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Bergisches Freilichtmuseum
17.10.2019, 21:14
Beitrag #81
RE: Bergisches Freilichtmuseum
Zum „Äepelsfess“ geht es auf den Acker
Am Sonntag, den 20.Oktober, lädt das LVR-Freilichtmuseum Lindlar von 10 bis 18 Uhr zum „Äepelsfess“ ein. Das Kartoffelfest lockt mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Kartoffeln und Ausstellungen über Kartoffelsorten. Hier werden neue und historische Variationen der tollen Knolle präsentiert.
Für Familien sind besonders die Mitmachaktionen für Kinder interessant: „Kartoffel-Mitmach-Küche“, „Kartoffelchips selbst gemacht“ und „Kreatives aus der Kartoffel“ sind nur einige der Angebote. An der Kartoffel-Ernte per Hand mit anschließendem Kartoffelfeuer kann die ganze Familie teilnehmen. Eltern können sich bei der Ernährungsberatung „Gesunde Ernährung für Kinder“ am Stand der BARMER intensiv informieren lassen. Auch die Rheinische Kartoffelkönigin Anna Müller ist auf dem Fest zu sehen. Wer sich für die Erntetechnik interessiert, kann sich historische Geräte aus der Landwirtschaft anschauen.
Reibekuchen, Pommes, Crêpes, Spanferkel und andere Leckereien sowie Getränke werden an verschiedenen Ständen gereicht. Die Museumsgaststätte Lingenbacher Hof bewirtet mit Kartoffelgerichten. Der historische Kiosk aus Wermelskirchen bietet allerlei Süßigkeiten und Spielzeug an. Am Stand des Kartoffelbauern kann man neben Kartoffeln auch Gemüse kaufen. Auch beim Museumsbäcker gibt es frisch gebackenes Kartoffelbrot direkt aus dem Holzofen. Die alten Handwerke werden vorgeführt und auch die Hauswirtschafterin lässt sich über die Schulter schauen. Nordkasse und Nordparkplatz des Museums sind geöffnet.
Eintritt: Erwachsene 9,00 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Museumsteam

https://freilichtmuseum-lindlar.lvr.de/d...seite.html


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31.10.2019, 22:58
Beitrag #82
RE: Bergisches Freilichtmuseum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Museumsfreundinnen und -freunde,
am Montag, 4. November um 19:00 (Einlass ab 18:30) zeigt der Verein der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar e. V. in Zusammenarbeit mit dem LVR-Freilichtmuseum den Dokumentarfilm „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ in der Museumsherberge im Gut Dahl. Der Eintritt ist frei (Spenden sind willkommen).

Der Film ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch eine schöne Erinnerung! Viele unserer Sorten sind heute ebenso gefährdet wie unzählige Wildbienen- oder Vogelarten. Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Großkonzerne wie Bayer/Monsanto oder Corteva (ehemals DowDuPont) kontrollieren mit genetisch veränderten Monokulturen längst den globalen Saatgutmarkt. Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern.

Nach der Filmvorführung können Fragen gestellt und über das Gesehene diskutiert werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit sich am Stand der Bergischen Gartenarche weiter zu informieren.

Zusätzliche Informationen finden Sie auf der Homepage des Freilichtmuseums (https://freilichtmuseum-lindlar.lvr.de/) oder unter W-film (https://www.wfilm.de/unser-saatgut/).
Bei weiteren Fragen: Tel. 02266/9010135.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Museumsteam


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08.11.2019, 09:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.11.2019 09:34 von Lupus.)
Beitrag #83
RE: Bergisches Freilichtmuseum
VEREIN DER FREUNDE UND FÖRDERER DES
BERGISCHEN FREILICHTMUSEUM LINDLAR e.V.
Vors. Dr. rer. nat. Klemens J. Krieger
Lindlar im November 2019

Liebe Freunde der bergischen Mundart !

E I N L A D U N G

Der Förderverein des Freilichtmuseum lädt zum diesjährigen Mundartabend im Museum ein. Themen wie: „Us dr leev ahl Ziet,“ oder „Wie kallten se frööher hie om Land.;“ werden uns an diesem Abend in gemütlicher Runde erfreuen.

Wir laden alle Interessierten zu diesem Vortragsabend ganz herzlich ein, am

Donnerstag, den 14. November um 19.00 Uhr in „Gut Dahl“ im Museum.

Mundartkenner aus den Vorjahren werden wieder einige Geschichten zum Besten geben. Falls auch Sie mit eigenen Geschichten oder Erlebtem etwas beitragen können, sind sie herzlich willkommen. Wir würden uns sehr darüber freuen weitere Mitstreiter zu finden, um unsere bergische Mundart zu erhalten.
„Gut Dahl“ erreichen sie über den kleinen Eingang vom Nordparkplatz aus.

Es grüßt sie mit dem früher üblichen, bergischen Gruß
„ Jodd hällep öch! - Jodd dank öch!“

Der Förderverein des Bergischen Freilichtmuseum
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15.11.2019, 08:48
Beitrag #84
RE: Bergisches Freilichtmuseum
LVR-Freilichtmuseum Lindlar - Symposium "Saatgut-und Nutzpflanzenvielfalt" am 6. Dezember 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Museumsfreundinnen und -freunde,

am 06. Dezember 2019 lädt das LVR-Freilichtmuseum Lindlar zum Symposium "Saatgut- und Nutzpflanzenvielfalt" in die Museumsherberge im Gut Dahl, Lingenbacher Weg 2, 51789 Lindlar, ein.

Saatgut und Nutzpflanzen sind das Fundament der menschlichen Entwicklung der letzten Jahrtausende. Doch die Sortenvielfalt schwindet. Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind in den letzten 100 Jahren verschwunden. Die Folgen: Monotonie auf dem Teller und Einheitssaatgut der Großkonzerne.
Die Vorträge beleuchten die aktuelle Situation und zeigen Möglichkeiten auf, wie sich diese Entwicklung aufhalten lässt. Wir alle können aktiv in unseren Gärten oder mit unserem Einkaufsverhalten für mehr Vielfalt sorgen – packen wir es an!

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Anmeldung bis zum 02. Dezember an freilichtmuseum-lindlar@lvr.de oder 02266 90 100.

Programm

09:30 Uhr Begrüßung – Michael Kamp, LVR-Freilichtmuseum Lindlar

09:45 Uhr Projekte zur Saatgut- und Nutzpflanzenvielfalt im Freilichtmuseum Lindlar. Marianne Frielingsdorf, Bergische Gartenarche Oberberg /
Stephan Hahn, LVR-Freilichtmuseum Lindlar

10:00 Uhr Warum die Vielfalt in die Gärten zurückkehrt. Susanne Gura, Verein zur Erhaltung der
Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN)

10:30 Uhr Was wurde früher angebaut? Informationen finden über die vergangene Nutzpflanzenvielfalt. Sarah Sensen, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

11:00 Uhr Kaffeepause

11:30 Uhr Neue Gentechnik im Saatgut? Herausforderungen für die gentechnikfreie Landwirtschaft.
Stefanie Hundsdorfer, Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut)

12:00 Uhr Die open-source Lizenz zum Schutz von Saatgut als Gemeingut.
Johannes Kotschi, OpenSourceSeeds

12:30 Uhr Gemeinsame Mittagspause

13:45 Uhr Die Vielfalt der Nutzpflanzen wieder nutzen – Alte Sorten neu entdecken anhand des Projekts Vielfalt schmeckt. Ann-Kathrin Söllner, ProSpecieRara

14:15 Uhr Die Slow Food Arche des Geschmacks – Essen, was man retten will. Gerhard Schneider-Rose / Sven Johannsen, Slow Food Deutschland

14:45 Uhr Kaffeepause

15:15 Uhr Erhaltung alter Obstsorten – Wie der Klimawandel es schon jetzt nötig macht unser Sortiment
umzustellen, am Beispiel der Birnen. Jan Bade, Pomologen Verein e. V.

15:45 Uhr Zuckerbirnen für die Weltausstellung – Aspekte der historischen Obstbaukultur zwischen Sieg und Wupper. Michael Kamp, LVR-Freilichtmuseum Lindlar

16:15 Uhr Resümee

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und verbleiben mit den besten Grüßen

Ihr Museumsteam
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05.12.2019, 13:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.12.2019 13:31 von Lupus.)
Beitrag #85
Advent im Museum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Museumsfreundinnen und -freunde,

lassen Sie sich verzaubern! Entdecken Sie am 15. Dezember, dem 3. Advent das Weihnachten vergangener Zeiten. Genießen Sie zwischen 10 und 18 Uhr stimmungsvolle Adventsmomente bei
Live-Musik oder erleben Sie mit der ganzen Familie den Weihnachtszauber im Museum. Viele historische Stuben im Museum sind weihnachtlich dekoriert und veranschaulichen den Wandel des Weihnachtsfestes zwischen 1800 und 1960. Weihnachtslieder aus einem abwechslungsreichen Musikprogramm und Laternen am Wegesrand versetzen das Museum in eine besinnliche, vorweihnachtliche Stimmung. In den historischen Gebäuden präsentieren über 60 Ausstellerinnen und Ausstellern ihre Stände. Wer noch das eine oder andere Geschenk sucht, wird bei der großen Auswahl sicher fündig. So auch am Bücherstand des Museumsfördervereins in der Museumsherberge: Unter Biografien, Romanen und Kunstbüchern findet sich noch das eine oder andere Schätzchen zum Verschenken .
Dazu gibt es zahlreiche Handwerksvorführungen und Kinder können sich auf weihnachtliche Mitmach-Aktionen freuen. Der Nikolaus kommt mit seinem Bischofsstab ins Museum.
Heißer Glühwein oder Kinderpunsch wärmen nach einem Spaziergang wieder auf. Für das leibliche Wohl gibt es Spezialitäten vom Grill, Leckeres aus der Fischküche oder eine heiße Suppe. Die Museumsgaststätte bewirtet mit weihnachtlicher Küche und im Kiosk „Gute Dinge“ stehen Süßigkeiten, Spielsachen und gebrannte Mandeln bereit.
Weitere Informationen und das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie unter:
https://freilichtmuseum-lindlar.lvr.de/d...eum_1.html
Das Nordtor des Museums ist geöffnet. Bei guter Witterung ist auch der Nordparkplatz geöffnet. Ausreichend Parkplätze gibt es im Ortszentrum Lindlar. Von dort fährt von 10.30 bis 18.30 Uhr ein Pendelbus zum Freilichtmuseum und zurück.
Eintritt: Erwachsene 9,00 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei.
Schauen Sie vorbei - wir freuen uns auf Sie!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Museumsteam


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09.03.2020, 15:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.03.2020 16:03 von Lupus.)
Beitrag #86
Aktion Agrar e.V., Artilleriestraße 6, 27283 Verden (Aller)
Liebe Freundinnen und Freunde der Saatgutwelt!
Weltweit nimmt die Zahl der Eigentumsrechte auf Saatgut durch Sortenschutz und Patente zu. Die meisten Patente auf Saatgut liegen in der Hand von wenigen global agierenden Konzernen. Diese beherrschen den größten Teil des kommerziellen Saatgutmarkts. Auch sogenannte „alte“ Sorten können unter Sortenschutz fallen. Denn eine Sorte kann nicht nur von Züchter*innen eingetragen werden, sondern auch von einer Person, die diese „entdeckt“ hat. Das kann dazu führen, dass eine Sorte, die in ländlichen Gemeinschaften seit Generationen angebaut, getauscht und weitergereicht wurde, plötzlich für die Nutzer*innen nicht mehr frei verwendbar ist. Dieses Szenario ist real und bekannt als sogenannte Biopiraterie.
Es geht also um die Frage, ob wir eine Privatisierung unserer Kulturpflanzen zulassen möchten, die das Ergebnis von jahrhundertelanger Züchtungsarbeit und Grundlage der Ernährung vieler Menschen sind.
Wir haben mit Johannes Kotschi von Agrecol gesprochen, der mit einer Gruppe von Pflanzenzüchtern, Agrarwissenschaftlern und Commons-Fachleuten die Open-Source Saatgut-Lizenz entwickelt hat. Die Lizenz war die erste dieser Art, inzwischen gibt es weitere. Durch sie wird Saatgut als Gemeingut geschützt – und zwar im Rahmen des international gültigen Zivilrechts. Bisher wurden in Deutschland eine Paprikasorte, drei Tomatensorten, eine Zuckermaissorte, drei Getreidesorten und eine Kartoffelsorte mit der Open Source-Lizenz ausgestattet.
Die Anfänge
Im Jahr 2012 gründete sich eine Saatgut-Initiative, inspiriert von dem Prinzip einer „quelloffenen“ Lizenz im Softwarebereich. Die Gründungsmitglieder waren davon überzeugt, dass so eine Open Source-Lizenz auch auf Saatgut anwendbar sein müsste, dass man Saatgut durch eine Lizenz vor Privatisierung und vor der Beanspruchung geistiger Eigentumsrechte schützen könne. Und tatsächlich – nach vier Jahren Arbeit stellten sie 2016 erstmals ihre Lizenz im Rahmen eines Treffens verschiedener internationaler Saatgut-Initiativen vor. Diese Lizenz erlaubt, dass das Saatgut von Dritten frei genutzt, vermehrt und züchterisch bearbeitet werden darf. Als einzige Einschränkung ist es lediglich untersagt, das Saatgut und seine züchterischen Weiterentwicklungen zu privatisieren. Bei jeder Weitergabe des Saatguts werden an die Empfänger*innen die gleichen Rechte und Pflichten übertragen. Die Sorte bleibt also Gemeingut für alle! Und jetzt? Warum macht das nicht jeder?
So ging es weiter
Als erstes stellte sich die Frage: Wie kann man verhindern, dass die Idee wieder ungenutzt in der Schublade verschwindet? Der Verein Agrecol gründete daher 2017 die Plattform OpenSouceSeeds. Diese spricht nicht nur Züchter*innen an, sondern auch Akteure des Handels, verarbeitender Betriebe und Verbraucher*innen.
„Wenn die Öffentlichkeit sagt ‘Wir wollen Lebensmittel aus frei zugänglichem Saatgut!’, dann kann das eine Sogwirkung erzeugen, der auch die Pflanzenzüchtung stärker folgen wird“, so Johannes Kotschi von Agrecol.
Bisher fand die Initiative in der Öffentlichkeit viel Zustimmung. Ökologische Pflanzenzüchter*innen, bei denen für diese Strategie geworben wurde, reagierten zum Teil noch etwas zögerlich. Einzelne wollen auf den Sortenschutz als Quelle für die Finanzierung ihrer Züchtungsarbeit nicht verzichten, auch wenn die Einkünfte daraus gering sind. Andere verzichten aus Prinzip ganz auf den Sortenschutz und stellen ihr Saatgut frei zur Verfügung. Obwohl das die Gefahr der Aneignung durch Konzerne birgt, scheinen viele Züchter*innen die rechtliche Absicherung als zu aufwändig zu empfinden, oder sie sehen gar keine Notwendigkeit dafür.
Wie finanziert sich Open Source-Saatgut?
Zentral ist die Frage, wie sich freie, unabhängige Züchtung finanzieren lässt. OpenSourceSeeds arbeitet intensiv daran und hat in einem Diskussionspapier neue Ideen vorgestellt. Die Kernforderung: „Pflanzenzüchtung hat nicht nur die Aufgabe ein Nahrungsmittel auf den Markt zu bringen, sondern sie fördert auch Kulturlandschaften und mit ihnen sauberes Wasser, reine Luft und fruchtbaren Boden. Und für all dies braucht es biologische Vielfalt. Wenn man das so weit denkt, dann muss man Pflanzenzüchtung und ihre Finanzierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehen.“
Dazu gibt es die Idee, die gesamte Wertschöpfungskette in die Finanzierung einzubeziehen. Wie das funktionieren kann, könnt ihr in unserem ersten Steckbrief über das Regionalsorten-Brot nachlesen. Wenn alle Akteure beteiligt werden, wird Züchtung zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Dazu gehört auch die Forderung, den Staat in die Finanzierung der Züchtung einzubeziehen, da unabhängige vielfältige Züchtung dem Gemeinwohl dient.
Und schützt so eine Lizenz vor dem Einsatz von Gentechnik?
Der Einsatz von Gentechnik bei der züchterischen Bearbeitung von Open Source Sorten wird durch die Lizenz nicht ausdrücklich verboten. Es gibt jedoch einen indirekten Schutz: Gentechnik-Verfahren sind zeitintensiv und erfordern hohe Investitionen, die im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich liegen können. Diese hohen Kosten lohnen sich für Unternehmen nur, wenn die neu entwickelten Sorten über Patente gesichert werden können. Doch genau diese werden durch die Open Source-Lizenz ausgeschlossen. Deshalb ist der Einsatz von Gentechnik an Open Source-Saatgut uninteressant.
Was ist die Vision des Projektes?
OpenSourceSeeds hat die Vision neben dem bestehenden, privaten Saatgutsektor einen zweiten, gemeingüterbasierten Sektor zu etablieren und zu einem festen Bestandteil der Saatgutzüchterlandschaft zu machen. So sollten in Zukunft für alle wichtigen Kulturpflanzen auch freie Sorten zur Verfügung stehen, die ökologisch gezüchtet und genetisch vielfältig sind. Diese Sorten müssen dann natürlich sowohl für den Erwerbsanbau, als auch für private Kleingärtner*innen verfügbar sein. Ob die Vision gelingt, wird dabei auch von den Lebensmittel-Konsument*innen abhängen. Durch das Konsumverhalten der Gesellschaft entscheidet sich, welche Art von Saatgut und damit welche Art von Züchtung unterstützt wird. Dazu Johannes Kotschi:
„Begonnen hat das ja schon. Eine Reihe der Open Source lizenzierten Sorten sind inzwischen regulär im Handel erhältlich, und einzelne, wie die Tomate Sunviva sind sehr beliebt. Ich wünsche mir, dass in 10 Jahren für alle wichtigen Kulturpflanzen Open Source-Sorten im Handel erhältlich sind.“
Nicht nur bei uns ein Thema!
Gerade für Länder des Globalen Südens ist der Open Source-Gedanke wichtig. Er muss in jenen Ländern Eingang in die Landwirtschaft finden, weil dort der Prozess der Privatisierung von Saatgut im Moment besonders schnell voranschreitet. Unter dem Gesichtspunkt, dass Kleinbauern einen Großteil der Ernährungssicherheit in den Händen halten, muss Saatgut weiterhin Gemeingut bleiben. Es ist deshalb schön zu sehen, dass sich immer mehr Initiativen gründen, die für das Recht auf Saatgut der Bäuerinnen und Bauern vor Ort und gegen die Privatisierung durch Konzerne kämpfen. Die Open Source-Lizenz stellt in diesem Kampf ein mächtiges Werkzeug dar.
Was wir mitnehmen können
„Das Thema Saatgut fehlte zu lange im öffentlichen Bewusstsein und wurde zu lange der Privatwirtschaft überlassen. Mit der freien, ökologischen Pflanzenzüchtung wurde eine Alternative entwickelt, bei der die Eigentumsfreiheit von Saatgut eine zentrale Rolle spielt.“ Diese ist Voraussetzung für die Erhaltung und Weiterentwicklung pflanzengenetischer Vielfalt durch viele kleine und mittelständische Züchter*innen. Durch die Lizenz kann ein freier Zugang geschaffen und erhalten werden.
Saatgut betrifft nicht nur Bäuerinnen und Bauern, sondern uns alle, denn letztlich bildet es die Grundlage unserer Ernährung. Den ungehinderten Zugang zu Saatgut zu ermöglichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – in Europa genauso wie in Ländern des Globalen Südens. Initiativen wie OpenSourceSeeds gehen mit gutem Beispiel einen neuen Weg.


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09.04.2020, 09:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.04.2020 09:36 von Lupus.)
Beitrag #87
RE: Bergisches Freilichtmuseum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Museumsfreund*innen,

ob Karklapper oder Schokoladenhase, Palmzweig oder Familienbrunch: Das LVR-Freilichtmuseum Lindlar sucht Ihre persönlichen Erinnerungen zum Osterfest. Schildern Sie uns, wie Sie als Kind nach Osternestern suchten, als junge Eltern Ostereier färbten oder heute als Großeltern das Familientreffen planen. Wir freuen uns über jede Erinnerung – abgetippt oder handschriftlich, per E-Mail oder mit der Post. Die eingesandten Materialien werden im Museum archiviert und stehen so künftigen Generationen als wichtige Quelle über das Leben in der Region zur Verfügung. Senden Sie uns gerne auch die Schnappschüsse aus Ihrem Familienalbum: Die Originale werden eingescannt und Ihnen im Anschluss zurückgeschickt.

Sie selbst entscheiden, welche Erinnerungen Sie mit uns teilen wollen. Gerne können Sie auch einige der folgenden Fragen beantworten: Haben Sie Ostereier gefärbt und versteckt? Gab es Süßigkeiten oder andere Geschenke? Wie sah der Tagesablauf an Palmsonntag, Karfreitag und den Osterfeiertagen aus? Fanden besondere Gottesdienste statt? Kam die (Groß-)Familie zu einem gemeinsamen Treffen zusammen? Wurde vor Ostern gefastet? Was wurde an den Ostertagen gekocht, gebraten und gebacken? Erinnern Sie sich an besondere Bräuche wie das Karklappern, das Ostersingen oder das Ostereierschibbeln? Wurde österlich dekoriert? Wie feiern Sie im Jahr 2020 im Angesicht der „Corona-Krise“ Ostern und was ist Ihnen in dieser Situation besonders wichtig? Wichtig: Bitte geben Sie auf Ihrer Einsendung Ihren Namen und Ihr Geburtsjahr an. Bedeutend sind auch der Berichtsort und der ungefähre Berichtszeitraum. Selbstverständlich können die Dokumente auf Wunsch anonymisiert aufbewahrt werden.

Ihr Ansprechpartner im Museum: Frederik Grundmeier, frederik.grundmeier@lvr.de
Kontakt via Post: LVR-Freilichtmuseum Lindlar, Frederik Grundmeier, Unterheiligenhoven 5, 51789 Lindlar

Wir freuen uns über Ihre Einsendungen und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und erholsames Osterfest.
Ihr Team des LVR-Freilichtmuseums Lindlar

PS: Wer selbst ausprobieren möchte, wie Ostereier mit Naturmaterialien gefärbt werden, findet Tipps auf unserem Instragramaccount unter https://www.instagram.com/freilichtmuseumlindlar/


Fotos:
Historischer Brutkasten aus der Sammlung des Museums, um 1920.
Foto: Suzy Coppens/Bergerhofstudios

Österliche Stube im Forsthaus Broichen, 2019.
Foto: Solomia Kratsylo/LVR-FML


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09.04.2020, 13:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.04.2020 16:38 von Lupus.)
Beitrag #88
RE: Bergisches Freilichtmuseum
Anbei einige Oster-Erinnerungen aus meiner Kindheit. Ich wurde 1949 geboren und wohnte in der Ortschaft Dahlhausen-Wupper,
heute eine Ortschaft von Radevormwald. Meine Brüder waren 8 und 12 Jahre älter. Ostersonntag versteckten meine Eltern buntgefärbte Eier
auf dem Gartengelände. Zumeist hatten auch unsere Hauskaninchen (wurden zu Weihnachten geschlachtet) gerade zu Ostern Junge,
die zu dieser Zeit auch das Nest verließen. Zuerst gingen wir zum Kaninchenstall und besahen uns die jungen Kaninchen, dann wurden
im Garten die hartgekochten bunten Eier gesucht. Der Kirchenbesuch (Hochamt) gehörte natürlich zu Ostern dazu -- eigentlich
wurde jeden Sonntag die Messe besucht. Meine Brüder spielten gerne "Eierkippen". 2 Eier wurden mit der Spitze gegeneinander gestoßen
und wessen Eierschale dabei beschädigt wurde, mußte sein Ei an den Sieger (Besitzer des ganzen Eies) abgeben. Ich glaube heute
noch, daß meine Brüder "gepfuscht" haben. Ursprünglich wurden bei uns die Eier in einer Tasse mit aufgelösten Eierfarben gefärbt.
In späteren Jahren wurden die noch heißen Eier mit geleeartigen Farben betupft, anschließend mit einer Speckschwarte abgerieben.
Am Palmsonntag nahmen wir Palmzweige (Buxbaum) mit zur Kirche und ließen diese segnen. In späteren Jahren, wurde schon mal
die Messe "geschwänzt" und wir stromerten mit unserem Hund durch die Wälder, brachten aber trotzdem Palmzweige für die Großeltern mit. Der Glaube versetzt wohl Berge und so haben auch die ungesegneten Zweige Haus und Hof vor Unheil bewahrt.
Anbei einige Oster-Fotos aus dem Jahr 1953 und von einer der späteren "Palmsonntagstouren".

Frohe Ostern und bleiben Sie gesund.


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08.05.2020, 21:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.05.2020 21:38 von Lupus.)
Beitrag #89
RE: Bergisches Freilichtmuseum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Museumsfreundinnen und -freunde,


ab sofort nimmt das LVR-Freilichtmuseum Lindlar wieder einen eingeschränkten Museumsbetrieb auf. Von dienstags bis sonntags ist das Museum jeweils von 11 bis 17 Uhr in Teilen geöffnet. Zutritt haben vorerst Einzelgäste, Lebenspartnerschaften und Familien; Gruppenbesuche sind nicht möglich. Dabei müssen die Abstands- und Desinfizierungsregeln für die Corona-Pandemie auch im Museumsgelände eingehalten werden. An markanten Punkten gibt Hinweisschilder mit Verhaltensregeln. Der Zutritt erfolgt ausschließlich über den Nordeingang des Museums am Lingenbacher Weg. Der Eintritt ist frei, Spenden sind allerdings willkommen.

Zur Einhaltung der Sicherheitsabstände sind die Besuchszahlen begrenzt. Ab 1.000 Besuchenden darf niemand mehr hinein. Bei größerem Andrang kann es daher am Eingang zu Wartezeiten kommen. Auch das Angebot ist eingeschränkt: Der Museumsladen, der Kiosk, die Spielplätze und der Getränkeausschank des Museumsfördervereins bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Ebenso bleiben alle Aktionen, wie Veranstaltungen, Führungen Workshops oder Museumspädagogik bis auf Weiteres abgesagt.

Geöffnet sind das Erdgeschoss von Gut Dahl, die Schmiede, der Müllershammer, die Zehntscheune, Haus Römer und das Forsthaus Broichen. Der Zutritt zu diesen Gebäuden wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums geregelt. In den geschlossenen Räumlichkeiten ist entsprechend der Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die Museumsgaststätte ist geschlossen, aber zwischen 12 und 16 Uhr können Getränke können im Museumsgelände gekauft werden – natürlich ausschließlich zum Mitnehmen.

Das LVR-Freilichtmuseum Lindlar setzt dabei auch auf die Kooperationsbereitschaft der Besucherinnen und Besucher. Nur wenn sich alle an die Vorgaben halten, kann eine Museumsöffnung funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Museumsteam


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28.06.2020, 20:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.06.2020 20:07 von Lupus.)
Beitrag #90
RE: Bergisches Freilichtmuseum
Zahlreiche geplante Führungen und Wanderungen mußten in den letzten Monaten wegen der Corona-Pandemie ausfallen oder auf das 2. Halbjahr 2020 verschoben werden. Auf Grund der aktuellen Lockerungen können jetzt folgende Führungen und Wanderungen stattfinden:

22.08.2020, 10:00 Uhr: Kapellenwanderung Lindlar-Ost mit ökumenischer Kurzandacht, ca. 10 km, Schlußeinkehr auf Wunsch, Anmeldung bis 19.09. bei mir;

06.09.2020 (verschoben vom 26.04.), 14:00 Uhr: Erinnerungswanderung an Heimatforscher Günter Jacobi, ca. 5 km, Schlußeinkehr geplant = Veranstalter: Förderverein Freilichtmuseum Lindlar e.V., Anmeldung bei Werner Hütt, Tel. 3725, oder bei mir bis 02.09.2020;

03.10.2020, 11:00 Uhr: Kapellenwanderung Lindlar-West als Erinnerungswanderung zum Tag der Deutschen Einheit (30 Jahre), ca. 12 km, Schlußeinkehr auf Wunsch, Anmeldung bis 30.09.2020 bei mir;

24.10.2020, 14:30 Uhr: Friedhofsführung auf dem alten Lindlarer Friedhof mit Informationen zu berühmten Töchtern und Söhnen Lindlars sowie zu international beeinflußter Grauwacke-Steinmetzkunst, Anmeldung bis 21.10.2020 bei mir.

Folgende ausgefallene Führungen und Wanderungen sind für 2021 geplant: Kulturbummel, Schloß Georghausen, Kräuterwanderung mit Heilkräuter-Expertin Petra Burgmer, Sommernachtswanderung - außerdem: Helmut-Schmal-Erinnerungsführung im Grauwacke-Steinbruch.

Bei den jetzt im 2. Halbjahr 2020 geplanten Veranstaltungen wird gebeten, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Personen mit Risikoerkrankungen sollten bitte auf eine Teilnahme verzichten.

Rechtzeitig werden Einzelheiten zu den Terminen bekanntgegeben.

Mit freundlichen bergischen Grüßen

Winfried Panske
Natur- und Landschaftsführer Bergisches Land
Tel. 02266/7812


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