auch Schildkröten und Krebstiere. Der heimische Hecht lauert reglos zwischen Unterwasserpflanzen auf Beute, und die Schlammspringer erobern den Landbereich ihrer Mangrovenlagune.
Der Landgang führt die Besucher in das große Insektarium mit perfekt getarnten Insekten, reglos verharrenden Spinnentieren und einer riesigen Kolonie von Blattschneiderameisen, in der es kaum möglich ist, einzelne Tiere auszumachen.
Durch die Tropenhalle, Lebensraum von Krokodilen, Kaimanen, Leguanen und Schmetterlingen führt der Weg zu den Amphibien und weiteren Reptilien. Unzählige Tarnungskünstler warten hier darauf entdeckt zu werden.
Der Rundgang endet vor der Panoramascheibe des vier Meter tiefen Pinguinbeckens. Hier gleiten die an Land so schwerfällig erscheinen Frackträger elegant durch das Wasser.

Die Dauerausstellung „Meer und Mensch“ präsentiert viele verschiedene Aspekte der Ozeane. Die Berichte erster Seefahrer von Seeungeheuern und Monstern, die kaum erforschten Kreaturen der Tiefsee wie auch die heutige Bedrohung des ganzen Ökosystems durch Plastikmüll werden anhand von Bildern, Präparaten und Modellen überaus ansprechend veranschaulicht.

Kontakt: Aquazoo Löbbecke Museum
Kaiserswerther Straße 380
40474 Düsseldorf
http://www.duesseldorf.de/Aquazoo


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16.12.2018, 17:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.12.2018 22:06 von Lupus.)
Beitrag #222
Bergische Familien- u. Produktgeschichte
Der Fachverband der Deutschen Werkzeugindustrie richtete im Jahr 2015 eine große Ausstellung der bedeutendsten Werkzeughersteller,
u.a. die Fa. GESIPA Blindniettechnik, im Deutschen Werkzeugmuseum
http://www.werkzeugmuseum.org/ aus. Das brachte mich auf die Idee, etwas Firmen- und Familiengeschichte niederzuschreiben.

Im Jahr 1910 wurde Erich Fennel als Sohn von Otto Fennel und Helene Fennel, geb. Bornewasser, in Radevormwald geboren. Nach 8 Jahren Volksschule machte er eine Lehre zum kaufmännischen Angestellten bei der Feilenfabrik Bernhard Mundorf (Bernhardiner Feilen). Schon kurz nach seiner Ausbildung übernahm er den Vertrieb im Innendienst ebenso wie im Außendienst. Seine Verkaufsfahrten führten ihn bis nach Polen. Über 25 Jahre war Erich Fennel in und für die Firma Bernhard Mundorf tätig.
Dann ging in den 50er Jahren Erich Fennel ganz in den Außendienst als freier Handelsvertreter. Er vertrat die Fa. Cramer & Co aus Elben/Westerwald. Die Fa. Cramer handelte mit Werkzeugen und fertigte Bauverschleißteile, z.B. Baggerzähne, Spezialplatten zur Verstärkung oder Reparatur von Baggerschaufeln. Desweiteren hatte die Fa. Cramer & Co den Alleinvertrieb der Fa. GESIPA (Gesellschaft für internationale Patentverwertung).

1936 heiratet Erich Fennel dann Agnes Steffens aus Dahlhausen. 1937 wird Erich Fennel jr. geboren, 4 Jahre später Axel und 1949 wurde ich, Dietmar Fennel, geboren.

Erich Fennel jr. macht nach seiner Mittleren Reife eine kaufmännische Ausbildung bei der Sägenfabrik Carl Rudolf Berger in Remscheid-Hasten, Axel Fennel macht ebenfalls eine kaufmännische Ausbildung bei der Kompensatorenfabrik Hawiko in Krebsöge-Friedrichstal. Nach der Volksschule besuchte ich ab 1964 die zweijährige Kaufmännische Handelsschule in Wuppertal Elberfeld. Danach machte ich eine zweieinhalbjährige Ausbildung als Industriekaufmann in der Fa. Barmag Barmer Maschinenfabrik AG in Remscheid-Lennep. Bis 1971 war ich dort im Einkauf als Sachbearbeiter/Einkäufer für Kunststoffe, Rohrleitung- u. Apparatebauteile, Bau- und Handelsware verantwortlich. 1971 wechselte ich als Handelsvertreter ebenfalls zur Fa. GESIPA.
Die Firma Cramer & Co sah keine große Zukunft in der Blindniettechnik und gab die Alleinvertretung auf. Mein Vater Erich Fennel sen. übernahm dann die GESIPA-Vertretung für NRW. Da meinem Vater die viele Arbeit "über den Kopf wuchs", ging Erich Fennel jr. auch in den Außendienst und vertrat die Firmen Cramer & Co sowie GESIPA.
Im Jahr 1971 gab ich meine Anstellung in der Barmag auf und wurde auch als freier Handelsvertreter für die Fa. GESIPA tätig.


Als mein Vater in den 50er Jahren die GESIPA-Vertretung übernahm, gab es nur wenige Nietwerkzeuge dort, die NT III-Nietzange, das Hebelnietgerät HN I und zwei pneumatisch-hydraulische Nietpistolen PH I und PH II sowie nur einige Abmessungen der Blindniete in Aluminium und Stahl. 1971 gab es bei/von GESIPA viele verschiedene Nietwerkzeuge und ein umfangreiches Nietprogramm in vielen Materialien und Ausführungen. Auf dem deutschen Markt gab es nur Wettbewerber aus dem Händlerbereich, z.B. die Firmen Gebr. Titgemeyer aus Bielefeld, Gebr. Happich aus Wuppertal und die Fa. Avdel. Diese Handelsfirmen hatten gegenüber GESIPA einen Vorteil, sie führten auch Einnietmuttern. Um diese Lieferlücke zu füllen, übernahmen viele GESIPA-Vertreter auch die Vertretung der Fa. Herbert Schruff aus Hermeskeil. Die Firma importierte Blindnietmuttern, die RIVNUT, aus England. 2 Lieferanten für eine Produktfamilie waren nur suboptimal und so versuchte Erich Fennel sen. den GESIPA-Inhaber Dr. Biermann zu motivieren, das RIVNUT-Programm zu übernehmen. Da diese Anregung nicht aufgegriffen wurde, setzten sich die "Fennels" zusammen um eine Lösung zu finden. Siegfried Fennel, ein Bruder meines Vaters, überarbeitete ein gängiges Blindnietmuttern-Verarbeitungsgerät, da dieses Gerät schwierig zu warten war. Viele Verschraubungen des Gerätes wiesen Links- und/oder Zollgewinde auf. Dieses Gerät wurde von meinem Onkel "auf den deutschen Qualitätsanspruch gebracht".


1969 machte ich zusammen mit Manfred B. aus Radevormwald-Bergerhof in Opladen die Jägerprüfung (nebenbei bemerkt: die Henne Elvira aus dem Buschuhn-Thread http://forum.fluegelvieh.de/showthread.p...228&page=2 siehe Beitrag 30, lebte auf seinem Hof). Manfred B. arbeitete als Werkzeumacher erbenfalls in der Barmag in Remscheid-Lennep und machte dort eine Zusatzausbildung als Technischer Zeichner. Manfred B. erhielt von mir je 2 GESIPA-Handnietzangen NTS und NTX für "normale" Blindniete mit der Bitte, diese Zangen so umzubauen, daß man damit Blindnietmuttern verarbeiten kann. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte Manfred die Prototypen der heutigen Blindietmuttern-Setzgeräte, aus der NTX wurde die GBM 10 und aus der NTS die Heimwerker-Blindnietmuttern-Zange GBM 5. Nun fehlten noch die Blindnietmuttern aus deutscher Herstellung. Mein Vater und ich fanden in Rummenohl eine Automaten-Dreherei, die für GESIPA Nietmuttern drehen würde. Eine Nietmutter weist eine Stauch- und eine Gewindezone auf. Das Material muß für die Herstellung drehbar/spanabhebend und bei der Verarbeitung verformbar sein. Das große Erwachen hatten wir bei der Probeverarbeitung der Muttern. Das Aluminium war so hart, daß es beim Einsatz riss. Somit war die Mutter nicht verwendbar und guter Rat teuer. Diesen Rat erhielten wir von der Fa. Erbslöh aus Velbert. Nach dem Drehvorgang wurden die Nietmuttern wärmebehandelt, d. h. geglüht. Danach konnte man die Nietmuttern einwandfrei verarbeiten. Zur Hannover-Messe brachte ich dann 4 umgebaute Nietzangen und einen Beutel voll Nietmuttern mit auf den GESIPA-Messestand, ohne das die Geschäftsführung vorher etwas wußte. Die Firmenleitung war schnell überzeugt und so wurden die Zangen und Nietmuttern dem Publikum als Messeneuheit vorgestellt. Trotzdem, daß wir nur Richtpreise abgeben konnten, war der Verkaufserfolg grandios und Familie Biermann nahm das Blindnietmutternprogramm in ihren Lieferumfang auf. Nach über 40 Jahren führt die Fa. GESIPA immer noch das GBM-Programm und ebenso die "Bergischen Entwicklungen", die Nietmuttern-Setzwerkzeuge GBM 10 und GBM 5.


Erich Fennel sen. verstarb 1979. Nach dem Tod von Herrn Dr. Biermann wurde GESIPA noch einige Jahre von seiner Frau und einem Neffen weitergeführt und dann verkauft. 1986 gab ich meine Außendiensttätigkeit auf und arbeitete bis zu meiner Pensionierung 2012 als Sachbereichsleiter im Einkauf der Fa. Barmag, im Bereich Oberflächentechnik sowie in der geplanten und ungeplanten Auswärtsfertigung. Mein Sohn hatte mit dem "Kaufmännischen nichts am Hut", er wurde Sprachlehrer und Kulturwissenschaftler.


Ich beabsichtige noch das Deutsche Werkzeugmuseum in diesem Thread vorzustellen. Hier noch Links zum Thema:

https://www.gesipa.de/
http://www.werkzeugmuseum.org/


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16.12.2018, 18:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.12.2018 18:25 von Lupus.)
Beitrag #223
RE: Museen bilden
Wie kaum eine andere Branche ist die deutsche Werkzeug- & Eisenwarenindustrie von Traditionsfirmen geprägt, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können.
GESIPA® präsentierte historische und aktuelle Produkte im Deutschen Werkzeugmuseum.
In Summe stolze 3455 Jahre Industriegeschichte zeigte das Deutsche Werkzeugmuseum in einer Sonderausstellung bis 30.8.2015.
Mehr als 30 Firmen der Werkzeug- und Befestigungstechnik-Branche, die mindestens auf ein 50-jähriges Jubiläum zurück blicken können, präsentierten Exponate aus ihrer Firmengeschichte sowie aktuelle Produkte.
GESIPA® zeigte unter anderem den „Niet-O-Mat“, die Handnietzange der ersten Stunde, und spannte den Bogen bis hin zu den neuesten Geräten wie dem AccuBird® Pro.
Neben GESIPA® nahmen bekannte Hersteller wie Hazet, Gedore und Fischer an der Ausstellung teil. Am 23.06.2015 fand anlässlich der Ausstellungseröffnung ein Pressegespräch statt. Die Firmenvertreter hatten Gelegenheit, die Geschichte ihrer Firma bzw. die jeweiligen Produkte vorzustellen.


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04.01.2019, 14:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.01.2019 14:16 von Lupus.)
Beitrag #224
Vogelberingung
Anhängende Fotos zur Vogelberingung wurden mir dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt von:
NABU/A. Ostwald http://www.NABU-Hamburg.de (Beringung Blaumeise)
©MPI Ornithologie https://www.orn.mpg.de/vogelberingung (Beringung Gartenrotschwanz)
Dr.Schmidt-Rothmund https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/ (Beringung Seeadler) Foto: Gerald Morgenstern

Die Stiftung Naturschutzgeschichte http://www.naturschutzgeschichte.de/ erhielt im Laufe der Zeit mehrere Exponate zum Themenbereich Vogelforschung von mir, u.a. ein Kamera-Ei, ein Käfig-Ei zur Blutentnahme (DNA) bei größeren Vögeln durch Raubwanzen, mehrere Beringerzangen für Kleinvögel, Ringe der Vogelwarte Helgoland http://www.ifv-vogelwarte.de/das-institut.html und Farbringe. Jetzt sah ich bei diversen Dokumentationen über die Beringung von Großvögeln, daß dort auch zum Verschließen der Ringe Blindniete und natürlich dann auch zur Verarbeitung Blindnietzangen eingesetzt werden. Jetzt erhalte ich für die Stiftung Naturschutzgeschichte von der Beringerzentrale Hiddensee https://www.beringungszentrale-hiddensee.de/ noch 2 dieser größeren Ringe. Diese Ringe sowie eine Nietzange NTX (wie im Beitrag 222 abgebildet) werde ich dann in der kommenden Woche der Stiftung zur Verfügung stellen.


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11.01.2019, 11:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.01.2019 11:39 von Lupus.)
Beitrag #225
Neanderthal Museum Mettmann
Wo sich heute eines der beliebtesten Museen Europas, das Neanderthal Museum bei Düsseldorf steht, wurde vor rund 160 Jahren der Neanderthaler entdeckt. Als Arbeiter 1856 merkwürdig geformte Knochen fanden, wusste der Wuppertaler Lehrer J. Fuhlrott sofort, dass sein Neanderthaler in die Geschichte eingehen würde. Dass Eiszeit-Menschen so berühmt werden würden wie der Papst, der Dalai Lama oder die Popgruppe ABBA, konnte er jedoch nicht ahnen. Rund um die steinzeitlichen Knochen ist ein hochmodernes Museum entstanden. Die multimedialen Präsentationen des Hauses lassen Besucher die Geschichte der Menschheit von den Anfängen in der afrikanischen Savanne vor mehr als vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart erleben. Außerdem werden Aussehen und Mimik durch zahlreiche Rekonstruktionen der Steinzeitmenschen erlebbar. Eine weltweit einzigartige Morphing-Station bietet sogar die Möglichkeit, sich selbst zum Neanderthaler zu morphen. Neben dem reinen Museumsbesuch bieten sich der Besuch der Fundstelle und des nahe gelegenen Wildgeheges an. Hier werden Wildpferde, Auerochsen und Wisente erfolgreich gezüchtet. Darüber hinaus kann in der Steinzeitwerkstatt steinzeitliches Handwerk erlernt oder nur ausprobiert werden.

NEANDERTHAL MUSEUM, geöffnet Di – So, 10.00 bis 18.00 Uhr, montags geschlossen.
Weitere Informationen unter http://www.neanderthal.de


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21.01.2019, 17:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.01.2019 17:30 von Lupus.)
Beitrag #226
Heimatmuseum Garbsen
Der Museumsverein Garbsen e. V. wurde am 4. April 1990 gegründet. Er betreibt und verwaltet das Heimatmuseum ehrenamtlich. 6 örtliche Heimatvereine und freiwillige Helfer unterstützen den Vorstand an den Öffnungstagen und bieten dann Kaffee und selbstgebackenen Kuchen an.
Die Geschichte der Wandlung unserer Landschaft ist auch die Geschichte von 10 ehemals dörflichen Gemeinden zu der heutigen Stadt Garbsen. Wo vor 100 Jahren nur etwas über 3.000 Menschen lebten, leben heute mehr als 63.000 Einwohner.
Diesem Thema fühlt sich der Museumsverein verpflichtet. Auf 350 m2 Ausstellungsfläche sind viele Gegenstände und Informationen zu Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Handwerk, Ziegelei- und Hartsteinindustrie und Ortsgeschichte zu sehen. Sie erinnern an das Leben und Arbeiten in früheren Zeiten. Dazu kommen pro Jahr ca. drei Sonderausstellungen zu wechselnden Themen.
Zum Gebäude: Das Haus entstand 1890 als Arbeiterküche der damaligen Ziegelei Stille. Später wurde daraus eine Gastwirtschaft, hier wurden 1905 der Schützenverein Garbsen und 1907 der Vorläufer des SPD-Ortsvereins gegründet. Seit Juni 1989 ist hier das Heimatmuseum Garbsen untergebracht.
Heimatmuseum Garbsen

Hannoversche Straße 134
30823 Garbsen (Ortsteil Altgarbsen)

Bushaltestelle „Am Kanal“ direkt am Museum,
mit Bus 126 zu erreichen ab den Haltestellen
„Wissenschaftspark Marienwerder“ oder
Endhaltepunkt „Garbsen“ der Stadtbahnlinie 4

Geöffnet jeden 2. und 4. Sonntag im Monat
von 14 bis 17 Uhr, außer in den Ferien
Eintritt frei

Sonderführungen für Gruppen, Vereine und
Schulklassen nach Vereinbarung
Ansprechpartner: Hans-Dieter Stölting
Tel. 05137/71765

Zur Zeit präsentiert Kurt Michel Bilder und Keramiken der Chabo-Hühner in einer Sonderausstellung.


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30.01.2019, 17:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2019 17:50 von Lupus.)
Beitrag #227
LVR-Freilichtmuseum Kommern
LVR-Freilichtmuseum Kommern – Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde

Erinnern Sie sich noch an den Duft und den Geschmack von frischem Brot, das in einem mit Holz befeuerten Ofen gebacken wurde? Oder wissen Sie noch wie in einer Schmiede gearbeitet wurde? Im LVR-Freilichtmuseum Kommern können Sie mit allen Sinnen erleben, wie früher im Rheinland gelebt und gearbeitet wurde.
75 historische Gebäude aus allen Teilregionen des Rheinlandes sind inzwischen auf dem über 100 Hektar großen Museumsgelände wiedererrichtet worden. In den vier ländlichen Baugruppen sind es Bauernhäuser, Ställe, Scheunen und andere Speicherbauten, Werkstätten, aber auch Windmühlen, eine wasserbetriebene Sägemühle, eine Dorfschule und ein Gemeindebackhaus. Von ihren ursprünglichen Standorten aus dem großen, heute Bundesländer übergreifenden Gebiet der ehemaligen Preußischen Rheinprovinz in das LVR-Freilichtmuseum Kommern überführt und dort überwiegend im Ersterbauungszustand wiederaufgebaut worden. Detailgetreu eingerichtet und von Bauerngärten, Obstwiesen, Äckern und Weideflächen umgeben, liefern die Baudenkmale eindrucksvoll Zeugnis von den Wohn- und Arbeitsverhältnissen der Landbevölkerung in früherer Zeit.

Im Rahmen des Programms „Gespielte Geschichte“ werden die Gebäude von Bäuerin, Schmied und Mausefallenkrämerin belebt. So erwachen Menschen aus früheren Zeiten zum Leben und geben Einblick in traditionelle Arbeitsweisen und deren geschichtliche Hintergründe. Den historischen Waldbewirtschaftungsformen wird dabei besonderes Augenmerk gewidmet. Zu verschiedenen Terminen können Besucher verschiedene Techniken der land- und forstwirtschaftlichen Arbeit mit Pferd und Rind live erleben
Auf dem Gelände des Museums wurde zudem ein Walderlebnis- und Sinnespfad angelegt. Im Vertrauen auf den Partner, mit verbundenen Augen auf geheimen Pfaden, erfährt das Naturerlebnis "Wald" eine neue Dimension und macht die Vielfalt des Waldes erlebbar.

Auf der Reise in die Vergangenheit begegnen die Besucher zudem zahlreichen Nutztieren, die früher das Bild der Dörfer prägten. Neben Hühnern, Gänsen, Ziegen, Pferden und Schafen finden sich im Museum zwei ganz besondere Tierarten: Das ehemals ausgestorbene Deutsche Weideschwein und das vom Aussterben bedrohte Glan-Donnersberger-Rind.
In Zusammenarbeit mit der Universität Gießen wurde im LVR-Freilichtmuseum Kommern das Deutsche Weideschwein rückgezüchtet. Diese Rasse starb in den 1970er-Jahren aus, konnte jedoch durch gezielte Kreuzungen verschiedener Schweinerassen seit den 199er-Jahren rückgezüchtet werden. Diese zeichnen sich durch die charakteristische schwarz-weiße Färbung, das dichte Borstenkleid, kleine, aufrechte Ohren und einen spitzen, geraden Rüssel aus.
Auch dem Glan-Donnersberger Rind wurde durch die gezielte Züchtung im Freilichtmuseum Kommern zu neuem Glanz verholfen. Gängigkeit, lange Ausdauer und harten Klauen machen die Rasse zu einem ausgezeichneten Arbeitstier, das zudem auch eine gute Fleisch- und Milchleistung bringt. Die ehemals sehr geschätzten Glan-Donnersberger gerieten durch die Konkurrenz von ertragreicheren Milchrassen jedoch langsam in Vergessenheit und waren in den 1980ern akut vom Aussterben bedroht. Das LVR-Freilichtmuseum Kommern engagiert sich aus diesem Grund seit nunmehr über 30 Jahren im „Verein zur Erhaltung und Förderung des Glanviehs" und hat sich die Erhaltung und Rückzüchtung dieser Rasse erfolgreich zur Aufgabe gemacht.


Als „Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde“ ist das Freilichtmuseum auch zentrale Sammelstelle für das materielle kulturelle Erbe des Rheinlandes. Die Sammlungstätigkeit beschränkte sich von Anfang an nicht nur darauf, Gegenstände für die Ausstattung der Museumsbauten zu erwerben. Sie umfasste vielmehr den gesamten Bereich der Sachgüter der rheinischen Volkskultur, für die es bis dahin noch keine zentrale Sammelstätte gab.

Einblick in verschiedene Aspekte dieser Sammlungen bekommen Interessierte zudem über das DFG-Projekt „Digitales Portal Alltagskulturen im Rheinland“. Auf dieser Plattform finden sie faszinierende Objekte und Quellen ganz unterschiedlicher Art zum Alltagsleben im Rheinland: Fotos, Filme, Interviewaufzeichnungen sowie hunderte von Objekten vom Werkzeug bis zur kompletten Kücheneinrichtung.

Neugierig geworden? Das Museum ist an allen Tagen im Jahr geöffnet. An den Wochenenden gibt es zudem eine vielseitige Auswahl an Veranstaltungen zum Mitmachen und Miterleben von Geschichte und rheinländischer Kultur.

Mehr erfahren sie unter:

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Auf dem Kahlenbusch
53894 Kommern
Tel. 02443-9980-0
E-Mail: kommern@lvr.de
http://www.kommern.lvr.de


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19.02.2019, 22:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2019 22:27 von Lupus.)
Beitrag #228
Paria-Hunde - wie alles anfing
Im letzten Jahr erhielt die Zoologische Sammlung der Universität Rostock https://www.zoologie.uni-rostock.de/en/z...-sammlung/ von mir das Präparat eines Paria-Hundes aus Israel. Seit meiner Kindheit haben meiner Brüder und ich immer Jagdhunde gehalten und geführt. Als Kind habe ich die Natur- und Forstbücher von Erich Kloss und Otto Koke verschlungen. Jetzt fand ich durch Zufall ein Buch wieder, das mich neben den Büchern "Ruf der Wildnis" und "Wolfsblut" von Jack London, für die wilden Verwandten unserer besten Freunde besonders aufmerksam machte und meine Leidenschaft weckte. Ab meinem 20 Lebensjahr pflegte ich dann auch
die wilden Ahnen und Verwandten meiner Hunde (Goldschakal, Schabrackenschakal, Kojote, Dingo und diverse Paria-Hunde). Das Kinderbuch "Gefährten der Wildnis" aus dem Schneider-Verlag hat also
maßgeblich mein bisheriges Leben mitbestimmt. Interessant fand ich es auch, daß der "Buschhuhnvater" Alfred Muntau sich auch mit Dingos beschäftigte.


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